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20 Jahre Generation Riesling

Bei der Jubiläumsveranstaltung konnten die Gäste rund 150 Weine verkosten. Im Mittelpunkt standen jene jungen Persönlichkeiten, die den deutschen Weinbau in den vergangenen Jahren mit Kreativität, handwerklicher Kompetenz und innovativen Ideen geprägt haben.

Ins Leben gerufen wurde die Generation Riesling vom Deutschen Weininstitut (DWI), um insbesondere auf internationalen Märkten neue Impulse für die Vermarktung deutscher Weine zu setzen. Der Riesling fungierte damals als Symbol für ein modernes und weltoffenes Deutschlandbild im Wein. Heute steht der Name der Initiative stellvertretend für die gesamte Vielfalt deutscher Rebsorten und Weinregionen.

Besonderer Meilenstein

Für das DWI ist die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre ein besonderer Meilenstein. „Wir sind sehr stolz darauf, wie dynamisch und erfolgreich sich die Generation Riesling-Initiative in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Unsere Mitglieder sind junge Persönlichkeiten aus der deutschen Weinwirtschaft bis 35 Jahre. Sie stehen für Qualität, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu gehen – im Weinberg, im Keller und auf internationalen Bühnen“, erklärt DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes. „Die Generation Riesling hat rückblickend maßgeblich dazu beigetragen, das Image des deutschen Weines im In- und Ausland zu verjüngen und zu modernisieren“, ergänzte die DWI-Chefin.

Im Mainzer KUZ-Kulturzentrum: 25 Winzerinnen und Winzern aus neun deutschen Anbaugebieten. Foto: Carola Faber
Im Mainzer KUZ-Kulturzentrum: 25 Winzerinnen und Winzern aus neun deutschen Anbaugebieten. Foto: Carola Faber

Längst versteht sich die Initiative nicht mehr ausschließlich als Netzwerk für junge Winzerinnen und Winzer. Ob auf der ProWein, bei internationalen Roadshows oder Veranstaltungen in Metropolen wie Berlin, Hamburg und München – die Mitglieder präsentieren deutschen Wein selbstbewusst, zeitgemäß und nahbar. Auch über soziale Medien gelingt es ihnen, neue Zielgruppen anzusprechen und die Geschichten hinter ihren Weinen authentisch zu erzählen.

Neues Logo

Zum Jubiläum präsentiert sich die Generation Riesling zudem mit einem modernisierten Erscheinungsbild. Ein neues Logo sowie der Claim „one for all – all for wine“ sollen den Gemeinschaftsgedanken hervorheben, der die Initiative seit ihrer Gründung prägt. Parallel dazu wurde die Website grundlegend überarbeitet. Künftig sollen dort die Menschen hinter den Weinen noch stärker in den Mittelpunkt rücken. „Damit wollen wir die jungen Menschen hinter den Weinen zeigen und ihnen die Möglichkeit geben, etwas von sich zu erzählen. So kommen die Offenheit, Leidenschaft und Innovationskraft besonders zur Geltung“, erläuterte Broyé-Engelkes.

Ein wesentlicher Bestandteil der Erfolgsgeschichte sind die zahlreichen Veranstaltungs- und Austauschformate, die im Laufe der Jahre entstanden sind. Seit 2009 bietet das Forum Generation Riesling eine Plattform für Weiterbildung, Vernetzung und kreative Ideen. Daraus entwickelten sich unter anderem Auftritte auf Musikfestivals, Picknick-Tastings in Parks, Kooperationen mit dem Rolling-Stone-Magazin sowie Präsentationen im Rahmen der Berliner Fashion Week.

Teilnehmer mit Weinglas-Tattoo. Foto: Carola Faber
Teilnehmer mit Weinglas-Tattoo. Foto: Carola Faber

Sonderpreis Generation Riesling für Mainzer Weinhandlung

Im Zuge der Jubiläumsfeierlichkeiten wurde außerdem der Sonderpreis Generation Riesling an die Mainzer Weinhandlung und Weinbar Laurenz verliehen. Ausschlaggebend war insbesondere die enge Zusammenarbeit mit jungen Winzerinnen und Winzern. Mehr als 20 Mitglieder der Generation Riesling sowie zahlreiche ehemalige Mitglieder sind dort im Sortiment vertreten.

Nach zwei Jahrzehnten zeigt sich eindrucksvoll, wie aus einer Marketinginitiative eine starke Gemeinschaft entstanden ist – eine Gemeinschaft, die den deutschen Wein nachhaltig geprägt und ihm ein modernes, junges Gesicht verliehen hat.

Cheers to 20 Years

Zum 20-jährigen Jubiläum der Generation Riesling rückte im Mainzer KUZ nicht nur die Geschichte der Initiative in den Fokus, sondern auch die beeindruckende Vielfalt ihrer Mitglieder. Im Seminar „Cheers to 20 Years“ führte Sommelier Toni Askitis die Gäste durch eine Auswahl von Weinen aktueller und ehemaliger GenR-Mitglieder und zeichnete dabei ein facettenreiches Bild des modernen deutschen Weinbaus.

Der erste Teil der Verkostung stand ganz im Zeichen des Spätburgunders. Drei Weine aus dem Rheingau, der Ahr und der Pfalz zeigten eindrucksvoll, wie unterschiedlich Deutschlands bedeutendste Rotweinsorte interpretiert werden kann. Der 2021er Assmannshäuser Höllenberg Réserve vom Weingut Karlo Dillmann traf auf den 2020er Ahrweiler Rosenthal des Weinguts Peter Kriechel sowie auf den 2022er Gimmeldinger Meerspinne vom Weingut Stolleis. Jeder der Weine spiegelte Herkunft und Handschrift seiner Erzeuger auf individuelle Weise wider.

Deutsche Weinprinzessin Katja Simon (links), Andreas Kaul vom Deutschen Weininstitut (DWI) rechts und Simon Werner von der Fachzeitschrift Wein+Markt (2. Von links) den "Sonderpreis Generation Riesling" an die Laurenz Weinhandlung und Weinbar in Mainz für den besten Weinfachhandel verliehen. Foto: Carola Faber
Deutsche Weinprinzessin Katja Simon (links), Andreas Kaul vom Deutschen Weininstitut (DWI) rechts und Simon Werner von der Fachzeitschrift Wein+Markt (2. Von links) den "Sonderpreis Generation Riesling" an die Laurenz Weinhandlung und Weinbar in Mainz für den besten Weinfachhandel verliehen. Foto: Carola Faber

Anschließend widmete sich die Probe dem Chardonnay, einer Rebsorte, die in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Mit dem 2024er Chardonnay Alte Reben vom rheinhessischen Weingut Steitz, dem 2022er Chardonnay Réservé vom Weingut Margarethenhof an der Mosel sowie dem 2023er Chardonnay Schlossberg Grosse Lage des Pfälzer Weinguts Bietighöfer präsentierte sich die Sorte in unterschiedlichen Stilrichtungen – von präzise und frisch bis hin zu komplex und strukturiert.

Den Abschluss bildete der Riesling, jene Rebsorte, die der Generation Riesling ihren Namen gegeben hat und bis heute als Botschafterin des deutschen Weinbaus gilt. Der 2024er Forster Pechstein Grosse Lage vom Weingut Heinrich Spindler, der 2023er Terra Montosa Steillagenriesling von Georg Breuer sowie der 2023er Riesling Kabinett „Im Königsberg“ vom Weingut Scholtes spannten den Bogen von trockenen Spitzenweinen bis zur klassischen fruchtsüßen Stilistik der Mosel.

Die Verkostung machte deutlich, wie dynamisch und vielfältig sich die deutsche Weinszene in den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelt hat. Gleichzeitig zeigte sie eindrucksvoll, wofür die Generation Riesling seit ihrer Gründung steht: für junge Talente, starke Herkunftsprofile und die Fähigkeit, Tradition und Innovation erfolgreich miteinander zu verbinden.


Informationen:

www.generationriesling.de

Fotos: Carola Faber

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