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Scottsdale gehört zu den wichtigsten Kunstzentren der USA

Wer an Scottsdale denkt, hat meist Golfplätze, Luxusresorts und die Sonora-Wüste vor Augen. Doch die Stadt in Arizona hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auch zu einem der bedeutendsten Kunstzentren der Vereinigten Staaten entwickelt. Von renommierten Museen über historische Künstlerkolonien bis hin zu preisgekrönten Galerien prägt Kunst das Stadtbild ebenso wie die spektakuläre Wüstenlandschaft.

Mehr als 70 öffentliche Kunstwerke prägen das Stadtbild. Ein Spaziergang durch Old Town lohnt sich besonders. Bei einem 60-minütigen Rundgang, der Scottsdale Public Art Walking Tour, haben Reisende die Chance, zehn der berühmtesten Werke zu sehen, zu denen außer Bronzestatuen auch Brunnen und interaktive Installationen zählen und die zu Highlights wie Jack Knife von Ed Mell führen, der Bronzeskulptur eines Cowboys auf einem buckelnden Bronco, oder The Yearlings von George-Ann Tognoni, einem Denkmal für Wildpferde, das drei einjährige Fohlen zeigt, die davongaloppieren.

Im Scottsdale Arts District, dem kreativen Zentrum der Stadt, reihen sich entlang von Main Street und Marshall Way mehr als 100 Galerien aneinander. Die Bandbreite reicht von zeitgenössischer Kunst über Fotografie bis hin zu Werken indigener Künstler und Kunstschaffender aus dem amerikanischen Westen.

Besonders lebendig wird das Viertel beim Scottsdale ArtWalk. Jeden Donnerstagabend von 19 bis 21 Uhr öffnen dabei zahlreiche Galerien ihre Türen und laden dazu ein, neue Ausstellungen zu entdecken oder mit Künstlern ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung gilt als einer der ältesten kontinuierlich stattfindenden ArtWalks der USA und hat maßgeblich dazu beigetragen, Scottsdale als Kunststadt zu etablieren.

Museen mit internationalem Renommee

Zu den kulturellen Aushängeschildern der Stadt zählt das Scottsdale Museum of Contemporary Art, kurz SMoCA. Das Museum widmet sich zeitgenössischer Kunst, Architektur und Design und präsentiert regelmäßig Werke internationaler Künstler. Zu den bekanntesten Installationen gehört „Knight Rise“ des Arizoner Künstlers James Turrell, dessen Skyspaces weltweit als Meilensteine der Lichtkunst gelten.

Einen Blick auf die Kultur des amerikanischen Westens bietet das Western Spirit: Scottsdale’s Museum of the West. Das mehrfach ausgezeichnete, kürzlich für 12 Millionen Dollar erweiterte Museum zeigt Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Artefakte, die die Geschichte des Westens und seiner Bewohner erzählen. Dabei spielen auch die Traditionen und Kunstformen der indigenen Kulturen Nordamerikas eine wichtige Rolle. Und das Museumsgebäude selbst ist ein architektonisches Highlight, das moderne Formsprache mit traditionellen Materialien vereint.

Frank Lloyd Wrights visionäres Vermächtnis in der Wüste

Kunst und Architektur gehen in Scottsdale ohnehin oft Hand in Hand. Nirgendwo wird das deutlicher als in Taliesin West, dem ehemaligen Winterwohnsitz des weltberühmten Architekten Frank Lloyd Wright. Das Anwesen gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele amerikanischer Architektur des 20. Jahrhunderts. Die Anlage am Rand der Sonora-Wüste in den Ausläufern der McDowell-Berge entstand ab den 1930er-Jahren und wurde so gestaltet, dass sie mit der umliegenden Wüstenlandschaft zu verschmelzen scheint.

Foto: Scottsdale Museum of Contemporary Art

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