Was auf dem Papier als „Pension“ firmiert, ist in Wahrheit ein kleines, feines und sehr stilvolles Refugium. Nur zwölf Zimmer, ein See, ein Boot, eine Sauna, ein Weinwohnzimmer, eine Gastgeberin, die jeden beim Vornamen kennt – und ein Lebensgefühl, das zwischen Bohème und mediterraner Bodenständigkeit schwebt.
Ein Haus mit Seele, geführt mit Herz
Kat und Jan heißen die Gastgeber, die diese Vision Wirklichkeit werden ließen. Die beiden haben sich in der Leuchtenburg ihren Traum erfüllt. Kat ist hier groß geworden. Ihre Eltern führten früher die Pension, sie kennt jeden Winkel des Hauses und jede Kurve am See. Gemeinsam mit Jan – Partner im Leben und zertifizierter Wim-Hof-Instructor – kaufte sie das historische Gebäude, um es aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Und zwar nicht mit Pomp, sondern mit Gefühl.
„Wir wollten etwas schaffen, das anders ist“, sagt Kat (Katharina Sparer). Und das ist ihnen gelungen. Die Leuchtenburg ist ein Ort ohne Sterneklassifikation, aber mit Sternenhimmel, den man nachts vom hauseigenen Seegrundstück aus bewundern kann. Eine Pension, in der die Minibar durch ein Glas Wein auf der Terrasse ersetzt wird und das Frühstück nicht in Buffetform, sondern als liebevoll gedeckter Tisch mit Blick auf den See serviert wird.
Ein anderer Luxus
Der Leitsatz lautet: „Weniger ist mehr und das Wenige bitte richtig gut.“ Das beginnt beim Design. Für die Neugestaltung holten sich Kat und Jan die renommierte Architektin Christina Biasi von Berg ins Boot. Der Charme vergangener Zeiten blieb in dem mehr als 500 Jahre alten Haus erhalten. Böden und historische Möbel wurden restauriert. In die Jahrhunderte alten Mauern zog modernes, warmes Design ein – in Naturfarben, mit viel Holz, und ganz viel Luft zum Atmen.
Jedes Zimmer trägt den Namen einer umliegenden Weinlage – das passt nicht nur zur Lage inmitten von Reben, sondern auch zur Haltung der Leuchtenburg: regional, geerdet, edel.
Essen wie bei Freunden
Gegessen wird, was da ist – oder besser gesagt: was die Saison, die umliegenden Felder und die Südtiroler Produzenten gerade hergeben. Koch Luca, der zuvor im Panholzer und Seehotel Ambach tätig war, bekommt täglich frische Zutaten geliefert – Überraschung inklusive. Daraus zaubert er ein Abendessen, das nicht nur schmeckt, sondern auch Geschichten erzählt. Menükarte? Gibt’s nicht. Dafür Qualität und Hingabe auf jedem Teller.
Gastgeberin und Sommelière Kat serviert mit Charme und Verve die passenden Weine – oft direkt aus dem Keller kleiner, regionaler Weingüter. Dazu gehört auch eine Auswahl des ausgezeichneten Winzers Jakob Nicolussi-Leck, wenige Meter oberhalb der Leuchtenburg. Wenn es passt, wird aus kleinen Tischen eine große Tafel, an der sich Gäste begegnen, erzählen, anstoßen…
99 Schritte zum eigenen See
Nur ein paar Meter vom Haus entfernt liegt das private Seegrundstück – 400 Quadratmeter exklusiv für die Leuchtenburg-Gäste. Wer hier urlaubt, bekommt beim Check-in seinen eigenen See-Schlüssel. Zwischen Schilf, Steg und Sonnenliegen liegt ein Tag wie gemalt: schwimmen, rudern mit der „Dicken Berta“, dem hauseigenen Boot, lesen in der Sonne, oder in der Seesauna mit Panoramablick entspannen. Dazu ein Gläschen Weißwein aus dem Weinkühlschrank im Spa – ja, auch das geht hier. Einfach rausnehmen, sich’s gemütlich machen, vielleicht im Weinwohnzimmer, wo Sofas, Bücher und Gläser auf entspannte Gäste warten.
Und wer es aktiv liebt, nutzt den Yogaraum oder begibt sich mit Jan in der kühleren Jahreszeit auf eine Kältereise nach der Wim Hof-Methode. Seit 2024 bietet er regelmäßig Eisbade-Workshops an – für alle, die die Magie der Kälte und die Kraft des bewussten Atmens entdecken möchten.
Leichtigkeit statt Etikette
Die Leuchtenburg ist kein Hotel. Sie ist auch keine klassische Pension. Sie ist ein Ort, an dem man richtig ankommt. Ein Zuhause auf Zeit, das gleichzeitig so lässig wie stilvoll, so zurückhaltend wie aufmerksam ist. Es gibt kein steifes Gastgeberlächeln, sondern echte Nähe. Keine Uniformen, sondern persönliche Gespräche. Keine Allüren, sondern genussvolle Einfachheit, die berührt.
Was hier zählt, ist das Gefühl. Morgens barfuß über den Holzboden gehen, das Frühstück mit Blick auf den spiegelglatten See genießen, abends in Decken gehüllt bei einem Glas Lagrein den Sternen zusehen. Einfach nur Genießen!
Ein Stück Heimat
Die Leuchtenburg ist ein Ort, den man nicht sucht – sondern findet. Wer das Außergewöhnliche jenseits von Luxus versteht, wer lieber in kleinen Häusern mit Charakter als in großen Resorts mit Wellnesssuiten wohnt, wird in der Leuchtenburg mehr finden als eine Unterkunft: ein Stück Heimat in der Fremde, ein Seelenort, eine kleine Flucht aus dem Alltag.
Hier lebt der wahre Luxus: Zeit, Ruhe, Schönheit. Und Gastgeber, die einem nicht nur das Zimmer, sondern auch ihr Herz öffnen.
Komfortable Anreise
Mit SkyAlps erreichen Reisende Südtirol in unter zwei Stunden direkt aus Deutschland – ab Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Kassel und Hannover. Ein hochwertiger Bordservice bietet regionale Spezialitäten. Zudem können Passagiere ausgewählte Weine von der monatlich wechselnden Weinkarte probieren. Bis zu sechs Flaschen Südtiroler Wein können kostenlos ab Bozen mitgenommen werden.
Informationen:
Fotos: Carola Faber

