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DieGueter-Gruppe: Acht Terroirs – acht Spitzen-Crus

Schon seit 1992 existiert die DieGüter-Gruppe, ein Zusammenschluss familiengeführter Weingüter aus acht deutschen Weinbaugebieten, deren Signet, eine historische „Weinelle“, auch den Anspruch der Beteiligten symbolisiert: Sie steht für den „Schlüssel zur Qualität“. Oberste Prämisse ist, das jeweils Beste aus dem jeweiligen Terroir und den Lagen zu vinifizieren und dabei das Erbe der Vorfahren umsichtig und naturnah zu kultivieren und für künftige Generationen verantwortungsvoll in die Zukunft zu bringen. Mit Erfolg, wie nicht nur das 30-jährige Jubiläum der Gruppe schon 2022 zeigte. 

Naturnahe Kultivierung der Weinberge, schonende Verarbeitung und liebevoll gekonnter Ausbau der Weine werden geschätzt. Doch noch bevor es im Uhrzeigersinn der Verkostung vor allem der neuen Jahrgänge 2021 und 2022 ging, waren erst einmal – gegen den Uhrzeigersinn – zwei alkoholfreie Wein-Exoten angesagt. Nummer Eins war der Red Moon Sparkling, ein alkoholfreies, mit Kohlensäure versetztes, pasteurisiertes Getränk auf Apfelbasis (zwei rotfleischige Apfelsorten, kaltgepresst, filtriert), der eine gute Balance zwischen Süße und Säure im Abgang herstellt. 

Der Red Moon aus Bozen (Südtirol) ist reich an Vitamin C und lässt sich pur wie in zahlreichen Mix-Variationen anbieten. Zweiter alkoholfreier Wein ist dann der „It`s not a SIN“ von Valckenberg, ein trendiges, aromatisch schäumendes, prickelndes Erlebnisgetränk aus entalkoholisiertem Riesling-Wein mit interessanten Aromen von Ingwer, Zitrusnoten und Bitterorangen-Schale. Dieser Genuss ist definitiv keine Sünde und ergänzt das bereits bestehende Valckenberg-Portfolio des alkoholfreien „Cuvée Zero Sparkling“ und des „Zero Riesling“.

Weine vom Weingut Kühling-Gillot. Foto: Jürgen Sorges
Weine vom Weingut Kühling-Gillot. Foto: Jürgen Sorges

Dann aber geht es auch schon los mit den ersten „Knallern“ aus dem in Rheinhessen beheimateten Weingut Kühling-Gillot. Von den vier vorgestellten Neulingen des Jahrgangs 2022 überzeugte vor allem der Biowein Kühling-Gillot Oppenheim Riesling trocken 2022 „VDP. Aus ersten Lagen“. Großartig warten dann aber der Kühling-Gillot Riesling Réserve vom Rotliegenden 2018“ aus der „Treasure Collection“ und der Hipping Riesling GG 2018.

Das an Nahe und in Rheinhessen beheimatete Weingut Prinz Salm trumpft dann mit einem sehr guten Riesling trocken Dalberger Ritterhölle 2020 auf und überraschte mit einem interessanten Merlot des Jahrgangs 2021, der seine volle Entfaltung wohl 2026 erreichen wird. Gleich drei Novitäten des Jahres 2022 stellte auch Dr. Bürklin-Wolf aus der Pfalz vor. Hier dominierte der Biowein „Ruppertsberg Riesling trocken 2022“, allerdings liefen ihm der Wachenheimer Rechbächel P.C. Monopol 2018“ und der „Gaisböhl G. C. Monopol 2018“ als Highlight aus dem gleichen Haus noch den Rang ab. 

Gleich sechs Weine präsentierte das Weingut Freiherr von Gleichenstein aus Baden. Einsame Spitzenreiter war hier der „Freiherr von Gleichenstein Weißburgunder Réserve 2022“. Aber auch der „Ihringer Winklerberg Chardonnay trocken“ vom Freiherrn von Gleichenstein dürfte viele Liebhaber finden. Von der Mosel war das Weinhaus Maximin Grünhaus mit gleich fünf erstklassigen Novitäten des Jahrgangs 2022 dabei. Herausragend dabei war der „Maximin Grünhaus Abtsberg Riesling GG 2022“, nur noch übertroffen vom Spitzenwein des Hauses, dem „Abtsberg Riesling Auslese Nr. 89“ von 2018. 

Pinot & Chardonnay und Cremant vom Weingut Freiherr von Gleichenstein. Foto: Jürgen Sorges
Pinot & Chardonnay und Cremant vom Weingut Freiherr von Gleichenstein. Foto: Jürgen Sorges

Graf Neipperg aus Württemberg trumpfte mit dem „Schlossberg Lemberger 2020 GG VDP. Große Lage“ auf, während Nelles von der Ahr mit dem erstklassigen „1Ahr Spätburgunder trocken 2021“ und dem ebenfalls sehr guten „SL Spätburgunder Schieferlay GG 2018“ dabei war. Ebenfalls gut war der trockene „Pinot Noir Spätburgunder 2021“ von Nelles. 

Schließlich setzte das Weingut Georg Breuer mit dem Ortsriesling „Estate Rüdesheim 2022“, dem Steillagenriesling „Terra Montosa 2022“ und vor allem dem aktuellen Aushängeschild des Hauses, dem „Berg Roseneck Rüdesheim Riesling 2017“, drei äußerst bemerkenswerte Schlusspunkte.


Informationen: 

DieGüter-Gruppe: www.diegueter.de

Weingut Kühling-Gillot: www.kuehling-gillot.de

Weingut Prinz Salm: www.prinzsalm.de

Weingut Dr. Bürklin-Wolf: www.buerklin-wolf.de

Weingut Freiherr von Gleichenstein: www.gleichenstein.com

Weingut Maximin Grünhaus: www.maximingruenhaus.de

Weingut Graf Neipperg: www.graf-neipperg.de

Weingut Nelles: www.weingut-nelles.de

Weingut Georg Breuer: www.georg-breuer.de

Fotos: Jürgen Sorges