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Regent Seven Seas – Kreuzfahrt ohne Kompromisse

Der letzte Putt des Tages liegt vor mir. Die Sonne steht tief und taucht das Deck der Regent Seven Seas Voyager in warmes Abendlicht. Kein Mitspieler, der wartet, kein Flight hinter mir. Nur das leise Rauschen des Meeres – und die Frage, ob der Ball den Weg ins Loch findet. Ein ungewöhnlicher Golfplatz, hier mitten in der Nordsee. Und vielleicht gerade deshalb einer der Entspanntesten. Auf der Voyager wird der letzte Putt zum kleinen Ritual.

Das 204 Meter lange Kreuzfahrtschiff ist am 21. Mai nach einem 25-tägigen Werftaufenthalt im Trockendock von Marseille wieder in Dienst gegangen. Sämtliche 362 Suiten – ausnahmslos Außenunterkünfte mit eigenem Balkon – wurden mit neuen Möbeln und frischen Teppichen ausgestattet. Auch die Marmor-Bäder erscheinen im überarbeiteten Design und wirken heller und moderner. Die Restaurants präsentieren sich mit aufgefrischten Farbkonzepten, neuer Beleuchtung und modernem Mobiliar.

Großzügiges All-inclusive-Konzept

Regent Seven Seas Cruises zählt zu den konsequentesten All-inclusive-Anbietern der Luxuskreuzfahrt. Im Reisepreis sind nicht nur die Suite mit eigenem Balkon, sondern auch die Mahlzeiten in den Spezialitätenrestaurants ohne Aufpreis, ausgewählte Premium-Weine und Spirituosen, Trinkgelder, WLAN und ein 24-Stunden-Zimmerservice enthalten. Hinzu kommen zahlreiche Landausflüge in den jeweiligen Häfen, die je nach Route sogar unbegrenzt angeboten werden. Die Frage nach der zusätzlichen Rechnung stellt sich allenfalls bei ausgesuchten Spitzenweinen wie Château d’Yquem 1er Cru oder 2022er Louis Jadot Puligny-Montrachet zum Dinner.

Die Regent Seven Seas Voyager: Luxusresort auf dem Wasser. Foto: Regent Seven Seas
Die Regent Seven Seas Voyager: Luxusresort auf dem Wasser. Foto: Regent Seven Seas

Der hohe Anspruch zeigt sich bis ins Detail. Zum außergewöhnlichen Zimmerservice gehört neben zweimaliger Reinigung pro Tag auch ein tägliches Wäschepaket. Wer am Abend seine Wäsche aufs Bett legt, erhält sie bereits am nächsten Tag zurück – auf Bügeln aufgehängt oder, bei empfindlicheren Stücken, sorgfältig in feines Papier eingeschlagen und in einem Karton verpackt.

Rund 450 Besatzungsmitglieder aus 36 Nationen umsorgen die maximal 706 Gäste. Auf unserer Nordseekreuzfahrt von Zeebrugge über Amsterdam nach Southampton sind es nur knapp 500 Passagiere. Damit kommt nahezu ein Crewmitglied auf jeden Gast – ein außergewöhnlich hoher Betreuungsschlüssel, wie man ihn selbst in der Luxuskreuzfahrt nur selten findet. Selbst bei voller Belegung kommt kaum das Gefühl von Enge auf. Lange Wege und Warteschlangen gibt es fast nie. 

Angenehme Gelassenheit

Besonders angenehm: Die Voyager versteht Luxus nicht als demonstrative Förmlichkeit. Die Atmosphäre ist kultiviert, aber entspannt, die Crew agiert höflich und aufmerksam, ohne aufdringlich zu wirken. Executive-Concierge Danilo Alves verkörpert diese Haltung geradezu exemplarisch. Der Brasilianer besitzt ein feines Gespür für die Wünsche seiner Gäste – und die bemerkenswerte Fähigkeit, selbst dort noch Möglichkeiten zu erkennen, wo andere längst an Grenzen stoßen. Alves hört aufmerksam zu, denkt mit und setzt die richtigen Hebel in Bewegung – diskret, verbindlich und mit jener angenehmen Gelassenheit, die im Luxussegment oft mehr bewirkt als große Gesten.

Horizon Lounge Deck. Foto: Regent Seven Seas
Horizon Lounge Deck. Foto: Regent Seven Seas

Und da ist Kabinenstewardess Joanne. Sie ist seit drei Jahren auf der Voyager und freut sich auf ihren bald bevorstehenden Urlaub in ihrer philippinischen Heimat. Man sieht ihr nicht an, dass sie bereits seit 16 Jahren auf den Weltmeeren unterwegs ist. Mit ansteckendem Charme und erstaunlich guten Deutschkenntnissen sorgt sie vom ersten Moment an für eine herzliche Atmosphäre.

Auch bei den Mitreisenden dominiert trotz des höheren Preisniveaus eine unkomplizierte Haltung. Die Kreuzfahrer kommen überwiegend aus den USA. Es folgen – je nach Reise in wechselnder Reihenfolge – Großbritannien, Australien und Kanada. Für Alleinreisende gibt es einen eigenen Treffpunkt: Beim „Solo Travellers Social“ lernen sich Singles und solo reisende Gäste in ungezwungener Atmosphäre kennen und kommen miteinander ins Gespräch.

Zwischen 1.800 und 2.000 frische Gerichte pro Tag

„Wir möchten unsere Gäste wirklich kennenlernen, ihre Vorlieben verstehen und ihnen die bestmögliche Erfahrung bieten“, sagt die britische General Managerin Nickie Shiels im Gespräch mit dem Kulinariker. „Bei uns sind Sie keine Nummer. Viele Gäste kehren immer wieder zurück. Man kennt sich, erkennt sich wieder und baut persönliche Beziehungen auf.“ Auf die Frage nach den größten Herausforderungen nennt die Frau, die seit 29 Jahren auf See ist und besonders Europa sowie das Mittelmeer liebt, überraschend nicht die Logistik. Vielmehr gelte es, täglich dieselben hohen Standards einzuhalten, unterschiedliche Kulturen und Nationalitäten zu berücksichtigen – und gleichzeitig den herzlichen Service zu bewahren.

Luxuriös: Seven Seas Suite. Foto: Regent Seven Seas
Luxuriös: Seven Seas Suite. Foto: Regent Seven Seas

Auch kulinarisch wird der hohe Anspruch von Regent Seven Seas deutlich. „Unsere Gäste können auf einer einzigen Reise jeden Abend eine andere kulinarische Welt entdecken – französisch, italienisch, amerikanisches Steakhouse oder internationale Küche“, bringt es der F&B-Manager im Gespräch mit dem KULINARIKER auf den Punkt. Sein Food-&-Beverage-Team umfasst 297 Crewmitglieder und ist damit eines der größten Departments auf der Voyager. 

Wo immer möglich, deckt die Küchencrew ihren Bedarf mit lokalen Zutaten aus den jeweiligen Hafenregionen. Im Compass Rose Restaurant werden dadurch täglich wechselnde Gerichte angeboten, die sich an der bereisten Region orientieren. „Nichts kommt an Bord, ohne dass unser Executive Chef oder ich persönlich die Qualität geprüft haben“, unterstreicht Catalina. Eine Mammutaufgabe, schließlich bereiten die Küchenteams täglich zwischen 1.800 und 2.000 Gerichte frisch zu.

Breite kulinarische Vielfalt

Schon das Frühstücksmenü im Compass Rose setzt Maßstäbe. An luxuriös eingedeckten Tischen können die Gäste – ohne jegliche Zuschläge – aus einer beeindruckenden Vielfalt wählen: Neben frischen Früchten, feinem Gebäck, Smoothies, Healthy Bowls und Müslis stehen für den großen Appetit auch Black Angus Sirloin Steak, Lammkoteletts oder Lachsfilet mit Teriyaki-Glasur zur Auswahl.  Am Abend überrascht das Prime 7 mit einer bemerkenswert vielseitigen Küche, die selbst anspruchsvolle Gaumen zu begeistern vermag. Bei den Vorspeisen etwa treffen ein Tatar aus Ahi Tuna und Avocado auf ein aromatisches Sesam-Soja-Dressing, Macadamianüsse, Sushi-Reis, Gurke und Koriander. 

Teller „Lachssteak" im Restaurant. Foto: Regent Seven Seas
Teller „Lachssteak" im Restaurant. Foto: Regent Seven Seas

Wer es herzhafter mag, wählt den konfierten, gepökelten Schweinebauch mit Jakobsmuscheln an einem feinen Kartoffelmousse. Zu den Spezialitäten des Hauses zählt ein butterweiches, rund 170 Gramm schweres Rinderfilet (Filet Mignon), das auf Wunsch mit einem edlen Hummerschwanz serviert wird. Ein echtes Highlight ist zudem die Seezunge nach Dover-Art, abgerundet mit einer klassischen Zitronen-Kapern-Sauce.

Gourmets, die eine französisch inspirierte Haute Cuisine schätzen, kommen im Spezialitätenrestaurant Chartreuse voll auf ihre Kosten. Etwa mit einer klassischen Vorspeise zum Start: einer Terrine von der Entenstopfleber, perfekt balanciert durch ein süß-herbes Sauternes-Gelee, serviert mit einer fluffigen Brioche und einem fruchtigen Aprikosen-Confit. Fleischliebhaber haben die Wahl zwischen einem perfekt rosa gegarten Lammkarree, begleitet von einem cremigen Kartoffelgratin, einem traditionell geschichteten Gemüseauflauf und einer tiefgründigen, glänzenden Jus. 

Kulinarischer Luxus auch der Suite

Alternativ eine Ente nach französischer Art, flankiert von eleganten Pommes Anna – hauchdünn in Butter gebackenen Kartoffelscheiben –, grünen Bohnen, knusprigem Speck und einer aromatischen Grand-Marnier-Jus. Wer die zeitlose Eleganz eines Steaks bevorzugt, wählt das saftige New York Strip Steak, das von einem fangfrisch angemachten, feinen Blattsalat-Mix begleitet wird.

Im Prime 7: Hummer. Foto: Regent Seven Seas
Im Prime 7: Hummer. Foto: Regent Seven Seas

Ergänzt wird das Angebot durch La Veranda, das sich tagsüber als legeres Buffetrestaurant präsentiert und abends mit Siete Mari italienische Akzente setzt, sowie den Pool-Grill für den unkomplizierten Hunger zwischendurch.

Wer lieber in der Privatsphäre der eigenen Suite bleibt, muss auf den kulinarischen Luxus nicht verzichten: Der Zimmerservice serviert rund um die Uhr feine Köstlichkeiten und perfekt gekühlten Champagner, stilvoll eingedeckt auf weißem Tischtuch, genau wie im Restaurant. Es sind diese kompromisslosen Details, die aus einer Reise auf der Regent Seven Seas Voyager weit mehr als eine gewöhnliche Kreuzfahrt machen.


Informationen: 

de.rssc.com

Fotos: Regent Seven Seas, Christian Euler

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