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TU. REStAURANT in Poznań übertrifft alle Erwartungen

Im Abendlicht leuchten gelbe Ringe rund um den historischen Baumbestand im Vorgartenbereich des TU. REStAURANT, der fast schon einem kleinen Park ähnelt und das sich von rotem Ziegelwerk des sich anschließenden historischen Bauwerks perfekt von der Grunwaldstraße abschirmt. Hier entstand 1890 bis 1892 ein typisch preußischer Kasernenkomplex für das 5. Preußische Eisenbahnbataillon und wurde bis in die 1960er Jahre für militärische Zwecke genutzt. 

Im Restaurant: Industrie-Chic meets Romantik... Foto: TU. REStAURANT
Im Restaurant: Industrie-Chic meets Romantik... Foto: TU. REStAURANT

Einst diente das Gebäude des heutigen TU.REStAURANTs als Multifunktionsraum, mit Küche, Soldatenkantine, Offizierskasino, Regiments-Badehaus und Wohnung für den Versorgungsoffizier. Daraus entwickelte Karol Fiedor ein sensationelles Interieur: Nun ist das gesamte Restaurant ein Mezzanine-Bau mit großer Freitreppe, einer fulminant vom Erdgeschoss über zwei Etagen bis zum Dach aufragenden beleuchteten Wein-Regalwand und einer separaten Cocktail- und Weinbar. Dies alles ist in perfektes Licht getaucht. 

Zur Hausphilosophie und zum Gesamtkonzept des TU. Gehört auch hauseigene TU.-Pilsener, das nahebei gebraut wird. Und natürlich darf auch der hauseigene TU.-Wein nicht fehlen. Die Spezialedition „TU. REStAURANT“ stammt vom Weingut in Spanien und ist selbstverständlich ein Bio-Wein. Denn auch Nachhaltigkeit ist eines der hohen Ziele von Karol Fiedor, der hier mit seinen Söhnen Adam, Maksymilian und Gustaw tatsächlich ein hochmodernes und doch romantisches Restaurant geschaffen hat.

Chefkoch Filip Cwojdziński. Foto: TU. REStAURANT
Chefkoch Filip Cwojdziński. Foto: TU. REStAURANT

Zudem führt ein Star der polnischen Küche, Filip Cwojdziński, das Regiment in der Küche. Er arbeitete zuvor schon in Sterne-Restaurants in Manchester und Wexford, zudem in Zadar und Poznań. Außerdem war er Mitglied jenes polnischen nationalen Kochteams, das bei den Culinary Olympics 2020 Aufsehen erregte und gleich zwei Silbermedaillen abräumte. Sein Küchenkonzept konzentriert sich auf einige wenige, dafür in herausragender Qualität von ihm und seinem Team zubereitete Gerichte der mediterranen und europäischen Küche, die mit starkem Einfluss der italienischen Küche aufwartet. 

Auf der Speisekarte überraschen als Starter die Tom-Yum-Suppe und marokkanische Suppe mit Hummus, Minze, Koriandergrün und Chili. Bestens aufgehoben ist man aber auch mit Gnocchi mit Ricotta, Spinat, Parmesan und Trüffeln oder Jakobsmuscheln mit Sellerie, Apfel und iberischem Schinken. Unschlagbar ist das Tartar mit Schalotten, Kapern, Gurke, Knoblauch-Mayonnaise, Pilzen und Artischocken.

Farbenfrohe und richtig leckere Kulinarik! Foto: TU. REStAURANT
Farbenfrohe und richtig leckere Kulinarik! Foto: TU. REStAURANT

Für den größeren Appetit empfehlen Restaurant-Manager Adam Kromuszczynski und sein stets aufmerksames Team hauchzarte Ochsenbäckchen mit Kartoffel, Zwiebel, Tomate und Roter Bete – ein Gedicht. Großartig sind aber Ente mit Rot- und Grünkohl, der Heilbutt mit Pilzen, Spinat, Jerusalem-Artischocke und schwarzen Bohnen oder – als Tagesspezialität, die herrlich rosaroten Lammkoteletts.

Richtig zur Sache geht es dann bei der am Tisch elegant portionierten Bistecca Fiorentina: auf den Punkt gebraten, wird es mit Pfeffersauce, Püree oder Kartoffeln oder Saisonalem Gemüse serviert. Ein Knüller ist auch die mit Buttersauce und Kapern servierte Seezunge.

Für die richtige Weinbegleitung sorgt dann Sommelier Norbert Ludwiczak. Und natürlich hat man die Qual der Wahl mit bestem Wein aus Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Österreich, Slowenien, Ungarn und Griechenland sowie aus Übersee – und natürlich auch aus Polen. 

Zum Abschluss eines der köstlichen Desserts... Foto: TU. REStAURANT
Zum Abschluss eines der köstlichen Desserts... Foto: TU. REStAURANT

Wer sich für die Italiener entscheidet, findet so großartige Schätze wie den Borgogno Riserva 2015 bzw. 2008 aus dem Piemont ebenso im Angebot wie den großartigen Dal Cero Syrah 2015 aus dem toskanischen Cortona, den Supertoskaner Balficio 2018 vom Castello di Volpaia, die Antinori-Klassiker Tignanello 2020 und Gualdo al Tasso 2019 aus Bolgheri oder gleich drei Weine von Nittardi, darunter den in der Maremma gekelterten, alljährlich auch dem Papst als Geschenk überreichten Nectar Dei, hier des Jahrgangs 2018. 

Ein wenig Konkurrenz mit dem MUGA, dem einzigen Einstern-Michelin-Restaurant vor Ort, darf auch sein. So bietet auch das TU. REStAURANT eine Edelauswahl der Bodegas Muga der Jahre 2004, 2005 und 2006 an. Danach locken natürlich auch noch die Dessertweine samt Desserts wie etwa Panna Cotta mit Kürbis, Kardamon und Earl Grey, ehe Grappa und ein hervorragender Espresso rufen. 

Fazit: Das TU. REStAURANT ist eine formidable neue Adresse in Poznań mit zudem großer Zukunft. Und zudem In der von Geschäftsleuten wie Touristen eifrig besuchten fünftgrößten Stadt Polens ein unwiderstehlicher Anziehungspunkt – eben „Hier“!


Informationen:

TU. REStAURANT: www.turestaurant.pl/en

Info Poznań (Posen): www.poznan.travel/de

Polnisches Fremdenverkehrsamt: www.polen.travel/de

Fotos: TU. REStAURANT

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