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Top of the Top – Luxusvillen für Familien in Südafrika

Es war wohl nur eine Frage der Zeit bis die bereits etablierten Domizile sich in ihrem Angebot auch größeren Gruppen annahmen. Seit den letzten gut 25 Jahren hat sich in Südafrika ein Reisemarkt für luxusaffine Touristen entwickelt, der zu den anspruchsvollsten des ganzen Kontinents gehört. Sowohl im Bereich einer Safari wie auch für die Freunde von Gourmetreisen oder die Liebhaber der lokalen Weine wurden bislang allenfalls kleine Familien adressiert. Damit das Gemeinschaftserlebnis der Reise für größere, oft generationenübergreifende Familien möglichwird, wurden von Liz Biden, der Gründerin und Eigentümerin des Royal Portfolio, imposante Villen geschaffen. Der Trend zu größeren Familienreisen kommt sicher aus Amerika, auch der arabische Markt präferiert zunehmend das Gemeinschaftserlebnis im Urlaub. In Europa sind es aktuell in erster Linie die Briten, dicht gefolgt von Gästen aus dem DACH Raum.

Der größte Pluspunkt ist der Wunsch nach mehr Zurückgezogenheit und Intimität. Man bleibt quasi unter sich, da auch das Personal exklusiv für die Villen eingesetzt wird.

Franschoeek House vor den Toren von Kapstadt

In Franschoek schlagt das südafrikanische Herz der lokalen Weinproduktion. Mit den ersten internationalen Erfolgen der Weine haben sich zunehmend auch Ferienalternativen etabliert, die entlang der Wertschöpfungskette gleich die Gourmetküche mit in den Fokus genommen haben. 

Franschoek House beherbergt bis zu zwölf Gäste. Foto: The Royal Portfolio
Franschoek House beherbergt bis zu zwölf Gäste. Foto: The Royal Portfolio

Die Fahrt mit dem Auto hinaus aus Kapstadt gleicht einer beginnenden Landpartie, über die Autobahn wird Franschoek in knapp 75 Minuten erreicht. Vieles erinnert hier auf den ersten Blick an die Zeit der frühen Siedler aus Europa, die sich frühzeitig der Landwirtschaft zu widmen wussten. Mit dem Erfolg der Weine kam auch das Geld und es wurde investiert. Historische Substanz ist zumeist sachgerecht renoviert. Erst die Berge im Hintergrund begrenzen den Blick über die schier endlos wirkenden Shiraz und Cabernet Sauvignon Weinbergketten, Obst- und Lavendelgärten. Am Rande leicht außerhalb der Ortschaft liegt mit La Residence das Filetstück der Region. Das Haupthaus und die umgebenden kleinen Villen wurden nun jüngst um Franschoek House ergänzt. Leicht erhöht am Ende der eigenen Weinberge von La Residence mit Blick über das weite Tal thront die terracottafarbene Villa mit ihren sechs Schlafzimmern. Ein jedes ist unterschiedlich eingerichtet, der Stil orientiert sich an französischem Vintage Charme mit starken Farben und Kontrasten. Erinnert sei hier, dass seinerzeit die Hugenotten zu den ersten Siedlern vor Ort zählten. 

Viele Familiennamen in der Umgebung von Kapstadt zeugen noch heute vor der Geschichte.  Arrangiert ist das Domizil um einen Patio herum, in dessen Mitte sich eine 200 Jahre alte Eiche findet. Im Inneren dominiert der „Long Room“ als zentrale Stätte der Zusammenkunft mit einem Kronleuchter aus dem ehemaligen Rathaus Kapstadts. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad. Die Wandteppiche stammen aus lokaler Produktion, die Seidenstoffe kommen aus Indien. Zeitgenössische afrikanische Kunstwerke von Künstlern wie Tafadzwa Tega, Franklyn Dzinga und Kate Gottgens schmücken die in Orange- und Gelbtönen gehaltenen Wände. 

Eine der sechs Suiten in Franschoek House. Foto: The Royal Portfolio
Eine der sechs Suiten in Franschoek House. Foto: The Royal Portfolio

Für das kulinarische Angebot haben die Gäste die Wahl zwischen einem Chef für die eigene Küche in der Villa oder aber die Alternativen des Haupthauses zu nutzen. Vom exklusiven Chef’s Table über südafrikanische „Coal Evenings“ und gepflegte Afternoon Teas bis hin zu romantischen Weinberg-Picknicks und erlesenen Weinverkostungen aus der hauseigenen Boutique-Weinkellerei ist alles dabei. Eine Empfehlung ist sicherlich ein Dinner im ebenfalls erst jüngst eröffneten Keller von La Residence. Ausgestattet ebenfalls für bis zu 12 Gäste. Passt also ganz gut. 

Africa House als ultimatives Safari Erlebnis

Nicht wenige der Reisenden aus dem DACH Raum in Südafrika verbinden einen Besuch der Weinregion mit einer Safari im Kruger Nationalpark. Oft auch in dieser Reihenfolge, denn eine Safari in Südafrika ist immer ein Reisehöhepunkt. Bei Africa House mit seinen sechs Schlafzimmern handelt es sich um das ehemalige private Domizil der Eigentümerin im Thornybush Naturreserve an westlichen Rand des Kruger Nationalparks. Auch hier war der gemeinsame Urlaub der Familie seinerzeit der Gründergedanke. Alle sollten sich unter einem gemeinsamen Dach wohlfühlen. Ein großer Vorteil ist sicher die bequeme Anreise. Ab Kapstadt geht die Reise mit dem Flugzeug hinauf in den Nordosten des Landes mit Hoedspruit als Ziel. Hier wartet der Ranger am kleinen Flughafen und bringt die Gäste mit dem Jeep weiter bis in die Lodge. Knappe 45 Minuten dauert die Fahrt. Africa House ist Teil des Royal Malewane Lodge und wurde erst jüngst für die Öffentlichkeit als Refugium zugänglich.

Zeitgenössische Kunst Afrikas im Long Room des Africa House. Foto: The Royal Portfolio
Zeitgenössische Kunst Afrikas im Long Room des Africa House. Foto: The Royal Portfolio

Analog zu Franschoek House verfügt auch hier jedes Zimmer über ein eigenes Bad, große Wohn- und Gemeinschaftsräume mit Billiard Tisch verbinden die einzelnen Zimmer mit einander. „Die Verschönerung von Africa House lag mir ganz besonders am Herzen“, kommentiert Liz Biden. „Dies ist ein Ort, der viele besondere Erinnerungen für mich und meine Familie bereithält. Ich freue mich, mit meinen Gästen den Zauber von Africa House und seiner ganz speziellen Umgebung teilen zu können. Das neue Design von Africa House ist die Verwirklichung meines Traums, den ultimativen Zufluchtsort im Busch für Familien und Gruppen von Freunden zu erschaffen.“ 

Wer hier eintrifft sucht seine Ruhe unter Freunden und Familie. Der Outdoor Bereich wurde erweitert um einen großen, beheizten Infinity Pool, ein offener Pizzaofen wurden ebenfalls neu etabliert. Da sich die Villa zwar auf dem Thornybush Gelände befindet aber abseits der Hauptlodge, werden auch die Mahlzeiten mit eigenem Koch in eigener Küche hier vor Ort eingenommen. Für die Dauer des Besuchs stehen auch die Ranger für die Pirschfahrten nur der Gruppe zur Verfügung. Zweimal am Tag geht’s es auf die Fahrt, gleich in der Frühe um 6h beginnt der Tag mit der Suche nach den Big Five. Dies bietet Gästen komplette Unabhängigkeit und die Möglichkeit, den Tagesablauf und die Game Drives auf ihre persönlichen Bedürfnisse hin maßzuschneidern. 

Der Dining Room im Africa House. Foto: The Royal Portfolio
Der Dining Room im Africa House. Foto: The Royal Portfolio

„Das Africa House ist eine der schönsten Safari-Villen im südlichen Afrika und bringt eine absolute Neudefinition von Luxus und Natur. Gäste werden sich in die Magie und Aufregung verlieben, die ein Aufenthalt im Africa House mit sich bringt“, kommentiert Simon Mandy, Geschäftsführer von The Royal Portfolio. 

Wer sich die Vorzüge der beiden Villen Konzepte vergegenwärtigt mag erkennen, dass auch weitere, neue Perspektiven hier mit im Spiel sind. Neben der Ansprache von Familien oder Kleingruppen wird das Konzept auch für den neu sich formierenden Retreat Tourismus im Luxussegment interessant. Zumindest Yogamatten finden sich ohne hin schon in allen Schlafzimmern. Wir dürfen gespannt sein. 


Informationen: 

www.theroyalportfolio.com

Fotos: The Royal Portfolio

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