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Ornellaia: Grandioser Genuss dank eines „Zweitweins“

Direkt nach Sylt stand für das Export-Team von Ornellaia die deutsche Bundeshauptstadt auf dem Programm der Vorstellungstour des Le Serre Nuove. Dabei ist er ja „nur“ ein „Zweitwein“, sozusagen der kleine Bruder des großen Ornellaia, dessen Jahrgangsweine meist bei Preisen von 230 Euro aufwärts pro 0,75-l-Flache starten. Es gibt sogar noch einen dritten Ornellaia-Wein für Einsteiger in die Welt der überaus großen ständig wachsenden Fangemeinde dieses Wunderweins und „Supertoskaners“: „Le Volte“!
Ernte bei Ornellaia. Foto: Ornellaia
Ernte bei Ornellaia. Foto: Ornellaia

Aber mit dem Le Serre Nuove dell`Ornellaia hat das berühmte Weingut im Besitz der seit Jahrhunderten Weine auf höchsten Niveau produzierenden Marchesi Frescobaldi eben auch einen Wein, der in der „mittleren“ Preisklasse, hier knapp unter bzw. um die 60 € pro 0,75-l-Flasche auch weniger betuchte Wein-Enthusiasten aufs Tiefste beeindruckt und eben zu „Tifosi“ von Ornellaia werden lässt! 250.000 Flaschen des Serre Nuove dell`Ornellaia werden jährlich abgefüllt, vom großen Bruder „Ornellaia“ sind es 150.000, und vom weiteren exquisiten Aushängeschild, dem schon 2019 auf Auktionen für bis zu 1000 Euro pro 0,75-Flasche gehandelten „Masseto“, gerade 30.000!

Der Le Serre Nuove dell`Ornellaia ein Bolgheri DOC Rosso, der dem toskanischen Weinmekka Bolgheri wie auch dem Nachbarort Castagneto Carducci allerhöchste Ehre bereitet. Und natürlich wird der Serre Nuove mit der gleichen Präzision hergestellt wie das Schlachtschiff „Ornellaia“: Auf den 90 Parzellen des Gutes werden die Trauben Parazelle für Parzelle handverlesen, manuell sortiert und in 15-Kilogramm-Kisten verpackt, schließlich sogar doppelt selektiert. Denn zur manuellen Sortierung kommt seit 2016 auch noch die optische hinzu. Die Gärung erfolgt dann teils in Edelstahl, teils in Zement, ehe die Weine für 15 Monate in Barriques (25 % neue, 75 % Zweitbelegung) abgefüllt werden.

Das Weingut „Ornellaia" in der Toskana. Foto: Ornellaia
Das Weingut „Ornellaia" in der Toskana. Foto: Ornellaia

Nach zwölf Monaten erfolgt dann die Assemblage der Rebsorten ehe alles wieder in die Barriques wandert: Für den 2021er Serre Nuove wählte Ornellaia einen einzigartigen Blend aus Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Petiti Verdot. Nach den drei restlichen Monaten in den Barriques reift der neue Wein noch weitere sechs Monate auf der Flasche, ehe die Marktreife erzielt ist. Robert Parker war er stante pedes 93 Punkte wert. Es ist eben ein äußerst zufriedenstellender Jahrgang mit guter bis sehr guter Tannin-Qualität.

Der Wein brilliert im Glas mit seiner rubinroten Farbe und violetten Reflexen, imponiert mit Noten von rotem Pfeffer, Zypresse und Düften der Macchia und ist vor allem Zweierlei: höchst elegant und außerdem wunderbar trinkbar. Wohl dem also, der gleich eine zweite Flasche von Le Serre Nuove dell`Ornellaia parat hat. In jedem Fall passt er hervorragend etwa zu Tatar oder zu sanften wie durchaus auch scharfen Pasta-Gerichten. Auch zum gereichten Lamm entwickelt der Le Serre Nuove dell`Ornellaia 2021 mit seinen 14,5 % Alkoholgehalt seine Stärke. Allerdings kommen ihm hier noch seine älteren Pendants der Jahrgänge 2020 und noch besser 2019 zuvor.

Der 2020er wird dank seiner großzügigen Aromen aktuell mit bis zu 94 Punkten bewertet. Der weiche, vollmundige 2019er Blend, in einem äußerst wechselhaften Jahr entstanden, bringt es sogar bis auf 95 Punkte.


Informationen:

www.ornellaia.com/de/

Fotos: Ornellaia

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