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Staten Island

Ein Fehler! Denn wer bleibt, der kann hier wirklich unerwartete Entdeckungen machen: vom maritimen Lebensgefühl der Insel und ihrer überraschend vielfältigen Kulturszene bis zu den berühmten Nonnas aus einem Netflix-Film und echten Spukgeschichten.

Eine Entdeckungsreise in den „forgotten borough“

Staten Island nimmt innerhalb New Yorks eine Sonderrolle ein. Anders als Manhattan, Brooklyn, Queens oder die Bronx ist der Borough nicht an das New Yorker Subway-Netz angeschlossen. Wer auf die Insel möchte, nimmt oft die Fähre durch den Hafen. Schon dadurch fühlt sich ein Ausflug hierher wie ein Urlaub im Urlaub an.

Die Atmosphäre ist spürbar entschleunigt. Statt dichter Straßenschluchten prägen Wohnhäuser, kleine Geschäftsstraßen, Kirchen, Parks und Uferpromenaden das Bild. Der Stadtteil lebt von gewachsenen Nachbarschaften und kulturellen Traditionen, die über Generationen weitergegeben wurden.

Cropsey und Staten Islands düstere Seite

Vielleicht erklärt diese besondere Mischung aus Geschichte, Randlage und lokalen Erzähltraditionen, warum Staten Island ein Nährboden für urbane Legenden ist.

Die bekannteste ist die von Cropsey, Staten Islands eigenem „Boogeyman“, der nachts durch die Wälder streift und Kinder verschleppt. Jahrzehntelang war sie eine klassische Lagerfeuergeschichte, bis sich Mythos und Realität auf verstörende Weise miteinander vermischten.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die Willowbrook State School. Die gigantische Einrichtung für Kinder und Erwachsene mit geistigen Behinderungen geriet in den 1970er-Jahren wegen katastrophaler Zustände in die Schlagzeilen. Gleichzeitig erschütterten mehrere rätselhafte Vermisstenfälle und der schockierende Fall des Mörders Andre Rand, der einst als Hausmeister in Willowbrook angestellt war, die Insel. In der Öffentlichkeit wurde Rand anschließend mit der Cropsey-Figur gleichgesetzt.

Spuk im Vaudeville-Theater

Selbst um das fast 100 Jahre alte St. George Theatre ranken sich lokale Ghost Stories von flackernden Lichtern, Schritten auf verlassenen Korridoren und gespenstischem Kichern in den Garderoben. 1929 eröffnete der Vaudeville- und Filmpalast, verfiel aber in den 1970er-Jahren zusehends. Es war eine düstere Ära, in der nur noch Waschbären und Tauben die verlassenen Räume bewohnten. Erst Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Haus vor dem Abriss bewahrt und zählt seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 2001 wieder zu den kulturellen Wahrzeichen Staten Islands, mit Auftritten von Stars wie Tony Bennett, Cyndi Lauper und Jerry Seinfeld.

Foto: Julienne Schaefer NYC Tourism + Conventions

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