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Kellerei Bozen: 40 Jahre „Huck am Bach“

Schon seit 1783 existiert das zur Kellerei Bozen zählende Weingut „Huck am Bach“ im Weinbaugebiet Santa Maddalena (Sankt Magdalener-Hügel), stets familiengeführt war und heute in Händen von Hannes Plattner ist. Es ist berühmt für seine steilen Weinberghänge in Höhen von 250 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel, für sein Porphyr-reiches Terroir, viele warme, sonnige Tage und kühlende Luft aus den umliegenden Tälern. Bis heute wird heute die gesamte Winzerarbeit per Hand ausgeführt. 

„Huck am Bach“ ist eine Kombination aus zwei autochthone Traditionsreben Südtirols: Lagrein und Schiava (Vernatsch). Nach der Winzerarbeit am Berg findet heute die Fermentierung und dann die Lagerung in großen Eichenfässern in der Kellerei Bozen statt. Und für Philipp Plattner, Vorsitzender der Kellerei Bozen und Cousin von Hannes Plattner, ist „Huck am Bach“ längst eines der Flaggschiffe unter den Weinen der Cantina. Denn schon seit 1986, als man dazu überging, besondere Weine als Flaggschiffweine nach den Herkunftslagen zu benennen, war „Huck am Bach“ mit von der Partie.

Erfolg der Kellermeister – Vater und Sohn

Verantwortlich für den großen Erfolg dieses Rotweins sind natürlich die Teams um anfangs Kellermeister Graziano Filippi, dann Stephan Filippi, die für die stete Verfeinerung der Weine aus dem Santa Maddalena-Gebiet standen und stehen. Folgerichtig erhielt der neue, aktuelle „Huck am Bach 2025“ zur Jubiläumsedition ein spezielles Etikett, das die hohe Bedeutung dieses Weins für die Region und ihre Winzertradition illustriert. 

Rebfläche des Weinguts. Foto: Kellerei Bozen

Graziano Filippi war verantwortlich für die Entwicklung des „Huck am Bach“, der zu einem der Pioniere der Südtiroler Weinwelt avancierte. Graziano Filippi legte großen Wert auf den Respekt vor dem Terroir in Santa Maddalena und auf höchste Präzision im Keller. Seine Leidenschaft für Santa Maddalena ging dann schon 1988 auf Sohn Stephan Filippi über, der ihn als Kellermeister ablöste. Seither sorgt Stephan Filippi für die weitere Qualitätssteigerung und vor allem die zeitgenössische Interpretation von „Huck am Bach“ – auf Basis der indigenen Rebsorten Lagrein und Schiava (Vernatsch).

Sein Resümee: „Santa Maddalena ist die Quintessenz des `Bozen-Weins` unter den Südtiroler Weinen und ein Klassiker, von dem wir glauben, dass er dank seines distinktiven Stils eine sehr vielversprechende Zukunft hat. Ich sehe `Huck am Bach“ nicht als Laut, sondern raffiniert, nicht als scher, sondern harmonisch. Das Ziel ist nicht, den Wein neu zu erfinden, aber sein volles Potential Jahr für Jahr, Ernte für Ernte, aufs Neue aufzuzeigen.“

Lange Tradition

Die Schiava (Vernatsch)-Rebe gibt dem Rotwein Leichtigkeit mit breiten Fruchtaromen und großer Trinkbarkeit, während der kleine Anteil Lagrein Farbe, Tiefe und Struktur gibt. Der „Huck am Bach“ vereint Aromen von Kirsche, Himbeere, Veilchen und Rosen, komplementiert mit Bittermandel und Marzipan. Der „Huck am Bach St. Magdalener Classico Südtirol/Alto Adige DOC 2025“ passt perfekt zu italienischen Antipasti, Südtiroler Speck oder Pizza. Und „Huck am Bach“ hat natürlich seit der Gründung der Kellerei Bozen im Jahr 2001 eine besondere Stellung. 

40 Jahre „Huck am Bach“: Boxbeutel. Foto: Kellerei Bozen
40 Jahre „Huck am Bach“: Boxbeutel. Foto: Kellerei Bozen

Damals fusionierten die Weinbaugenossenschaft Gries, schon 1908 von 30 Bauern gegründet, und die von 18 Winzern 1930 gegründete Weinbaugenossenschaft Sankt-Magdalena-Hügel zur Kellerei Bozen fusionierten. Heute kultivieren 224 Winzerfamilien über 350 Hektar Weinberge, darunter einige der besten im Gebiet Bozen, in Höhen von 200 bis 1000 Metern über dem Meeresspeigel in Gries, Moritzing, Siebeneich, Missian, St. Georgen, Glaning, S. Maddalena, St. Justina, Leitach, Ritten und Karneid. 

Die Kellerei, seit 2018/2019 in einem leuchten Würfel, dem Wein-Klima-Haus mit Vinarius-Wineshop, einer architektonischen Pioniertat, am Moritzinger Weg 36 in einem Außenbezirk von Bozen aktiv, sieht die Santa Maddalena-Weine heute als ihren Ursprung, aber auch als einen Fokus für die Zukunft. Nur zu den Anfängen von 1986, als der Sankt Magdalener noch in der Bocksbeutelflasche abgefüllt wurde, kehrt man nicht zurück. Schon seit langem wird der „Huck am Bach“ in der regulären 0,75-Liter-Flasche angeboten. Immerhin: Die Bocksbeutel-Editionen stehen bis heute im hauseigenen Archiv.  


Informationen:

Kellerei Bozen: www.kellereibozen.com

Fotos: Kellerei Bozen

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