Fast drei Jahrzehnte lang blieb der Savuti-Kanal im Norden Botswanas trocken. Als das Wasser 2008 zurückkehrte, folgten ihm auch die Elefanten. Seither ziehen wieder tausende Tiere durch das Linyanti-Wildreservat – auf denselben Routen, die ihre Herden seit Generationen nutzen.
Wandernetzwerk
Diese Wege sind weit mehr als bloße Verbindungen zwischen Wasserstellen. Gemeinsam mit dem Okavango-Delta und der Mababe-Ebene bildet das Linyanti-Gebiet einen der bedeutendsten zusammenhängenden Elefantenlebensräume Afrikas. Mehr als die Hälfte aller verbliebenen Afrikanischen Elefanten lebt innerhalb der grenzüberschreitenden Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area (KAZA). Die Tiere sind auf offene Wanderkorridore angewiesen. Werden diese unterbrochen, steigt das Konfliktpotenzial zwischen Mensch und Tier.
Genau hier setzt Wilderness an. Das Safariunternehmen betreibt entlang dieser natürlichen Wanderachsen 13 Camps – sieben im Okavango-Delta, fünf im Linyanti und eines in der Mababe-Ebene – und verbindet Tourismus mit langfristigem Naturschutz: von der Erhaltung historischer Elefantenrouten über wissenschaftliches Monitoring bis hin zu Projekten, die Gemeinden dabei unterstützen, mit den Tieren zu leben statt gegen sie zu arbeiten.
Wo Elefanten durchs Camp ziehen
Das rund 1.200 Quadratkilometer große Linyanti-Wildreservat verbindet das Okavango-Delta mit dem Chobe-Nationalpark und zählt zu den wichtigsten Wandergebieten für Elefanten im südlichen Afrika. Wilderness betreibt hier fünf Camps, darunter King’s Pool und DumaTau.
Während der Trockenzeit ziehen täglich große Herden durch die Region. Rund um King’s Pool begegnen Gäste den Tieren oft unmittelbar am Flussufer oder auf ihrem Weg zwischen Lagune und Wald – manchmal sogar mitten im Camp. Herden mit mehr als hundert Elefanten sind keine Seltenheit.
Nur wenige Kilometer entfernt liegt DumaTau. Bereits bei der Planung des Camps wurden zwei historische Elefantenkorridore bewusst freigehalten. Bis heute können die Tiere östlich und westlich des Camps ungehindert wandern – oder, wenn sie möchten, direkt hindurch.
Foto: Wilderness

