Im Grand Hyatt Barcelona wird schnell deutlich, dass die Gastronomie die Identität des Hauses prägt. Bereits der Tag beginnt im großzügigen Restaurant Impar, in welchem das Frühstück serviert wird. Den eigentlichen Auftakt zur kulinarischen Entdeckungsreise bildet jedoch die Tapas Bar Sofia. Hier treffen klassische katalanische Zutaten auf moderne Präsentation. Gegrillte Artischocken auf Rosmarinblättern, geräucherter Tintenfisch mit karamellisierten Zwiebeln und Padrón-Paprikas mit Romesco-Schaum zeigen, wie kreativ die regionale Küche interpretiert werden kann. Dazu passt ein Glas Raimat Albariño aus der D.O. Costers del Segre, dessen mineralische Frische die Aromen der Speisen elegant begleitet. Bei schönem Wetter wird die Terrasse zum zusätzlichen Pluspunkt, denn dort lassen sich die Gerichte unter freiem Himmel genießen.
Das gastronomische Highlight des Hauses befindet sich allerdings hoch über den Dächern Barcelonas. Auf der Dachterrasse in der 19. Etage hat der peruanische Spitzenkoch Omar Malpartida mit dem Maymanta Rooftop seine Handschrift hinterlassen. Die Küche verbindet die Aromen der Anden und der Pazifikküste mit zeitgemäßer Raffinesse und spektakulären Ausblicken auf die Stadt. Die Aufnahme in den Michelin Guide 2025 bestätigt den hohen Anspruch des Konzepts.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich das Maymanta an den Wochenenden. Dann verwandelt sich das Rooftop-Restaurant in einen lebendigen Treffpunkt für Genießer und Nachtschwärmer. Ein Discjockey sorgt mit Disco-Klassikern und lateinamerikanischen Rhythmen für ausgelassene Atmosphäre, während die Gäste Cocktails und kreative Gerichte genießen. Die Kombination aus Sonnenuntergang, Skyline, Musik und anspruchsvoller Küche verleiht dem Restaurant eine Energie, die weit über einen klassischen Restaurantbesuch hinausgeht. Wer diese Stimmung einmal erlebt hat, wird sich ihrer Anziehungskraft kaum entziehen können.
Eine weitere Bereicherung des gastronomischen Angebots ist das Ende 2024 eröffnete Leña des vielfach ausgezeichneten spanischen Spitzenkochs Dani García. Das Konzept versteht sich als moderne Interpretation der Feuerküche und geht weit über die Idee eines klassischen Steakhauses hinaus. Hochwertige Produkte werden mit großer Präzision über offenem Feuer zubereitet. Internationale Einflüsse, handwerkliches Können und die intensive Aromatik der Glutküche prägen das Erlebnis. Die Aufnahme in den Michelin Guide 2025 unterstreicht die Qualität des Konzepts. Mit Leña verfügt das Grand Hyatt Barcelona heute über eine weitere hochkarätige Genussadresse, die auch außerhalb des Hotels Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Damit präsentiert sich das Grand Hyatt Barcelona als eines der vielseitigsten Luxushotels der Stadt. Neben einer außergewöhnlichen gastronomischen Vielfalt überzeugen die großzügigen Zimmer und Suiten, die vorteilhafte Lage sowie ein professioneller, serviceorientierter Ansatz, der den Aufenthalt angenehm abrundet.
SLS Barcelona: Resort-Flair am Mittelmeer
Einen anderen Weg geht das SLS Barcelona. Das erste Haus der Marke in Europa eröffnete im April 2025 direkt am Yachthafen Port Fòrum und verbindet modernen Luxus mit entspanntem Resort-Charakter. Das zeitgenössische Design zieht sich durch das gesamte Hotel. Die 471 Zimmer und Suiten verbinden mediterrane Eleganz mit modernen Akzenten. Weißer Marmor, kunstvoll gestaltete Spiegel und private Terrassen mit Blick auf Hafen oder Meer schaffen eine Atmosphäre, die eher an ein Strandresort als an ein klassisches Stadthotel erinnert.
Zu den größten Pluspunkten des Hauses zählt das Frühstück. Das Buffet überzeugt mit einer bemerkenswert großen und abwechslungsreichen Auswahl. Internationale Spezialitäten stehen ebenso bereit wie regionale Produkte und frische Backwaren. Besonders angenehm ist die Möglichkeit, bei gutem Wetter auf der Terrasse zu frühstücken und dabei den Blick auf das Wasser zu genießen.
Auch die großzügigen Außenbereiche tragen zum Resort-Gefühl bei. Die Coral Pool Bar & Restaurant hat sich bereits als beliebter Treffpunkt etabliert. Ergänzt wird das Angebot durch die Cosmico Rooftop-Pools, die das Freizeitangebot des Hotels in den Sommermonaten erweitern. Hinzu kommen ein 770 Quadratmeter großer Ballsaal und vielseitige Veranstaltungsflächen, die das Haus auch für Events attraktiv machen.
Kulinarischer Mittelpunkt am Abend ist das Restaurant Lora. Die Karte präsentiert sich bewusst kompakt und setzt auf mediterrane Gerichte. Zu den probierten Speisen zählten ein würziges Thunfisch-Tatar, Pizza mit Feta sowie Wolfsbarsch mit Knoblauch und Kräutern. Die Küche liefert eine solide Leistung, erreicht jedoch noch nicht in allen Bereichen das Niveau, das man von einem Fünf-Sterne-Resort erwarten darf. Positiv hervorzuheben ist dagegen die Weinauswahl. Besonders der servierte Tempranillo aus dem renommierten Priorat überzeugte mit ausgewogener Struktur und angenehmer Aromatik.
Die Lage direkt am Wasser sorgt für Ruhe und Weitläufigkeit, verlangt allerdings etwas mehr Zeit für den Weg ins Zentrum. Zur Metrostation El Maresme-Fòrum ist ein Fußweg von rund einem Kilometer einzuplanen, insgesamt benötigt man etwa 30 bis 40 Minuten bis in die Innenstadt. Für Gäste, die Wert auf Design, Meerblick und Resort-Flair legen, dürfte dies jedoch ein vertretbarer Kompromiss sein.
Informationen:
Grand Hyatt Barcelona: www.hyatt.com
SLS Barcelona: www.slshotels.com/barcelona
Fotos: Grand Hyatt Barcelona, SLS Barcelona

