Wer das tropische Inselparadies rund um Fort Myers aktiv erkunden möchte, findet ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Zum Beispiel auf dem Great Calusa Blueway Paddling Trail, der Kajakfahrer und Kanuten auf über 190 Meilen historischer Wasserwege durch weitläufige Mangrovenwälder, ruhige Lagunen und entlang malerischer Küstenstreifen führt. Benannt nach den Calusa, dem indigenen Volk, das diese Wasserwege einst als Lebensadern nutzte, bietet der Trail heute ein einzigartiges Naturerlebnis für Anfänger wie erfahrene Paddler. Einstiegspunkte und Routen für jeden Schwierigkeitsgrad machen den Trail zu einem der vielseitigsten Outdoor-Angebote der Region.
Das Six Mile Cypress Slough Preserve, nur etwa 15 Autominuten von Downtown Fort Myers entfernt, zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen der Region. Das langgestreckte Feuchtgebiet mit langsam fließendem Süßwasser erstreckt sich über rund 18 Kilometer und umfasst mehr als 14 Quadratkilometer geschützter Feucht- und Hochlandflächen. Je nach Jahreszeit verändert sich die Landschaft deutlich – von trockenen Zypressenbereichen bis hin zu wasserreichen Lebensräumen, die
Regenwasser filtern und Richtung Estero Bay leiten. Ein rund zwei Kilometer langer erhöhter Boardwalk führt Besucher mitten durch das Gebiet und ermöglicht eindrucksvolle Naturbeobachtungen aus nächster Nähe. Reiher, Baumhörnchen, Alligatoren, Schildkröten, Otter sowie zahlreiche Wat- und Zugvogelarten sind hier regelmäßig zu sehen. Ergänzt wird das Erlebnis durch eine Vortragsreihe im Jahr 2026 mit Einblicken in die Geschichte der Calusa und die heimische Tierwelt.
Vogelbeobachter und Naturliebhaber sollten das J.N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge auf Sanibel Island nicht verpassen. Das rund 2.550 Hektar große Schutzgebiet gehört zu den bedeutendsten Naturreservaten Floridas und ist Teil des größten zusammenhängenden unberührten Mangrovenökosystems der USA. Mehr als 250 Vogelarten sind hier beheimatet oder machen auf ihren Zugrouten Halt, darunter Reiher, Ibisse und Fischadler. Auch Alligatoren, Krabben und zahlreiche weitere Tierarten lassen sich in den weitläufigen Feuchtgebieten beobachten. Besonders lohnenswert ist ein Besuch bei Ebbe sowie in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden, wenn die Tierwelt am aktivsten ist und die Chancen auf eindrucksvolle Sichtungen am größten sind.
Wer mehrere Naturhighlights der Insel auf einmal entdecken möchte, greift zum digitalen Pass Sanibel Wild Mile. Er bietet Zugang zu Institutionen wie dem Ding Darling Refuge und dem Bailey-Matthews National Shell Museum & Aquarium, dem einzigen Museum der Welt, das ausschließlich Muscheln und Meeresschnecken gewidmet ist. Per Check-in sammeln Gäste Punkte und können Preise gewinnen. Auch das Programm Parks, Points & Perks motiviert Besucher, mehr als 30 Parks, Strände und Naturschutzgebiete der Region zu erkunden.
Kulinarisches Insel-Highlight: Das The Mucky Duck auf Captiva Island hat wieder geöffnet
Wer nach einem aktiven Tag auf dem Wasser den perfekten Ausklang sucht, wird auf Captiva Island fündig. Ein Abend im legendären The Mucky Duck gehört für viele Besucher zum festen Bestandteil eines Florida-Urlaubs. Das traditionsreiche Strandrestaurant hat nach einer Phase der Schließung wieder geöffnet und begrüßt Gäste erneut direkt am weißen Sandstrand von Captiva Island. Was 1976 als kleines Strandlokal begann – entstanden aus dem Glücksfall einer für nur 100 Dollar erworbenen, abgelaufenen Bier- und Weinlizenz – hat sich längst zu einer echten Institution entwickelt. Das britisch inspirierte Pub-Restaurant zieht seit Jahrzehnten sowohl Einheimische als auch Urlauber und sogenannte Snowbirds an. Heute steht der Mucky Duck vor allem für frische Meeresfrüchte, entspannte Atmosphäre und spektakuläre Sonnenuntergänge über dem Golf von Mexiko – ein Ort, an dem Kulinarik und Inselerlebnis auf besondere Weise zusammenkommen.
Foto: Fort Myers – Islands, Beaches and Neighborhoods

