Und natürlich beginnt die Geschichte Monacos lange vor den imposanten Luxushotels und den zahlreichen Designerboutiquen. Sie reicht zurück bis ins Jahr 1297, als François Grimaldi die damalige Festung auf dem Felsen von Monaco einnahm. Die Familie Grimaldi prägt Monaco somit bereits seit mehr als 700 Jahren bis in die Gegenwart und zählt damit zu den ältesten Herrscherdynastien Europas.
Ein ungewöhnlicher Kleinstaat
Die Entwicklung Monacos ist in vielerlei Hinsicht mehr als bemerkenswert. Über Jahrhunderte musste sich das Fürstentum gegenüber größeren Nachbarn (Frankreich, Spanien) behaupten und wirtschaftliche Herausforderungen meistern. Der eigentliche Wendepunkt erfolgte jedoch im 19. Jahrhundert (am 14. Dezember 1856 wurde der Spielbetrieb in einer Villa am Hafen eröffnet). Mit der Gründung des Casinos von Monte-Carlo begann für das Fürstentum die strategische Positionierung als internationale Luxusdestination. Für Monegassen ist das Spielen im Casino übrigens nicht erlaubt. Getreu dem Motto: Die Bank gewinnt immer, aber eben nicht auf Kosten der eigenen Bevölkerung.
Was zunächst als wirtschaftliches Rettungsprojekt gedacht war, entwickelte sich schnell zu einem bemerkenswerten Erfolgsmodell. Adelige, Industrielle und später Filmstars sowie Unternehmer entdeckten Monaco als exklusiven Rückzugsort am Mittelmeer. Bis heute profitiert das Fürstentum von dieser klaren Positionierung im Premiumsegment – ein Paradebeispiel dafür, wie konsequentes Destinationsmarketing über Generationen hinweg funktionieren kann.
Internationale Aufmerksamkeit erhielt Monaco natürlich zusätzlich durch die Hochzeit von Fürst Rainier III. mit der Hollywood-Ione Grace Kelly im Jahr 1956. Die Verbindung von europäischem Adel und amerikanischem Glamour machte Monaco endgültig zu einer globalen Marke mit Strahlkraft.
Das historische Herz auf dem Felsen
Wer die eigentliche Seele Monacos kennenlernen möchte, sollte den Fokus weniger auf Monte-Carlo und stärker auf Monaco-Ville richten. Die Altstadt liegt auf dem sogenannten „Rocher“, dem Felsen, der spektakulär über dem Mittelmeer aufragt und seit Jahrhunderten das politische Zentrum des Fürstentums bildet. Von hier hat man auch einen hervorragenden Überblick über den Hafen und das restliche Monaco.
Enge Gassen, kleine Plätze, diverse Andenkenläden, Cafés und historische Fassaden prägen das Bild. Trotz der jährlich Millionen von Besuchern hat sich die Altstadt eine Atmosphäre bewahrt, die stellenweise eher an ein Dorf als an eine internationale Luxusdestination erinnert.
Der Blickfang schlechthin ist natürlich der Fürstenpalast. Die offizielle Residenz der Familie Grimaldi thront an exponierter Stelle über dem Hafen und bietet gleichzeitig einen eindrucksvollen Blick auf die Küstenlandschaft der Riviera. Nur wenige Meter entfernt befindet sich die Kathedrale von Monaco, in der Fürst Rainier III. und Fürstin Grace ihre letzte Ruhestätte fanden.
Ein weiteres Asset der Altstadt ist das Ozeanographische Museum. Direkt auf den Klippen errichtet, verbindet die Institution wissenschaftlichen Anspruch mit einer außergewöhnlichen Architektur. Die Lage allein rechtfertigt bereits einen Besuch – die Ausblicke auf das Mittelmeer sind beeindruckend.
Gleich dahinter gelangt man in den Garten Les jardins Saint-Martin. Ein wahrhafter Ruhepol in der ansonsten so emsigen Metropole – und für Kunstinteressierte Besucher ein Muss. Neben Kakteen und diversen mediterranen Pflanzen sind diverse Skulpturen zu bewundern. Eine von 2004 erbaute Statue von Princesse Grace, eine Büste von König Carlos I oder auch verschiedene andere moderne und klassische Kunstwerke sind entlang der Wege durch den Garten zu entdecken.
Mediterranes Klima als Erfolgsfaktor
Ein wesentlicher Standortvorteil Monacos ist zweifellos das mediterrane Klima. Die Region zählt zu den sonnenreichsten Gebieten Europas und profitiert von den recht stabilen Wetterlagen der Côte d’Azur. Besonders attraktiv als Reisezeit sind die Übergangszeiten. Im Frühjahr und Herbst zeigt sich Monaco häufig von seiner entspanntesten Seite. Die Parks stehen in voller Blüte, die Terrassen der Restaurants sind bestens besucht und die Temperaturen schaffen ideale Voraussetzungen für ausgedehnte Spaziergänge entlang der Küste, der Altstadt oder entlang des Hafens.Kulinarik und Meerblick
Direkt an der östlichen Küstenlinie des Fürstentums liegt das Le Méridien Beach Plaza – eines der wenigen Hotels in Monaco mit eigenem Strandzugang. Bereits die Lage macht das 4-Serne-Haus zu einem interessanten Player innerhalb der Hotellandschaft des Fürstentums. Das Mittelmeer liegt praktisch vor der Zimmertür, während die Innenstadt und das berühmte Monte-Carlo in wenigen Minuten erreichbar sind. Die großzügigen Zimmer und Suiten orientieren sich konsequent zur Küste. Insbesondere die höheren Etagen bieten spektakuläre Ausblicke über das Mittelmeer, die französische Riviera und die Silhouette Monacos.
Auch kulinarisch kann das Le Méridien Beach Plaza punkten. Das Le Café Lacoste setzt auf bistronomische Klassiker bis hin zu verspielten Desserts wie dem Pistazien-Krokodil – wahrscheinlich eines der meistbestellten Desserts im Hotel überhaupt. Doch das eigentliche kulinarische Highlight zeigt sich mit dem jüngst eröffneten „Sen“, ein japanisches Speakeasy mit einer kleinen aber feinen Karte. Vom Lobster Salad über White Fish Tartare, bis hin zum Tuna Tartare und Nanbam-Zuké sind schon die Starter eine Reise wert. Klassiker wie Akami Tuna, Yellowtail oder auch Fatty Tuna als Nigiri, Sashimi oder Temaki sind verfügbar, ebenso wie verschiedene Versionen des Catch of the day. Einen schönen kulinarischen Querschnitt bekommt man mit dem angebotenen Omakase Menü.
Darüber hinaus befinden sich im direkten Umfeld zahlreiche gastronomische Adressen, die zeigen, warum Monaco längst auch als Kulinarik-Destination wahrgenommen wird. Von gehobenen Cafe de Paris direkt beim Casino bis hin zu international geprägten Konzepten im weltbekannten Hôtel de Paris. Die Nähe zu Frankreich und Italien sorgt dabei für eine bemerkenswerte Produktqualität, gut sortierte Weinkarten sowie einen stetigen Einfluss unterschiedlicher Küchenstile.
Kein Wunder also, dass sich Monaco längst nicht mehr ausschließlich über Casinos und Luxusyachten definiert. Die Gastronomie hat sich in den vergangenen Jahren zu einem eigenständigen Reiseanlass entwickelt.
Monaco ist also weit mehr als ein Symbol für Luxus, belegt sogar viel mehr eine interessante Vielschichtigkeit: Zwischen Luxushotellerie, Fürstenpalast, Gärten, Altstadtgassen, Spitzenrestaurants und den Terrassen entlang des Mittelmeers resultiert ein sympathischer Ort auf kleinem Raum…
Fotos: Michael Schabacker















