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Tenute Gregu: neue Weine

Natürlich steht auch 2026 in den Tenute Gregu die Hausphilosophie an allererster Stelle, nach der jene neue Ernte in der abgefüllten Flasche die Authentizität der Jahreszeiten widerspiegelt. Marianna Pinna, bei Gregu für die Kommunikation, die Besichtigungen und Degustationen zuständig, fasst es wie folgt zusammen: „Jeder Jahrgang erzählt, was die Natur uns in jenem speziellen Moment mit ihren Charakteristika, ihrer Energie und ihrer Identität schenkt.“

Und so verwundert es nicht, dass wie stets der Fokus des Weingutes weiterhin auf der hohen Achtung der hervorragenden Böden beruht. Der Wein, der Zugang zu ihm und die Erfahrung entstehen sämtlich aus dem Wunsch, die Wertschätzung auf profunde und authentische Weise zu erzählen. Das Erfolgsgeheimnis des Familiengutes fassen Antioco, Raffaele und Federico Gregu und Önologe Angelo Angioi in diese bemerkenswerte Formel: „Der Natur wie auch dem Wein zuhören!“ Auf das Bio-Label verzichtet man – noch. Doch der niedrige Schwefelanteil von nur 90 bis 110 mg pro Liter Wein ist auch heute schon weit unter dem Grenzwert für die Bio-Zertifizierung.

Picknick oder Menü unter Sonnensegeln…

Und so hat sich am sowieso grandiosen Portfolio des Gutes für 2026 nur wenig. Allenfalls das Etikett eines der zwei im Gut produzierten Aushängeschilder der Provinz Gallura, legendären Vermentino-Weine, wird neu gestylt. Es handelt sich um ein echtes Wunderwerk, den herrlichen „Selenu“ Vermentino di Gallura Superiore DOCG, der seinen Namen der tiefen Verbeugung vor dem Wirken des Morgentaus verdankt: „Die Nacht verstrich und hinterließ einen Hauch von Frische auf den reifen Weintrauben, die zur Lese bereit waren, bereit, um bei Sonnenaufgang geerntet zu werden.“ 

Das Gregu-Team. Foto: Jürgen Sorges
Das Gregu-Team. Foto: Jürgen Sorges

Nach der Lese per Hand und in kleinen Kassetten entsteht so ein Klasse-Wein mit Noten reifer Früchte und intensivem Bouquet, der ideal zu Fisch, Pasta und frischem Käse ist. Ihn wie auch sein einfacheres Pendant des Hauses, den ‚Rías“ Vermentino di Gallura DOCG, ein jugendlich frischer, authentischer Vermentino mit brillant gelber Farbe, der im Stahl reifte und nun häufig auch als Aperitif genossen wird, kann man natürlich auch während einer Open-air-Weinprobe in dem eigens dafür hergerichteten, mit Sonnensegeln geschützten Verkostungsareal mit weitem Blick über die Landschaft genießen. Dazu werden jeweils perfekt hergestellte hausgemachte Spezialitäten der Gallura gereicht. 

Neu in 2026 ist hingegen, dass man sich nun auch zu einem Picknick in den Weinbergen treffen kann. Dies ist perfekt, da man einen Rundgang über das Weingut damit wunderbar verbinden kann und so auf höchst entspannte Weise die Natur und die Landschaft ringsum genießen kann. Zu entdecken sind auf den 46 Hektar Land in 500 m Höhe zu Füßen des Monte Limbara, im Herzen des gleichnamigen, mit üppiger unberührter Vegetation mit wilden Olivenbäumen, Eichen- und Korkeichenwäldern aufwartenden Regionalparks in der nordsardischen Provinz Olbia-Tempio etwa die 13 Hektar Korkeichen, deren Rinde auf Gregu nur behutsam und nur alle elf Jahre geschält wird. 

Neben einigen kleinen Teichen sorgen sie hier für jene hohe Biodiversität und das ideale Mikroklima, was beiden den acht Weinen des Gutes zugutekommt. Nebenbei: Nur der untere Teil des Korkeichenstamms wird entrindet. So erreichen Korkeichen mühelos 100 Jahre Lebensdauer und sind ein Hit auch der ökologischen Landwirtschaft. Der Clou: Entrindete Korkeichen speichern mehr CO2 als nicht entrindete! Und nur weibliche Korkeichen liefen die Basis für weiche Weinkorken, die männlichen sorgen für andere Korkprodukte. 

Rebfläche der Tenute Gregu. Foto: Tenute Gregu
Rebfläche der Tenute Gregu. Foto: Tenute Gregu

Natürlich könnte in so einen sommerlichen Picknickkorb auch eine Flasche des Haus-Rosato gehören: der „Sirè“ Cannonau di Sardegna Rosato DOC ist ein herrlich frischer, eleganter Rosé, der bei 10°C Flaschentemperatur wunderbar mundet und mit Farbe, Finesse und Aromen überzeugt. Seinen Namen verdankt er übrigens der antiken Mythologie: Die Meerjungfrauen (Sirenen) wurden still und traurig, als sich der Gesang des Orpheus, dem sie lauschten, entfernte. Sie begaben sich ins Meer, doch Jupiter, mitleidig, verwandelte sie in jene Schollen und Klippen, die bis heute die Gewässer um Sardinien beherrschen. 

Schon sehr viel spezieller für den Picknickkorb dürfte indes der beste Vermentino des Hauses sein. Der „Pitraia“, ist ein wohl kaum zu kopierender Vermentino di Gallura Superiore DOCG und eines der drei Aushängeschilder in der Monogram-Reihe von Gregu. Dafür sollte man dann doch lieber am Degustationstisch Platz neben und dazu Ziegen- und Schafskäse gereicht, dazu Schinken, Pancetta und eine leckere Coppa genießen! 

Eher schon in den Korb passt dann Gregus harmonischer roter „Raighinas“ Cannonau di Sardegna DOC. Deutlich ausgefeilter ist indes noch Gregus roter „Animosu“ (14,5 Prozent Alkoholgehalt), ein fein strukturierter Cannonau di Sardegna DOC, der ein Jahr in Barriques reifte.

Wellness und Wein

In der neuen Saison ist auf den Tenute Gregu sogar die Wellness eingezogen, für die ein eigener Bereich eingerichtet wurde. Zudem wurde eine Fachkraft mit holistischer Ausbildung gewonnen, die nun – nur auf Vorbestellung – einen ausgewählten Rundweg über die Weinberge des Gutes anbietet, eine harmonische Verbindung zwischen Wellness, Natur und Wein herstellen soll. Mit von der Partie sind auch tibetische Klangschalen! 

Verschiedene Weine Gregus. Foto: Jürgen Sorges
Verschiedene Weine Gregus. Foto: Jürgen Sorges

Angemessene Begleitung für einen solchen Wellness-Rundgang wären sicher auch die beiden Top-Roten von Gregu, beide in der Monogram-Reihe der Edelweine vertreten. Der „Cala Granis“ Isola Dei Nuraghi IGT Sardegna (14 Prozent Alkohol) ist ein reiner Carignano, der 18 Monate in Stahl reifte und eine Verbeugung vor dem Granit-Terroir wie auch der nahen Stadt Calangianus ist, der er seinen Namen dankt. 

Er ist elegant, raffiniert, harmonisch und perfekt ausbalanciert. Noch einen Tick besser ist dann der „Grehos“ Colli del Limbara IGT, quasi die Essenz des Weingutes. Der Blend aus fünf Rebsorten, den drei autochthonen Cannonau, Carignano und Muristellu (sardischer Bovale) sowie Merlot und Syrah, ist voller Persönlichkeit ein würdiger Champion der sardischen Rotweinkultur – eben dank der Weinkünstler von Gregu. 

Aber natürlich munden diese zwei Spitzen-Roten noch besser mit den bei der traditionellen Verkostung unter Sonnensegeln gereichten lokalen sardischen Spezialitäten, etwa der Insalata di fregola, einem idealen Spätsommersalat mit Schafs-Ricotta-Creme, Basilikum und Tomate, oder zur legendären „Mazza Frissa“ (Milch, Hartweizenmehl, Salz), hier neu interpretiert als Krokette mit Honig und schwarzen Trüffeln aus dem Ort Laconi. Stets phantastisch sind auch die Culurgiones (Sardiniens Dreieck-Ravioli), gefüllt mit Pecorino, Kartoffel und Minze, begleitet von Safrancreme. Und zu den Super-Roten passt natürlich reifer sardischer Käse. 


Informationen:

Tenute Gregu: www.tenutegregu.com/en

Fotos: Jürgen Sorges, Tenute Gregu

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