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Parusso: zwei fulminante Barolo Riserva

Vigna Rocche wie auch Vigna Munie sind zwei ganz besondere Einzellagen mit höchst unterschiedlichen Böden und Expositionen, die mit diesem Jahrgang von einer außergewöhnlich kühlen Lese erzählen. Aber nicht nur dies: Außergewöhnlich sind sie zudem, weil sie den unverwechselbaren Stil von Parusso verkörpern: das Ergebnis langjähriger Forschung, Kreativität und Leidenschaft besonders für diesen einzigartigen Bereich der piemontesischen Langhe. Und schließlich: Außergewöhnlich sind sie auch, weil sie die internationale Weinkritik mit bis zu 98 bzw. 97 Punkten bewertet (Larsson). 

Tatsächlich befindet sich auch der Sitz des 1901 mit dem Ankauf des ersten Weinbergs begründeten Familienbetriebs im Ortsteil Bussia von Monforte d’Alba. Heute werden 28 Hektar Weinberge kultiviert und jährlich zirka 150 000 Flaschen abgefüllt. Die Arbeit im Weinberg konzentriert sich auf die autochthonen Rebsorten des Gebietes: Dolcetto, Barbera und Nebbiolo. Der Standardwein, der den Parusso-Stil am besten dokumentiert, ist der Parusso Langhe DOC Nebbiolo, dies gilt auch für den Barolo DOCG Perarmando von Parusso. Die allererste Abfüllung eines Parusso-Barolo fand allerdings erst 1971 statt. Zuvor war Parusso, heute in fünfter Generation aktiv und derzeit von den Geschwistern Marco und Tiziana Parusso geführt, durchaus auch ein ganz normaler landwirtschaftlicher Betrieb.

Für den besonderen Parusso-Stil steht vorwiegend Marco Parussos Vision vom Winzern: Zentral ist die Traube als authentischer Ausdruck von Terroir, Jahrgang und menschlicher Arbeit. Jede einzelne Traube gelangt mit höchster Sorgfalt und unverfälscht vom Weinberg in den Keller – die Basis für Weine mit unverwechselbarer Handschrift: präzise, lebendig, ausdrucksstark. 

Diese besondere Identität und Athentizität macht sich besonders bei den Nebbiolo-Trauben in den drei Cru-Lagen von Parusso bemerkbar: Mosconi, Mariondino und Bussia. Und nur aus der Lage Bussia, dem Herzstück des Weinguts, stammen die zwei Barolo Riserva „Vigna Rocche“ und „Vigna Munie“, die zudem optisch mit der „etichetta oro”, dem goldenen Etikett ausgezeichnet sind. Beide Weine werden nur in den allerbesten Weinjahren hergestellt – was sie besonders attraktiv macht. 

Volle und kräftige Trauben nach der Ernte. Foto: Parusso
Volle und kräftige Trauben nach der Ernte. Foto: Parusso

Vigna Rocche und Vigna Munie 2016 – eine Zeitreise

Zwei Barolo, die Frische und Tiefe der Weinberglage Bussia bezeugen, dazu zehn Jahre Reife! Dies ist der Grundstock für dies zwei ungewöhnlichen Barolo Riserva des Jahrgangs 2016! Die Lagen beider Weine profitieren von iher exzellenten Exposition, die indes ihren je eigenen Charakter besitzen: 

Die Weinberglage des „Vigna Rocche” ist nach Südosten ausgerichtet, das Terroir zeichnet sich durch feinkalkhaltige Böden aus. Dies führt zu einem hocheleganten und sehr präzisen, klassischen Barolo. Die Lage des „Vigna Munie” ist jedoch an einem wärmeren Südwesthang, mit Böden aus Sandstein, weißem Mergel und Schluff. Diese verleihen dem Wein Kraft, Tiefe und geschmeidigen Schmelz.

Für Winzerprofi und Forschungsenthusiast Marco Parusso ist der Unterschied zwischen den beiden klar: „Könnte man sie berühren, wären sie wie Seide beziehungsweise feinstes Babycashmere!“ Und: „In jeder Traube offenbart sich der wahrhaftigste und tiefste Ausdruck ihres Terroirs! Jede einzelne trägt die Identität ihrer Herkunft in sich. Zum Zeitpunkt ihrer vollkommenen Reife gelesen, bringt sie alle Informationen – oder, wie ich sie nenne, alle `Botschaften` – , die sie im Laufe des Jahres gesammelt hat, mit in den Keller. Meine Aufgabe ist es, diese so authentisch wie möglich zu interpretieren und sie im Glas in einer einzigartigen Verbindung aus Farbe, Tanninen, Emotionen und natürlich Frucht erlebbar zu machen, jener Komponente, die ich in meinen Weinen besonders hervorheben möchte.“

Und keine Frage: Das Jahr 2016 zählt zweifelsohne zu den besten Jahrgängen. Das gemäßigte Klima und unterdurchschnittliche Temperaturen ermöglichten eine langsame, vollständige Reifung der Trauben und schufen die Grundlage für Weine von außergewöhnlicher Balance, Eleganz und Reifepotenzial.

Die Ernte der Nebbiolo-Trauben für den „Vigna Rocche” erfolgte am 12. Oktober 2016, die für den „Vigna Munie” nur einen Tag später – alles sorgfältig von Hand gelesen und in kleinen, luftdurchlässigen Lesekisten in den Keller gebracht. Dort wurden sie nach einigen Tagen der Ruhe höchst schonend vom Parusso-Team verarbeitet. 

Rebstöcke des Weinguts. Foto: Parusso
Rebstöcke des Weinguts. Foto: Parusso

Limitierte Auflage

Sowohl „Vigna Rocche” als auch „Vigna Munie” reiften 26 Monate in kleinen Eichenfässern auf der Feinhefe, bevor sie bei einer konstanten Temperatur von 15 °C weitere sieben Jahre in der Flasche lagerten. Diese Vorgehensweise für die beiden Barolo Riserva bezeugt die kompromisslose Winzerkunst und den Qualitätsanspruch, mit denen Marco und Tiziana Parusso auch ihr gesamtes Familienweingut führen. Nun sind diese zwei Barolo-Stars von 2016 in streng limitierter Auflage in ausgewählten Weinfachgeschäften erhältlich. Vom Barolo DOCG Bussia Riserva Oro „Vigna Rocche 2016“ wurden nur 1900 Flaschen und 150 Magnumflaschen hergestellt, vom „Vigna Munie“ 3615 Flaschen, zudem 200 Magnum-, 40 Jeroboam- und 20 Methusalemflaschen.

Der „Vigna Roche 2016” sollte bei 16 Grad Celsius serviert werden und past vorzüglich zu Lamm, Wild, Gegrilltem und Trüffelgerichten. Der Vigna Mumie 2016” verlangt 15 Grad Celsius und wird dann neben Wild, Lamm und Trüffel auch perfekt zu reifem Käse sein.

Top-Portfolio, auch mit zwei grandiosen Schaumweinen

Neben dem Langhe DOC Nebbiolo und dem Barolo DOCG Perarmando produziert Parusso auch einen Barbera d’Alba DOC und einen Dolcetto Alba DOC. Zudem wird der „Rovella“, ein reinsortiger Sauvignon Blanc mit Trauben von über 20 Jahre alten Rebstöcken erzeugt. Clou sind indes die zwei Schaumweine nach der Metodo-Classico-Methode: ein Brut und vor allem der Extra Brut „100 Mesi“ („100 Moante auf der Hefe”), die jeweils zu 100 Prozent aus Nebbiolo-Trauben vinifiziert werden. Unter den Barolo-Weinen sind zudem der Barolo DOCG Bussia, der Barolo DOCG Mosconi und der Barolo DOCG Mariondino sehr zu empfehlen. Zudem hat Parusso 2015 mit der Marke Vegliamonte (https://vegliamonte.it) vom Gut Cascina Baconotta (14 Hektar Land, davon acht Hektar Weinberge, zwei Hektar Nussbäume, der Rest Wald) im Ortsteil Santa Rosalia von Alba ein neues Kapitel in der langen Weinbaugeschichte der Familie aufgeschlagen. Hier entsteht nun der neue Vegliamonte Alba DOC aus mindestens 70 Prozent Nebbiolo und mindestens 15 Prozent Barbera. 


Informationen:

Parusso Società Agricola: www.parusso.com/en

Fotos: Parusso

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