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Wo die Welt leiser wird: Stille Momente in Peru

Der Wunsch nach Entschleunigung prägt das Reiseverhalten vieler Menschen heute stärker denn je. Statt Sehenswürdigkeiten im Eiltempo abzuhaken, sehnen sich immer mehr Reisende nach Augenblicken, die Raum zum Durchatmen schaffen, nach Erlebnissen, die lange nachwirken statt nach imposanten Sehenswürdigkeiten im Minutentakt. Peru bietet unzählige solcher Momente. Augenblicke, in denen das Handy in der Tasche bleibt, Gespräche verstummen und plötzlich nur noch das Rauschen des Windes, das Plätschern des Wassers oder die Geräusche des Regenwaldes zählen.

Wenn die Anden noch schlafen

Bevor die ersten Wanderer eintreffen, liegt die Laguna 69 im Nationalpark Huascarán nahezu vollkommen ruhig zwischen schroffen Felswänden und schneebedeckten Gipfeln. Das intensive Türkis des Gletschersees spiegelt den Himmel wider, Wasserfälle stürzen in die Tiefe und außer dem Wind ist kaum etwas zu hören. Ein Moment kraftvoller Stille, der alle Hektik vergessen lässt und neue Energie schenkt.

Wenn der Regenwald langsam erwacht

Der Tag beginnt im Nationalreservat Pacaya Samiria in der Region Loreto im peruanischen Amazonasgebiet lange vor Sonnenaufgang. Lautlos gleitet ein kleines Kanu über das spiegelglatte Wasser, während noch Nebelschwaden zwischen den Baumkronen hängen. Mit den ersten Sonnenstrahlen erwacht der Regenwald: in der Ferne erklingen die Rufe von Affen, exotische Vögel ziehen über den Fluss und mit etwas Glück kann man rosa Flussdelfine an der Wasseroberfläche entdecken. Ein Naturschauspiel, das Tag für den Tag den Blick auf das Wesentliche lenkt und erlaubt, sich mit Natur eins zu fühlen und die Stille zu genießen.

Foto:  Alex Bryce / PROMPERÚ

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