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Wo Mohn Genuss und Schönheit vereint

Im Gourmet-Restaurant Mohn zeigt sich, dass Nachhaltigkeit und Genuss sich einander nicht ausschließen. Inmitten der idyllischen Natur des niedersächsischen Umlands erwartet die Gäste in einem Ambiente, das durch natürliche Materialien, gedeckte Farben und atmosphärisches Licht geprägt ist, ein besonderes Gourmeterlebnis.

Küchenchef Joris Hogervorst überzeugt mit einer beeindruckenden Kombination aus überwiegend regionalen Zutaten. Im Restaurant Mohn wird nicht nur gekocht, sondern es werden Kunstwerke auf den Teller gebracht. Der Name „Mohn“ steht als Symbol für eine Kindheitserinnerung, Heimat, eine leuchtend zarte Blüte, aber auch für die feine Balance zwischen natürlichen Aromen, ästhetischer Schönheit und kulinarischer Raffinesse.

Laura Überschär und Joris Hogervorst. Foto: Carola Faber
Laura Überschär und Joris Hogervorst. Foto: Carola Faber

Die Menüauswahl ist saisonal geprägt und bietet stets neue, überraschende Kreationen, die den Gaumen verwöhnen und die Sinne betören. Der Küchenchef und sein Team verstehen es meisterhaft, mit Texturen, Aromen und Farben zu spielen, sodass jeder Gang ein kleines Fest für sich bildet.

Junges Fine Dining Restaurant

Gäste haben die Wahl zwischen einem rein vegetarischen Menü sowie einer Variante, bei der auch Fisch und Fleisch zum Einsatz kommen. Dabei soll das Potential von saisonalen und regionalen Zutaten hervorgehoben werden. Gemüse spielt in beiden Menüs eine zentrale Rolle.

Holz, beruhigende Farben und gedämmtes Licht sorgen für eine entspannte Atmosphäre im Restaurant. Foto: Carola Faber
Holz, beruhigende Farben und gedämmtes Licht sorgen für eine entspannte Atmosphäre im Restaurant. Foto: Carola Faber

Zur Einstimmung werden zu einem fruchtigen Goldmuskateller-Sekt brut vom Weingut Scherr gleich mehrere Amuse Bouches gereicht. Unterstützt von der Feinfruchtigkeit des Schaumweins begeistern schon die Miniaturen durch Vielfalt, spannungsreiche Texturen und Temperaturen. Die kulinarische Entdeckungsreise beginnt mit Langos, gefüllt mit einer Hefecreme, verfeinert mit einem aromatischen Käsetopping und einer zarten Bärlauchkaper. 

Es folgt eine zarte Tartelette mit Schalottenmarmelade und knusprigen Schalottenringen. Der Genuss wird durch eine Creme aus Sonnenblumenkernen und Pastinake, kombiniert mit Quittenkompott und Topinambur-Chips, fortgeführt. Selbstgebackenes Sauerteigbrot mit Mohnsamen, Tomaten-Baharat-Butter und Bärlauchcreme rundet das Erlebnis ab. Zum Abschluss gibt es einen einzigartigen Pilz-Brotpudding mit Steinpilzpuder, Pilzcreme und Champignon.

Blaue Garnele im Kataifi-Teigmantel. Foto: Carola Faber
Blaue Garnele im Kataifi-Teigmantel. Foto: Carola Faber

Blaue Garnele lautet der Titel für den ersten Gang des Menüs. Die Garnele, umhüllt von einem knusprigen Kataifi-Teigmantel, stammt aus der nachhaltigen Zucht Aquapurna in Bokeloh. Sie wird von fein eingelegten Kohlrabi-Scheiben begleitet. Das Relish aus Rettich, Kohlrabi, Gurke und Gewürzgurke mit gerösteter Peperoni sorgt für eine erfrischende Würze, die perfekt mit der Buttermilch-Dill-Sauce harmoniert. Dazu wird ein 2023 Sauvignon Blanc vom Weingut Sauer serviert. Seine frischen, krautigen Aromen ergänzen ideal die grünen Noten vom Relish und verschmelzen mit der cremigen Sauce.

Lachsforelle, zart gebeizt und in Nussbutter angebraten, wird auf einem Bett aus sauerkrautiger Kartoffelcreme serviert. Die Nussbutter mit ihrem röstigen, nussigen Geschmack harmoniert wunderbar mit der Sauce aus gerösteter Molke. Ein 2024 Scheurebe-Weißwein vom Weingut Scherr rundet das Gericht ab. Mit seiner blumigen Fruchtigkeit und eleganten Frische balanciert er die kräftigen Aromen von Fisch und Sauerkraut aus und sorgt für ein unvergessliches Geschmackserlebnis.

Lachsforelle auf sauerkrautiger Kartoffelcreme. Foto: Carola Faber
Lachsforelle auf sauerkrautiger Kartoffelcreme. Foto: Carola Faber

Herz der Speise

Zart geschmorte Kalbsbäckchen, angebraten und mit Madeira-Kalbsfond veredelt, bilden das Herz dieses Gerichts. Die Paprika-Hollandaise aus Nussbutter und die gerösteten Paprika und Kartoffeln ergänzen die Bäckchen perfekt. Eine besondere Note verleihen geröstete Hefekrümel. Passend dazu wird ein Rosé aus Pinot Noir vom Maison Jülg gereicht. Erdige und fruchtige Aromen harmonieren wunderbar mit den kräftigen Kalbsbäckchen und der Paprika, während der sanfte Schmelz der Hollandaise den Wein abrundet.

Das äußerst zart gelungene Gericht mit der Freilandente wird von Rotkohl, Roter Bete und frischem Læsø-Salat begleitet. Ein besonders feiner Genuss, der durch einen 2021er Plénitude von Domaine Les Hautes Briguières komplettiert wird. Der Wein verführt mit Aromen von reifen Pflaumen und Brombeeren und füllt den Gaumen mit samtiger Frucht sowie würziger Tiefe – eine exquisite Begleitung zur Ente.

Freilandente wird von Rotkohl, Roter Bete und frischem Læsø-Salat begleitet. Foto: Carola Faber
Freilandente wird von Rotkohl, Roter Bete und frischem Læsø-Salat begleitet. Foto: Carola Faber

Nach dem genussvollen Käseteller inklusive einer 2023 Riesling Spätlese Gleisweiler von Theo Minges – ebenfalls eine ausgezeichnete Zusammenstellung durch Käse- und Weinsommelière Laura Überschär. Die süße Variante im Menü besteht aus einem raffiniert zubereiteten Croissant-Eis. 

„Dafür werden Croissants geröstet und anschließend in Milch und Sahne eingelegt. Aus der Milch wird Eis hergestellt“, lautet die Erklärung. Das cremige Eis harmoniert perfekt mit gesalzenem Karamell aus Topinambur, Aprikosenkompott aus Aprikosencoulis, getrockneten Aprikosen und karamellisierten Pekannüssen. Ein Hauch von Quinoa rundet das Dessert ab. Ein 2024 Riesling vom Letten vom Weingut Scherr bringt mit seiner tropischen Fruchtigkeit und lebendigen Säure die Aromen des Desserts zum Strahlen, verstärkt die Salzigkeit des Karamells und sorgt für einen perfekten, harmonischen Abschluss.

Dessert Croissant-Eis. Foto: Carola Faber
Dessert Croissant-Eis. Foto: Carola Faber

Informationen:

www.restaurantmohn.de

Fotos: Carola Faber

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