Foodie

Jubiläum bei Cavazza

Schon seit 1986 exportiert Cavazza ins Ausland – zuerst nach Deutschland, dann in die Niederlande und nach England. Heute sind die guten Tropfen von Cavazza längst auch in Taiwan, Japan und den USA zu haben. Das sind nun bald 40 Jahre – auch eine kleine Ewigkeit! Dabei hatte die Familie aus Montebello Vicentino in Venetien damals noch nicht einmal das Tenuta „Cicogna“ in den Colli Berici erworben. Das Anwesen, einst benannt nach einer Adelsfamilie aus Venedig, die hier wie viele Vermögende aus der Lagunenstadt einst auf ihrem Landsitz die Wintermonate verbrachte, um Kälte und Feuchtigkeit zu entfliehen, ging erst 1987 in Cavazza-Besitz über. Mit der Tenuta Cicogna indes kam auch die Rotweinherstellung ins Haus. Denn zuvor hatte sich Cavazza in DOC-Region Gambellara ausschließlich mit Weißweinen beschäftigt. 

Start mit dem Bocara

Ältester Weißwein ist daher der Bocara Gambellara DOC Classico vom allerersten gleichnamigen Weinberg der Familie, der vulkanischen Untergrund besitzt. Der Jahrgang 2024 entstand ausschließlich im Edelstahltank, um Frische, Reinheit und Mineralität zu bewahren. Strohgelb und mit floralen Noten ausgestattet, ist er perfekt zu leichten Vorspeisen, Gemüse-Risotto oder Fisch. Ein weiterer Sommerwein aus dem Haus Cavazza ist der Lessini Durello Brut Millesimato 2024, ein spritziger, frischer, unwiderstehlicher Schaumwein mit Zitzrusnoten und feiner Perlage, der gleich Lust auf mehr macht. Er ist ideal zu Sushi oder lokalen und regionalen Spezialitäten aus den Zonen Asiago, Monte Veronese. 

Das Weingut Cavazza. Foto: Cavazza
Das Weingut Cavazza. Foto: Cavazza

Aber natürlich hat Cavazza auch Prosecco im Angebot. Wer im Sommer auf Rotwein nicht verzichten möchte, der kann dank der Tenuta Cicogna heute auf den rubinroten Corallo Tai Rosso Colli Berici DOC zurückgreifen, der sechs Monate in französischen Eichenfässern der dritten Passage und weitere sechs Monate in der Flasche reifte. Leicht gekühlt serviert, zeichnet sich dieser rubinrote Wein durch zarte Himbeeraromen aus und passt perfekt als Sundowner, aber auch etwa zu Kaninchen venezianische Art mit Kräutern und in Weißweinsauce (Corniglio alla Veneta) oder zu Stockfisch, gegart in Milch und Zwiebeln (Baccala alla Vicentina). 

Wahlweise geht auch der Fornetto Rosso Colli Berici DOC, ein Blend aus Merlot und Syrah, der sechs Monate in französischen 228-Liter-Eichenfässern der dritten Passage und weitere sechs Monate in der Flasche reifte. Benannt ist er nach der Straße entlang der Weinberge.

Hygge im Herbst mal mit einem Weißen

Traditionell gilt der Herbst als Hochsaison für Rotweine. Doch ein Weißer von Cavazza kann da durchaus mithalten und gilt sogar in manchen Weinkreisen als „hygge“. Es ist der Creari Gambellara Classico DOC, den Cavazza auf einzigartigem Terroir kreiert. Dank Zonierungsstudien Anfang der 2000er ist das zu 96 Prozent vulkanische Gambellara-Gebiet komplett untersucht. Eine kleine Kalkinsel aber blieb. Und so konnte ebendiese geologische Kuriosität perfekt für die klassische Garganega-Traube ausgewählt werden. 

„Für uns ist Creari die perfekte Synthese aus Erinnerung und Einzigartigkeit,“ so Elisa Cavazza. „Ein Wein, der in einem außergewöhnlichen Teil unserer Herkunft entsteht und sich dank seiner Struktur und seines Alterungspotenzials zu einem gastronomischen Weißwein entwickelt – ideal, um die authentischen Momente des Herbstes zu belgeiten.“ Nur 5000 Flachen werden von Creari erzeugt, der sechs Monate in Edelstahl reifte.. Er besticht durch seine goldgelbe Farbe, Noten von gelben Früchten sowie Gewürzen wie Safran. Ebenfalls zu empfehlen ist ein reiner Garganega des Hauses, der Capitel Recioto di Gambellara DOCG Classico mit Noten von Karamell und Aprikose. Er ist nach einem Votivkapitell an einem Weingarten der Cavazza benannt.

Verschiedene Weine von Cavazza. Foto: Cavazza
Verschiedene Weine von Cavazza. Foto: Cavazza

Durch die Bank befinden sich auch die Premiumweine von Cavazza im bezahlbaren Bereich und bieten ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Cicogna-Weine erhalten durchweg 90 bis 92 Punkte, wobei zuletzt jährlich eine weiter positive Qualitätssteigerung zu entdecken war. Für streben nach höchster Qualität steht zum Beispiel der San Martino Cicogna, ein Rosso Passito Veneto IGT und reiner Merlot, der 18 Monate in französischer Eiche ruhte, ehe weitere zwölf Monate Reifung in der Flasche folgten. 

Die besten Bewertungen erzielt der Cabernet Cicogna Colli Berici DOC, ein reiner Cabernet Sauvignon, der zwölf Monate in Barriques und sechs Monate in Zement reifte. Er ist perfekt zu Weichkäse, aber auch Braten und Wild. Großartig ist auch der reine Syrah Cicogna Veneto IGT (zwölf Monate in Barriques, sechs in Zement).Und schließlich überzeugt der reine Merlot Cicogna (Reifung wie oben) mit intensiv rubin- bis granatroter Farbe und Aromen von Kirsche, Johannisbeere und Brombeere. Es lohnt also, beim Kauf auf den Storch (Cicogna) zu achten!

 

Informationen:

Cavazza Società Semplice Agricola: www.cavazzawine.com/de

Fotos: Cavazza

Teilen: