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Vom Plastikmüll zum Baustoff

Rund 100 Tonnen Plastikmüll fallen jeden Monat rund um die Victoriafälle an, die seit 1989 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Ein Teil davon gelangt in die umliegende Natur, wo er von Wildtieren aufgenommen werden kann. Anderer Plastikmüll wird verbrannt und setzt dabei giftige Dämpfe frei. Die simbabwische Initiative Ele-Collection sammelt den Plastikmüll und verarbeitet ihn zu einem Granulat zur Betonherstellung. Gleichzeitig schafft das Sammeln Einkommensmöglichkeiten für die lokale Bevölkerung, insbesondere für Frauen aus der Region.

Für ihr Engagement erhält Ele-Collection nun eine Förderung in Höhe von 100.000 USD vom Wilderness Trust, der gemeinnützigen Naturschutzorganisation von Wilderness. Im Rahmen der zweiten Wilderness Impact Challenge überzeugte die Initiative unter mehr als 80 Bewerbungen. Aktuell verarbeitet Ele-Collection rund 30 Tonnen Plastik im Monat und schafft damit Einkommensmöglichkeiten für mehr als 40 Sammlerinnen und Sammler.

Plastiksammeln als Einkommensquelle

Menschen aus den umliegenden Gemeinden sammeln Plastik in ökologisch sensiblen Gebieten und verkaufen es an Ele-Collection. In der Anlage wird der Kunststoff geschreddert, mit zerkleinertem Glas vermischt und zu einem Granulat verarbeitet. Zusammen mit Zement und Wasser entsteht daraus Beton, der unter anderem für Bodenplatten, Ziegel und Pflastersteine eingesetzt werden kann.

Ele-Collection plant, künftig auch Plastik aus Livingstone und Hwange zu verarbeiten. In beiden Regionen ist Wilderness auch mit Camps vertreten, mit drei Standorten im Hwange-Nationalpark und einem weiteren bei Livingstone am Sambesi. Langfristig soll das Recyclingkonzept auf weitere ökologisch sensible Regionen übertragen werden.

Naturschutz, der Einkommen schafft

Die Wilderness Impact Challenge fand 2026 zum zweiten Mal statt. Der diesjährige Schwerpunkt „Empower“ lag auf Projekten, die Naturschutz mit neuen Einkommensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort verbinden.

Auch die beiden weiteren Finalisten unterstützt der Wilderness Trust mit jeweils 25.000 USD: CLAWS in Botswana, das sich für ein besseres Zusammenleben von Menschen und Löwen einsetzt, sowie Wild Survivors in Tansania, das mit von Frauen geführten Projekten Mensch-Elefanten-Konflikte verringert.

Foto: Richard Watson 

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