Gleichzeitig setzt Seattle konsequent auf Nachhaltigkeit: An den Kreuzfahrtterminals stehen bereits mehrere Shore-Power-Anschlüsse zur Verfügung. Schiffe können während der Liegezeit ihre Motoren abschalten und Strom vom Land beziehen. Die Stadt verfolgt das Ziel, bis 2030 alle Kreuzfahrtschiffe vollständig über Shore Power zu versorgen.
Premieren und neue Routen ab Seattle
Mehrere Reedereien steuern Seattle 2026 erstmals oder mit neuen Schiffen an. Princess Cruises stationiert mit der Star Princess ihr bislang größtes Alaska Schiff in Seattle. Virgin Voyages kommt mit der Brilliant Lady erstmals in die Stadt und bietet neue Alaska Routen an. MSC Cruises startet mit der MSC Poesia die erste Alaska Saison ab Seattle mit siebentägigen Reisen. American Cruise Lines ergänzt das Angebot ab September 2026 um eine Kombination aus einer Landreise zu drei Nationalparks im Bundesstaat Washington und einer anschließenden Seereise zu den San Juan Islands. Und auch Carnival Cruise Line führte im April dieses Jahres eine neue Route ein, die Mobile im US-Bundesstaat Alabama mit Seattle im Bundesstaat Washington verbindet. Die 16-tägige Kreuzfahrt führt durch den Panamakanal und beinhaltet Stopps in Cabo San Lucas, Puntarenas (Costa Rica) und Cartagena (Kolumbien). Im Jahr 2025 verzeichnete der Port of Seattle 1,9 Millionen Kreuzfahrtpassagiere und 298 Schiffsanläufe. Der wirtschaftliche Effekt für die Region lag bei rund 1,2 Milliarden US-Dollar.
Tor zu Alaska und den San Juan Islands
Seattle ist Ausgangspunkt für Reisen entlang der Alaska Inside Passage. Die Route führt durch Fjorde, vorbei an Gletschern, durch bewaldete Küstenlandschaften und Tiergebiete. Für kürzere Aufenthalte bieten sich Ausflüge zu den San Juan Islands an. Bainbridge Island ist in 35 Minuten mit der Fähre erreichbar und verbindet kleinstädtischen Charme, unberührte Natur und weite Blicke auf die Skyline von Seattle. Auch Victoria in British Columbia lässt sich von Seattle aus gut einplanen.
Seattle erleben: Waterfront und Seattle Center
Die Stadt selbst ist für Kreuzfahrtpassagiere leicht zugänglich. Die neugestaltete Seattle Waterfront verläuft direkt am Wasser und verbindet Spazierwege, Aussichtspunkte und gastronomische Angebote. Der Overlook Walk schafft eine direkte Fußverbindung zwischen dem Pike Place Market und der Waterfront. Von hier öffnen sich Blicke auf die Elliott Bay, die Olympic Mountains und den Mount Rainier. Ein zentraler Anlaufpunkt ist das Seattle Center. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen hier dicht beieinander. Gäste mit begrenzter Zeit erreichen mehrere Highlights ohne lange Wege. Dazu gehören die Space Needle mit Aussichtsplattform, das Chihuly Garden and Glass, das Museum of Pop Culture nach einem Entwurf von Frank Gehry sowie die Seattle Opera. Für einen Besuch sollte ein halber Tag eingeplant werden.
Foto: Port of Seattle

