Möglich wurde dieser kulinarische Triumph Yannick Noacks auch durch die Vision von Frank Gotthardt, Unternehmer aus der IT- und eHealth-Branche. Mit Leidenschaft, Weitsicht und einem Faible für außergewöhnliche Architektur hat er das FÄHRHAUS in den vergangenen Jahren zu einem Ort gemacht, an dem Luxus, Design und Gastlichkeit zu einer Einheit verschmelzen. Yannick Noack hatte schon als Kind große Ziele – und diese sind nun Wirklichkeit geworden.
Seit Dezember 2024 lädt Noack seine Gäste in ein Ambiente ein, das zugleich offen, modern und wohltuend unprätentiös wirkt. In der Mitte: eine offene Küche, in der der Sternekoch und sein Team jedes Gericht live vollenden – ein Erlebnis, das Nähe schafft und die Leidenschaft für das Handwerk spürbar macht. Auf der Karte stehen elf Kompositionen, frei wählbar, präzise gearbeitet und voller kreativer Spannung. „Alles auf dem Teller muss einen Sinn ergeben und was keinen Sinn ergibt, gehört dort nicht hin“, so Yannick Noack. Seine Küche ist eine Melange aus Avantgarde und Achtsamkeit, aus regionalen Produkten, internationalen Einflüssen und einer klaren Handschrift. Jeder Teller erzählt eine Geschichte – fein, fokussiert und bis ins Detail durchdacht.
Leidenschaft, Kreativität und Präzision
Große Panoramafenster öffnen den Blick auf die Mosel, während am Chef’s Table Gäste den Zauber des Kochens aus nächster Nähe erleben. Die Verbindung aus handwerklicher Präzision, avantgardistischer Küche und außergewöhnlichem Ambiente macht das Restaurant zu einem herausragenden Aushängeschild des FÄHRHAUS Koblenz.
Feine Balance, klare Aromen und handwerkliche Präzision: Die Tartelette Pimientos de Padrón sowie unter anderem japanischer Eierstich, grüne Paprika, Tatar vom roten Riesengambero und Gelee vom Pimentos de Padrón – eine Auswahl der vielen Apéros – ergeben eine spannungsreiche Ouvertüre. Sie vereint das Spiel aus Textur und Geschmack, Zartheit und zugleich Charakterstärke. Es folgen frisch gebackene Brotspezialitäten wie Sauerteigbrot, das mit seiner rustikalen Kruste und mild-säuerlichen Note einen harmonischen Kontrast setzt. Vollendet wird das Erlebnis durch den Riesling-Sekt „FÄHRHAUS“ Edition Brut vom Weingut Wegeler – einem Tropfen mit feiner Perlage, lebendiger Frische und eleganter Mineralität, der die kulinarische Handschrift perfekt unterstreicht und die Region in jedem Schluck spürbar macht.
Liebestöckel trifft auf Stachelbeere
Die Holzmakrele stellt ein Gericht voller Finesse und Kontraste dar. Sie präsentiert sich aromatisch und klar, begleitet von Linsen, Liebstöckel und der feinen Säure der Stachelbeere. Zusammen entsteht ein Spannungsfeld zwischen erdiger Tiefe, frischer Kräuterwürze und fruchtiger Leichtigkeit. Dazu harmoniert der 2023 Petite Arvine Valais von J. R. Germanier aus dem Wallis – ein Wein von bemerkenswerter Eleganz, mineralisch, lebendig und mit präziser Frucht, der die Vielschichtigkeit des Gerichts gekonnt aufgreift.
Den Bohneneintopf hat Yannick Noack einen Klassiker ganz neu gedacht. Die überzeugende Speise zeigt sich hier in eleganter Raffinesse – komponiert aus fünf Bohnensorten, feiner Aprikose und einer samtigen gerösteten Hühnercreme. Das zarte Sot-l’y-laisse verbindet sich mit der nussigen Note von Hatomugi zu einem vielschichtigen Geschmackserlebnis. Auch zu diesem Gang zeigt Sommelier Tobias Gläser wieder sein gutes Gespür für eine harmonische Weinbegleitung. Der 2023 Weißburgunder trocken vom Weingut Prinz Salm begleitet das Gericht mit seiner klaren Struktur, feiner Frucht und einem Hauch Mineralität – harmonisch, lebendig und voller Charakter.
Frische und Leichtigkeit
Zartes Limousin-Lamm, auf den Punkt gebraten und von einem intensiven Jus umhüllt, entfaltet seinen vollen Charakter in Begleitung feiner Zucchini, gerösteter Sonnenblumenkerne und einer subtilen Wasabi-Note. Delikate Salatminiaturen bringen Frische und Leichtigkeit ins Spiel. Perfekt ergänzt wird das Gericht wahlweise vom 2019 Châteauneuf-du-Pape Rouge der Domaine E. Guigal, kraftvoll und würzig, oder von der 2018er Cuvée-Imperial-Weiß vom Weingut Schloss Halbturn, elegant und fein balanciert.
Ein feiner Zwischengang, der Leichtigkeit und Tiefe vereint: Ein Törtchen aus asiatischer Vanille trifft auf die fruchtige Süße der Mirabelle in drei Variationen, begleitet von karamellisiertem Buchweizen, der mit seinem nussigen Crunch einen spannenden Kontrast schafft.
Charakter und Tiefe
Bei dem Dessert mit Charakter und Tiefe entfaltet die edle Piura Porcelana 75 % ihre feinen Kakaonoten in einem Spiel mit süßem Zuckermais, aromatischer Banane und duftigem Zitronenthymian. Maissalat und geräucherter Mais verleihen dem Gericht eine subtile Rauchigkeit und elegante Würze. Dazu rundet der 2002 Pinot Gris Vendange Tardive „Clos Windsbuhl“ das Erlebnis ab – ein Wein von bemerkenswerter Reife, der mit honiggelber Fülle und präziser Frische harmonisch mit der Schokolade verschmilzt.
Michelle Janßen, eine kreative Patissière, begeistert mit den liebevoll gestalteten Petit Fours rund um das Thema Wein – von der Herstellung bis zum Getränk. Jeder kleine Bissen erzählt von Handwerk, Geschmack und Freude am Genuss.
Informationen:
www.faehr.haus/restaurant-bar/restaurant-gotthardts
Fotos: Carola Faber








