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Isole e Olena: neue Weine vom Musterweingut der Visionäre

1976 übernahm der erste Großvisionär, Francescos Sohn Paolo di Marchi, gerade erst 25 Jahre alt, das entstandene Weingut. Es folgte schon 1977 die erste Abfüllung eines Chianti Classico-Weins und dann Jahrzehnte selektiven Weinbaus und Arbeitens zum Aufbau eines der renommiertesten Weingüter der Toskana. Schon 1980 war die Geburtsstunde des legendären Signature Wines von Isole e Olena, des Supertoskaners Cepparello, dessen Ruhm schon 1999 erstmals kulminierte, als der Cepparello 1997 IGT Toscana vom Wein Spectator auf Platz Drei der 100 besten Weine weltweit gekürt wurde. Heute setzt sich das über Dekaden eingespielte Selektieren und Experimentieren am Weinberg weiter fort. 

Denn 2022 übergaben die De Marchi den Staffelstab an die französiche Gruppe EPI von Christopher Descours. Und seit 2023 sorgt hier auf den 56 Hektar Weinbergen der neue Direktor Emanuele Reolon mit 25 Beschäftigten für neue Impulse und Höhenflüge. Dafür steh auch das Gesamtareal von 320 Hektar Land, von dem 220 Hektar Wald sind. Hinzu kommen 15 Hektar Olivenhaine sowie Obst (Mandel-, Pfirsich-, Pflaumen-, Apfel-, Quitten-, Jujube-, Ebereschenbäume) sowie die Wiedereinführung uralter Getreidesorten. Allein schon diese Aufteilung garantiert Nachhaltigkeit und Ökologie, Harmonie, Schönheit und ein Gleichgewicht mit der Natur. 

Luftaufnahme vom Weingut. Foto: Isole e Olena
Luftaufnahme vom Weingut. Foto: Isole e Olena

Sechs Meter in die Tiefe…

Schon in den 1980er Jahre hatte Paolo de Marchi erstmals Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Syrah gepflanzt und geerntet, dazu Lagen-Selektion und separate Vinifizierung betrieben und diese dank permanenter Experimentierfreude weiter ausgebaut. In den 2000er Jahren kam die Selektion der Canaiolo-Rebe hinzu, 2014 kam der erste Chianti Classico Gran Selezione 2006 auf den Markt. Seit 2024 aber setzt Emanuele Reolon, er studierte Weinbau, Agrarwissenschaften und Önologie an der Universität Udine, der Innovationsfreude noch eine spektakuläre Maßnahme drauf. Mit Berater Pedro Parra startete er ein neues Parzellierungsprojekt, dass die genaueste Analyse der Rebflächen und des Bodens bis in eine Tiefe von sechs Metern vorsieht, um das Terroir besser zu verstehen. Insbesondere jene Rebgärten, die bisher mit dem historischen Prädikat „für Cepparello“ identifiziert wurden, erhielten akribische Untersuchungen. 

Nun weiß man detailliert um eventuelle Qualitätsunterschiede und spezielle Eigenschaften der Böden, um die geeigneten Reben und Klone. Das Ergebnis: Immer kleinere und homogenere Parzellen entstanden, deren Reben zudem stets separat vinifiziert werden – die perfekte Methode, um Jahrgang für Jahrgang die Qualität der Weinlese und somit auch der Weine permanent zu erhöhen. Zudem: Bis 2035 sollen etwa 20 Hektar neue Weinberge entstehen – pro Jahr zwei Hektar. Für diese Neuanpflanzungen war und ist die Bodenanalyse essentiell. Dieser Pioniergeist hat die önologische Forschung von Isole e Olena seit je begleitet und im Laufe der Jahrzehnte die „Qualität in Evolution!“ zum Leitbild des Gutes werden lassen.

Erntezeit im Chianti. Foto: Isole e Olena
Erntezeit im Chianti. Foto: Isole e Olena

Vorreiter Chardonnay

Dieser neue Ansatz der Parzellierung und separaten Vinifizierung wird bereits heute bei der Herstellung des hauseigenen Chardonnays umgesetzt. Dabei werden die Auswahlkriterien und die Durchführung der Weinlese permanent verfeinert. Emanuele Reolon: „Bei Isole e Olena haben wir ganz frei überlegt, um neue Arbeitsweisen zu erdenken und ein unverwechselbares Ergebnis zu erzielen. Und so werden wir es immer machen.“ Und so ist auch der neue Chardonnay IGT Toscana 2024 von Isole e Olena einer jener avantgardistischen Weine des Gutes, die sich durch Eleganz, Komplexität und Balance auszeichnen. 

Die Trauben wuchsen in 350 bis 400 Metern Höhe auf Böden aus Kalkstein, Mergel und Galestro. Die Chardonnay-Trauben werden sodann in kleinen Holzfässern (nur 30 Prozent neues Holz) vergoren und reifen mit der Feinhefe. 2024 brachte ein nicht allzu kalter Winter, stabile Temperaturen und einen etwas kühleren Sommer als in den Vorjahren. So entstand ein Chardonnay (14 Prozent Alkoholgehalt) mit großer Frische und aromatischer Eleganz, ein Wein, in dem Strenge und Verführungskraft miteinander verschmelzen. Anfang 2026 verließ dieser weiße Vertreter der Philosophie von Isole e Olena in einer Auflage von nur 22 000 Flaschen à 0,75 Liter und 500 Magnumflaschen den Keller des Weingutes und eroberte den Markt.

Der neue Chardonnay IGT Toscana 2024. Foto: Isole e Olena
Der neue Chardonnay IGT Toscana 2024. Foto: Isole e Olena

Ikone und Klassiker 

Isole e Olena kann auch Tradition! Und dieser Chianti Classico, Herzstück des Weingutes und Klassiker schlechthin, beweist noch mehr. Seit 1977 produziert, ist er auch einer der Protagonisten der modernen Renaissance der Appellation und bewahrt die Authentizität und den Charakter des Weingutes und des Anbaugebietes. Die Trauben wuchsen auf 300 bis 480 Metern Höhe auf Kalkstein, Tonschiefer, Mergel und Sandstein. Die Weinberge sind nach Südwesten ausgereichtet, die Rebstöcke sind zehn bis 50 Jahre alt. ‚Der Chianti Classico von Isole e Olena zeichnet sich durch einen hohen Sangiovese-Anteil aus, dem dann Canaiolo hinzugefügt wird. Nach der Gärung in Stahl gelangt der Wein zur Verfeinerung zwölf Monate in große Fässer und lagert weitere sechs Monate in der Flasche bis zur Marktreife. 

2023 war klimatisch ausgewogener als die Vorjahre, auch dank der im westlichen Chianti Classico-Gebiet wehenden Winde. Der Sommer war heiß, doch ohne extreme Hitze. Mitte September bis Mitte Oktober konnte gelesen werden. So entstand ein vollmundiger Roter mit satten 14,5 Prozent Alkoholgehalt, ein starker Rotwein und eine Spezialität, wie sie eben Isole e Olena auszeichnet. Aromatische Frische, lebendige Säure, Balance, Eleganz, Präzision und Energie zeichnen diesen Wein aus, der mit Noten von frischer Kirsche, kleinen roten Beeren und Veilchen auftrumpft. 

„Wir sind ein handwerklich arbeitendes Weingut und entwickeln unsere Arbeit im Weinbau kontinuierlich weiter, um Weine zu schaffen, die die wahre Essenz unseres Landes vermitteln”, erklärt Emanuele Reolon.

Der Chianti Classico, Herzstück des Weingutes. Foto: Isole e Olena
Der Chianti Classico, Herzstück des Weingutes. Foto: Isole e Olena

Cepparello IGT Toscana 2023

Natürlich gelangen nur die allerbesten Trauben in den Signature-Wein von Isole e Olena, der schon seit den 1980er Jahren für Furore sorgt. Die Gärung erfolgt in französischen Eichenfässern., Es folgen 18 Monate Reifung in Barriques und Tonneaux aus französischer Eiche, sodann ein weiteres Jahr Reifung in der Flasche. Wie auch der Chianti Classico profitierte der Cepparello von den weniger dramatischen Klimabedingungen in 2023. Ende September, Anfang Oktober konnte geerntet werden. Heraus kam ein großer, reiner Sangiovese- Wein mit 15 Prozent Alkoholgehalt und großartigem Aroma.

Einen Blick sollte man bei Isole e Olena stets auch auf den Syrah und den Cabernet Sauvignon werfen. Zudem: Neben diesen ikonischen Rotweinen umfasst das Sortiment auch einen Vin Santo, der unter Kennern als Referenz seiner Kategorie gilt.


Informationen:

Isole e Olena: www.isoleeolena.it

Fotos: Isole e Olena

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