Das Resultat dieser unermüdlichen wissenschaftlichen Tätigkeit entspricht dem, was die Winzerfamilie Castiglioni, heute unter der Leitung von Mita Castiglioni und ihrer Kinder Andrea und Selene, voller Stolz einerseits als „Genius Loci” der jeweiligen Parzelle und des Terroirs bezeichnet. Andererseits zeigt aber auch die nicht nur hohe, sondern höchste Bewertung insbesondere der drei Gran Selezione-Weine durch die internationale Weinkritik (bis 99 Punkte!), dass das Ergebnis dieses langen, mit Weitsicht begangenen Weges auch von den Weinenthusiasten aus aller Welt vollauf geteilt wird.
Greve, Radda, Lamole – drei Ikonen
Die Marktpräsentation dieser drei neuen grandiosen Gran Selezione-Weine des Chianti-Classico-Weingutes Querciabella aus dem Jahrgang 2021 erfolgte im April 2026. Und mit dem Querciabella DOCG Chianti Classico Gran Selezione 2021 „Greve”, dem Querciabella DOCG Chianti Classico Gran Selezione 2021 “Radda” sowie dem Querciabella DOCG Chianti Classico Gran Selezione 2021 „Sa-La” aus dem hochgelegenen Gebiet Lamole, sämtlich in nur kleiner Stückzahl von ca. 2600 0,75-l- und wenigen Magnum-Flaschen aufgelegt, hat Querciabella nun drei Weine im Portfolio, die mit ihrer je eigenen einzigartigen Persönlichkeit überzeugen und noch dazu aus drei geradezu ikonischen Zonen des Chianti Classico-Gebietes stammen.
Pepitos Traum…
Alles begann 1974, als der Industrielle, Weinliebhaber und Sammler Giuseppe Pepito Castiglioni ein kleines Stückchen Land in Ruffoli oberhalb von Greve in Chianti erwarb. Seine Vision und Ambition: Weine zu produzieren, die Grenzen transzendieren, Weine, die auch die Schönheit der Toskana in sich tragen. Mit Querciabella gelang ihm dies: Seither steht der Name durchgängig für den Ausdruck von Eleganz, Harmonie und önologische Exzellenz. Bis zum Jahr 2000 machte Pepito Castiglioni Querciabella in den Hügeln des Chianti, zwischen Greve in Chianti (Ruffoli), Lamole und Radda in Chianti zu einem der führenden, weit in die Zukunft denkenden Weinbetriebe in Italien.
Dazu gehörten auch die umwälzenden Einführungen des „Camartina” und vor allem des „Batàr”, der zum höchstgelobten Weißwein der Toskana aufstieg. Hinzu kamen der Ankauf neuer Weinberge, Expansion und Innovation. Dazu gehörte auch die Ausweitung des Weinbaugebiets auf die Maremma. Zur Jahrtausendwende übernahm Sohn Sebastiano Cossia Castiglioni die Führung des Weingutes. Dazu zählte vor allem auch der neue Fokus auf den Tierschutz und Umweltfragen. Ab 2007 startete dann auch die wissenschaftliche Begleitung zum Wandel des Gutes hin zu einem der führenden nachhaltigen Weinbaubetriebe des Landes. Sebastianos Credo: Die Zukunft des Chianti Classico würde von der Fähigkeit abhängen, die einzigartige Identität jedes einzelnen Rebgartens zu erkennen. Daraus entstand ein Prozess aus Beobachtungen, Mikro-Vinifikationen und Verkostungen bis hin zum heutigen 2021er Jahrgang.
Neuer Pioniergeist an der „schönen Eiche”
Heute, zur fünfzigsten Ernte, führt Pepitos älteste Tochter Mita mit ihren Kindern Querciabella dank neuer Perspektiven, Pioniergeist und frischer Energie zu neuen Erfolgen. Im Zentrum steht nun der Sangiovese, dessen Authentizität global gefeiert wird. Dies basiert vor allem auf der Palette von Böden, Höhenlagen, Ausrichtungen und Mikroklimata, die das Entstehen vor allem der Gran Selezione-Weine begünstigen. Mit dem Jahrgang 2021 hat Querciabella (“schöne Eiche”) nun eine neue Vollendung erreicht: drei Ausdrucksformen des langjährigen Dialogs zwischen Querciabella und dem jeweiligen Genius Loci des Parzellenortes.
Drei elegante Musketiere
Signature Wine und erste Gran Selezione ist natürlich der Querciabella DOCG Chianti Classico 2021 Gran Selezione „Greve”, ein tiefgründiger und ausgewogener Sangiovese, dessen Trauben in den Weinbergen von Ruffoli auf Böden aus Galestro, Sandstein und Lehm wachsen. Er reifte neun Monate in Tonneaux, zwölf Monate im Fass (25 bis 30 Hektoliter!) und dann 30 Monate in der Flasche. Der reine Sangiovese erhielt von James Suckling 97 Punkte, Daniele Cernilli (DoctorWine) war der 2020er Jahrgang sogar 98 und der 2019er gar 99 Punkte wert. Er passt perfekt zu Spanferkel und Steaks, aber auch zu Ente mit Orange, Austernpilzen oder reifem Pecorino aus Pienza. Die Trauben des Querciabella DOCG Chianto Classico Gran Selezione „Radda” gedeihen auf den 2007 erworbenen Weinbergen Bagnaccio, Oasi, and Rialdoli, zwischen 400 und 450 Metern über dem Meeresspiegel und mit reichen Galestro-Böden gesegnet, wo kühles Klima und langsame Reifung einen spannungsreichen, dunklen und strukturierten Wein hervorbringen.
Er überzeugt durch seine dunkle Farbe, Aromen von Kirsche und Veilchen und passt perfekt zu Wildschweinragout, Rinderfilet oder Taube. James Suckling gab 97, Antonio Galloni (Vinois) 98 Punkte! Schließlich repräsentiert der Querciabella DOCG Chianti Classico Gran Selezione „Sa-La” – eine Abkürzung für Sangiovese-Lamole –, die typischen Lamole-Terrassierungen bis zu 600 Metern Höhenlage auf sandigen Böden aus Macigno del Chianti. Er stellt die lebendigste und blumigste Version der Sangiovese von Querciabella dar und passt perfekt zu Pilz-Risotto, Wachtel oder Kaninchen. Auch hier gab James Suckling 97 Punkte, Antonio Galloni (Vinous) immerhin ein „94+”.
Weitere Schätze
Neben den drei Gran Selezione-Weinen präsentiert Querciabella auf den heute 94 Hektar Rebfläche auch eine Kollektion von Weinen, die zugleich historisch verwurzelt und zukunftsorientiert sind: Ganz oben steht natürlich der ikonische Batàr, ein Blend aus Pinot Bianco und Chardonnay. Der seit 1981 produzierte Supertoskaner „Camartina“ vereint Cabernet Sauvignon und Sangiovese. Querciabellas „Palafreno“ ist ein monumentaler Merlot. Und natürlich sind auch der Querciabella Chianti Classico DOCG sowie der Chianti Classico Riserva DOCG außergewöhnlich und großartig.
Informationen:
Azienda Agricola Querciabella www.querciabella.com
Fotos: Querciabella

