Foodie

Weingenuss zwischen monumentalen Kalksteinkolossen

Diese imposante Kulisse bildet den perfekten Rahmen für das Eintauchen in die Weinwelt Südfrankreichs. Genau zu Füßen dieser beeindruckenden Felsformationen erstrecken sich die sonnenverwöhnten Hügel und welligen Ebenen, deren markantes Bergmassiv nicht nur das Landschaftsbild prägt, sondern auch für ein einzigartiges Mikroklima mit kühlen Nächten sorgt.

Im Rahmen einer Präsentation der geschützten Ursprungsbezeichnung werden spannende Einblicke gegeben. Es sind genau diese klimatischen Besonderheiten und die mineralreichen Ton-Kalk-Böden der Region, die den lokalen Weinen ihren unverwechselbaren Charakter und ihre typische Frische verleihen. 

Handwerkliche Tradition und moderne Kellertechnik

Bei Mas Bruguière wird die Brücke zwischen handwerklicher Tradition und moderner Kellertechnik erlebbar, während die Gäste aus erster Hand Einblicke in die schonende Pressung und die Reifeprozesse erhalten.

Bei der Verkostung offenbart sich schließlich die enorme Bandbreite und die hohe Qualität der teilnehmenden Betriebe. Den eleganten Einstieg machen die Weißweine der AOP Languedoc, darunter der La Rouvière von Château Lancyre, der Pierres d’Argent von Château de Lascaux, der Les Mûriers vom gastgebenden Mas Bruguière sowie der Manon aus dem Hause Clos Marie. 

Xavier Bruguière vom Weingut Mas Bruguière. Foto: Carola Faber
Xavier Bruguière vom Weingut Mas Bruguière. Foto: Carola Faber

Darauf folgt der druckfrische Rosé-Jahrgang 2025, der sich mit Kreationen wie D’Ici on voit la mer von Château Lancyre, Gecko von der Domaine de l’Emme, Eglantine von der Domaine de La Perrière und Carra von Château de Lascaux überaus ausdrucksstark präsentiert. Vervollständigt wird die Rosé-Palette durch den Abracadabra von Chemin des Rêves, den Mescladis der Domaine Clavel sowie La Diablesse von Stélaïa.

Vielschichtige Weine 

Besonders charakterstark zeigt sich die umfangreiche Rotweinkollektion, die mit den eleganten 2022er-Jahrgängen Larmanella von der Bergerie du Capucin, Les Nobles Pierres von Château de Lascaux und der Grande Cuvée von Château Lancyre eröffnet wird. Es folgen die dichten, tiefgründigen 2023er-Weine, vertreten durch den Calcaires von Château de Cazeneuve, den Des Clous der Domaine Clavel, den Casia der Domaine de La Perrière sowie die Grande Cuvée der Domaine de l’Hortus. 

Der Jules von der Domaine Haut-Lirou, Le Coté Obscur von der Domaine Pégaline, Rien ne m’Effraie von La Chouette du Chai und La Grenadière von Mas Bruguière runden diesen Jahrgang eindrucksvoll ab. Wie lebendig und dynamisch sich das Terroir direkt unter den Klippen entwickelt, beweisen schließlich die jungen 2024er-Rotweine: A l’Etat Pur von La Gravette de Corconne, Marie Loisa von Cammaous et Caussarelle, Tour du Roc vom Cellier du Pic und Optimiste von Chemin des Rêves. Gemeinsam mit dem Olivette von Clos Marie, Les Drailles von der Domaine Desvabre, La Ruche von der Domaine Les Grandes Costes sowie den tiefen Gewächsen Les Lembrusques von Mas de Farjou, Chant de l’Aire von Mas Peyrolle, Abuelo von Mas Picas, Loup du Pic von Puech Haut und La Diablesse von Stélaïa wird hier die ganze Vielfalt der Region spürbar.

Rebfläche am Pic Saint-Loup. Foto: Carola Faber
Rebfläche am Pic Saint-Loup. Foto: Carola Faber

Den stimmungsvollen Schlusspunkt bildet ein kulinarischer Abend an der Feuerstelle. Während auf dem Grill regionale Spezialitäten zubereitet werden, bietet sich die Gelegenheit, die verkosteten Weine in neuer Kombination zu erleben und den Austausch mit den Winzern zu vertiefen. So werden Genuss, Geselligkeit und spannende Einblicke in die Welt des Weinbaus auf besondere Weise miteinander verbunden.

Sieben Generationen Leidenschaft

Die Geschichte von Mas Bruguière ist eng mit dem Terroir des Pic Saint-Loup verbunden. Seit mehr als sieben Jahrhunderten bewirtschaftet die Familie Bruguière das Land zwischen den Kalksteinmassiven des Pic Saint-Loup und des Hortus. Die ersten urkundlichen Spuren reichen bis ins Jahr 1259 zurück, als Pierre Bruguière seinen Besitz offiziell registrieren ließ.

Die Entwicklung des heutigen Weinguts begann nach der Französischen Revolution, als Antoine Bruguière Ländereien erwarb und den Grundstein für den Weinbau legte. Trotz schwerer Rückschläge – von der Reblauskrise im 19. Jahrhundert bis zu den Frostschäden von 1956 – blieb die Familie ihrer Heimat und dem Weinbau stets verbunden.

Kulinarischer Abend an der Feuerstelle. Foto: Carola Faber
Kulinarischer Abend an der Feuerstelle. Foto: Carola Faber

Ein neues Kapitel begann 1974 mit Guilhem Bruguière. Er erneuerte die Weinberge, setzte auf traditionelle Rebsorten und führte das Gut in die Unabhängigkeit. Mit seinem ersten eigenen Wein im Jahr 1986 wurde Mas Bruguière zu einem der prägenden Weingüter des Pic Saint-Loup und trug maßgeblich zum wachsenden Renommee der Region bei.

Heute führt Xavier Bruguière die Familientradition in siebter Generation fort. Nach seiner Ausbildung auf dem Château La Liquière kehrte er auf das Weingut zurück und stellte gemeinsam mit seiner Frau Marjorie auf ökologischen Weinbau um. Ihr Anspruch ist es, die Einzigartigkeit dieses Terroirs authentisch zum Ausdruck zu bringen – mit Respekt vor der Natur und einer Leidenschaft, die seit Generationen weitergegeben wird.


Informationen:

www.languedoc-wines.com

Fotos: Carola Faber

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