Hier sind fünf Orte, für die sich ein Abstecher lohnt:
1. Ureddplassen, Helgeland
An der norwegischen Panoramastraße „Helgelandskysten“ bietet der Ureddplassen einen Blick über den Fjord hinweg auf das offene Meer, Fugløya und die Lofoten-Mauer. Die neun Meter breite Terrasse und die Sanitäranlagen wurden von Haugen/Zohar Arkitekter entworfen, die Landschaftsarchitektur stammt von Inge Dahlman von Asplan Viak. Der Ort ist zugleich eine Gedenkstätte für diejenigen, die ums Leben kamen, als das norwegische U-Boot „Uredd“ im Zweiten Weltkrieg auf eine Mine fuhr.
Panoramastraße Helgelandskysten und Kystriksveien
2. Tungeneset, Senja
Am äußersten Rand von Senja liegt Tungeneset zwischen dem Steinfjord und dem Ersfjord. Ein aus sibirischer Lärche gefertigter Steg führt über die Felsen zu atemberaubenden Ausblicken auf das Meer und die schroffen Gipfel des Oksen.
Die Anlage wurde von Code arkitektur entworfen.
Norwegische Panoramastraße Senja
3. Eggum, Lofoten
Zwischen den Bergen und dem offenen Meer auf Vestvågøy liegt Eggum: ein beliebter Ort, um die Mitternachtssonne zu erleben.
Snøhetta entwarf die Raststätte als Amphitheater und integrierte das Servicegebäude, den Kiosk und die Toiletten in die Landschaft. Lokaler Stein und Treibholz wurden in das Projekt einbezogen.
4. Espenes, Hardanger
In Espenes, mit Blick auf den Sørfjord zwischen Kinsarvik und Odda, wird selbst ein Toilettenstopp zum architektonischen Erlebnis. Das von Code Arkitektur entworfene, markante, 64 Meter lange Bauwerk besteht aus Edelstahl und verfügt über 12 geschwungene Dachmodule, die Toiletten und Sitzbereiche mit Blick auf den Fjord beherbergen.
Panoramastraße Hardanger – Norwegische Panoramastraßen
5. Ostasteidn, Ryfylke
Hoch über dem Sandsfjord steht eines der überraschendsten architektonischen Meisterwerke Norwegens: eine fast sechs Meter hohe Toilette aus Beton, entworfen vom Architekturbüro KAP. Ihre raue Fassade ist so gestaltet, dass sich Moos darauf ansiedeln und sie langsam Teil der Landschaft werden kann.
Die norwegische Panoramastraße Ryfylke
6. Hafen von Madland, Jæren
Manche Toiletten verstecken sich in der Landschaft. Diese hier bringt sie zum Leuchten.
An der wind- und wettergepeitschten Küste von Jæren erstrahlt das Toilettengebäude von Haugen/Zohar Arkitekter am Hafen von Madland nach Einbruch der Dunkelheit wie eine Laterne, umhüllt von speziell dafür angefertigten grünen Fassadenelementen.
Die besondere Toilette: „Golden Toilet“, Senja
Ja, in Norwegen gibt es tatsächlich eine goldene Toilette. In Ersfjordstranda an der norwegischen Panoramastraße auf Senja ist ein dreieckiges Toilettengebäude, das mit goldenem Material verkleidet ist. Es wurde von Tupelo Arkitektur entworfen und 2014 erbaut und ist liebevoll als „Gulldassen“, die goldene Toilette, bekannt. Im August 2026 wurde in Ersfjordstranda zudem ein neues, silberfarbenes Sanitärgebäude eröffnet, wodurch ein ungewöhnlich glamouröses Paar an Raststätten entstanden ist.
Ja, Norwegen hat also spektakuläre Landschaften zu bieten. Und zufällig gibt es dort auch einige ziemlich spektakuläre Toiletten.
Foto: Steinar Skaar – Statens Vegvesen

