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Elite-Hotellerie am Potsdamer Platz

2025 verzeichnete Berlin rund 12,4 Millionen Gäste und etwa 29,4 Millionen Übernachtungen, statistisch nur ein kleines Minus gegenüber dem Jahr 2024 (30,6 Millionen). Dieser leichte Rückgang ist laut Visit Berlin auf makroökonomische Faktoren und eine verlangsamte internationale Nachfrage zurückzuführen. Große Leitmessen wie die Internationale Tourismus-Börse Berlin (ITB), die Internationale Luftfahrtausstellung (ILA) und die Verkehrstechnikmesse Innotrans werden vermeintlich 2026 für einen Anstieg der Besucherströme sorgen. Für die Ausrichtung Berlins, um sich langfristig unter die Top-5-Städte Europas im City-Tourismus zu etablieren, wichtige Bausteine. 

Diesjährig hat allerdings jüngst der Iran Konflikt zahlreiches Fachpublikum vom Besuch der ITB-Messe ferngehalten. Ein leichter Dämpfer für die Hotellerie bereits zu Beginn des Reisejahres 2026.  

Berlin: Brandenburger Tor. Foto: Marriott International
Berlin: Brandenburger Tor. Foto: Marriott International

Angebot, Nachfrage und Trends

Berlin verfügt über gut 700 Hotellerie-Betriebe, die bereits 2025 die überwiegende Zahl der registrierten Übernachtungen abdecken konnten. Doch veränderte politische Prozesse erfordern nicht nur ein Umdenken der Tourismusbranche im Bereich Transport und Verkehr, vielmehr muss auch die Hotellerie sich den Problemen stellen und adäquate Transformationen anschieben. Neubauprojekte und Erweiterungen scheinen fast unabdingbar, um sich auch in den kommenden Jahren als attraktiver Standort weiter zu etablieren. 

Doch was entscheidet eigentlich über die magnetische Wirkung einer Stadt? Welche Prozesse sind in der Hotellerie notwendig, um weiterhin nicht nur zu bestehen, sondern sich auch für die Zukunft auszurichten? Sicherlich steht an oberster Stelle der Überlegungen ein entscheidender Prozess: Die Steigerung von Qualität vor Quantität. Ebenso werden optimierte Zimmer- und Servicekonzepte, Investitionen in hochwertige F&B-Prozesse und eine zielgerichtete Anpassung der Meeting-Infrastruktur auch zukünftig für die Präsenz nationaler und internationaler Gäste entscheidend sein.

Das Berlin Marriott Hotel am Potsdamer Platz. Foto: Marriott International
Das Berlin Marriott Hotel am Potsdamer Platz. Foto: Marriott International

Berlin Marriott Hotel am Potsdamer Platz

Im Herzen Berlins, unweit von Kultur- und Businesszentren, hat das Stadthotel Berlin Marriott den oben angesprochenen Qualitätsgedanken durch eine umfassende Renovierung im Jahr 2025/26 bereits abgeschlossen und sich für die Zukunft positioniert. 379 Zimmer und Suiten, moderne Tagungsflächen und ein breites kulinarisches Angebot locken nunmehr Gäste in das Zentrum der Metropole am Potsdamer Platz. 

2025 wurde das Erdgeschoss mit Lobbybereich, Bar-Lounge und Restaurant neu gestaltet und mit dem „Chronobar“-Konzept versehen – einem Treffpunkt, der die Gäste des Hotels an einem Punkt versammelt und fern der urbanen Dynamik Berlins ein entspanntes Ambiente bietet. Der General Manager des Berlin Marriott Hotel, Hansjörg Schneider, erklärt das Konzept der Bar wie folgt: „Zeit ist das verbindende Element unserer neuen Chronobar. Wir wollten einen Ort schaffen, der sich dem Rhythmus der Menschen anpasst – nicht umgekehrt. Ein Ort, an dem Berlinerinnen, Berliner und Gäste gleichermaßen ankommen, bleiben oder weiterziehen können.“

Die Chronobar: zentraler Punkt des Hotels. Foto: Marriott International
Die Chronobar: zentraler Punkt des Hotels. Foto: Marriott International

Bereits 2020 wurden die Tagungsräume, Zimmer und Suiten des Hotels renoviert. Entstanden sind Räumlichkeiten die einen gekonnten Stil-Mix aus Bauhaus, Art déco und neuzeitlichem Design vereinen. Der Veranstaltungsbereich bietet auf großzügigen 1600 Quadratmetern genügend Platz für Events und Tagungen, die hoteleigene Tiefgarage ergänzt gerade diesbezüglich das Angebot optimal. 

Aber auch kulinarisch hat sich das Hotel mehr als gut positioniert. Mit dem The Big Dog ist ein kreativer Snack-Point entstanden, der mit Hotdogs und Fries den schnellen Hunger Geschichte sein lässt. Faustpfand der Kulinarik ist allerdings das Midtown Grill Restaurant.     

Im Midtown Grill. Foto: Marriott International
Im Midtown Grill. Foto: Marriott International

Gäste werden hier kulinarisch bestens versorgt, Spezialitäten wie Maishähnchenbrust, Lachssteak Duroc Schwein und eine mehr als ausreichende Steak-Karte lassen kaum Wünsche offen. Bemerkenswert ist die Auswahlmöglichkeit bezüglich der „Classic Cuts“: Wagyu aus Chile, Black Angus aus den USA und Uruguay sowie Schwarzbunte aus Norddeutschland offerieren Fleisch von den unterschiedlichsten Orten.  

Dank seiner hervorragenden Verkehrsanbindung, der Nähe zu Sehenswürdigkeiten und umfangreicher Serviceangebote positioniert sich das Marriott als Leuchtturm der gehobenen Hotellerie in Berlin – ein wichtiger Faktor, um auch internationale Besucherzahlen in den kommenden Jahren wieder zu steigern.

Fleischteller im Midtown Grill. Foto: Marriott International
Fleischteller im Midtown Grill. Foto: Marriott International

Zwischenbilanz und Ausblick

Das Jahr 2026 wird für Berlin im Tourismussektor von Stabilisierung und gezielter Weiterentwicklung geprägt sein. Und natürlich spielt der Hotelsektor dabei eine Schlüsselrolle: Investitionen in Qualität, Erschließung neuer Segmente (zum Beispiel MICE-Tourismus) und internationale Kooperationen sollen dazu beitragen, das touristische Potenzial der Stadt nicht nur besser auszuschöpfen, sondern gezielt zu erweitern.

Sollte es Berlin gelingen, die Zahlen von 2019 kurz- oder mittelfristig wieder zu erreichen oder gar zu übertreffen, wäre dies ein Beleg dafür, dass die Hauptstadt sowohl wirtschaftlich als auch kulturell wieder zu einer der attraktivsten Destinationen Europas avanciert und für die Zukunft gewappnet ist!


Informationen:

Hotel: www.marriott.com/de/hotels/bermc-berlin-marriott-hotel/overview

Midtown Grill: www.midtown-grill.de

The Big Dog: www.thebigdog.de

Fotos: Marriott International 

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