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Outback zum Anfassen

Rote Erde, zerklüftete Bergketten, tiefe Schluchten und ein Sternenhimmel, der fernab der Städte besonders klar erscheint: Die Flinders Ranges gehören zu den eindrucksvollsten Outback-Regionen Australiens. Bereits rund fünf Autostunden nördlich von Adelaide beginnt eine Landschaft, in der Reisende Kängurus, Emus, Gelbfuß-Felskängurus und einer Kulturgeschichte begegnen, die zehntausende Jahre zurückreicht. Für Besucher entsteht dadurch ein Reiseziel, das Natur, Wildlife, Aboriginal-Kultur und aktive Erlebnisse auf engem Raum verbindet und zugleich einen besonders authentischen Zugang zum südaustralischen Outback eröffnet.

Dass die Region auch international an Bedeutung gewinnt, zeigt die weltweit führende Reiseplattform Lonely Planet: Ikara-Flinders Ranges & Outback wurde in die Liste „Best in Travel 2026“ aufgenommen und ist das einzige australische Reiseziel unter den „World’s Top Places“ dieses Jahres.

Ikara-Flinders Ranges National Park

Das Herz der Flinders Ranges ist der Ikara-Flinders Ranges National Park, ein rund 95.000 Hektar großes Schutzgebiet mit Bergketten, Felsformationen, Schluchten und weiten Ebenen. Bekanntestes Wahrzeichen ist Wilpena Pound, ein natürliches, von Gebirgskämmen umschlossenes Amphitheater, das sich auf unterschiedliche Weise erschließt: zu Fuß, bei einer Fahrt zu Aussichtspunkten oder aus der Luft bei einem Rundflug. Besonders eindrucksvoll sind Panoramaflüge mit Anbietern wie Wrights Air über Wilpena Pound, weil erst aus der Vogelperspektive die Dimension der Formation und der umliegenden Gebirgszüge sichtbar wird. Auch Orte wie Brachina Gorge, Bunyeroo Gorge, Razorback Lookout und Stokes Hill Lookout zeigen, wie abwechslungsreich die Landschaft auf vergleichsweise kurzer Strecke ist. Zwischen roten Felswänden, ausgetrockneten Flussbetten und knorrigen Eukalyptusbäumen wird deutlich, warum die Region seit Jahren zu den großen Naturerlebnissen Südaustraliens zählt. Wer mit dem Mietwagen oder Geländewagen unterwegs ist, kann viele Abschnitte individuell erkunden, sollte Streckenbedingungen und Distanzen jedoch sorgfältig planen und ein Allradfahrzeug nutzen, denn gerade die Weite ist Teil des Erlebnisses.

Wildlife-Begegnungen

Die Flinders Ranges eignen sich hervorragend, um australische Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Kängurus und Emus sind hier regelmäßig zu sehen, häufig am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn die Temperaturen milder sind. Besonders charakteristisch für die Gegend ist das Gelbfuß-Felskänguru, das in felsigen Schluchten und steilen Hängen lebt und mit etwas Geduld in Regionen wie Brachina Gorge oder rund um geschützte Felshabitate entdeckt werden kann. Hinzu kommen die zur Familie der Kängurus gehörenden Wallaroos, Echsen und zahlreiche Vogelarten, darunter Keilschwanzadler, die über den Bergkämmen kreisen. Anders als in klassischen Wildlife-Parks steht hier nicht die schnelle Begegnung im Vordergrund, sondern das Beobachten in natürlicher Umgebung: Spuren im Sand, Bewegungen am Hang, Geräusche im Busch. Geführte Touren mit Anbietern wie Wild Bush Luxury Experiences helfen dabei, Tiere und Pflanzen richtig einzuordnen und ökologische Zusammenhänge zu verstehen. Besonders bekannt ist der Arkaba Walk, eine geführte viertägige Tour auf einem privaten Schutzgebiet vor der Kulisse von Elder Range und Wilpena Pound. Die Wanderung gehört zu den Great Walks of Australia und verbindet tägliche Etappen durch Buschland, Ebenen und Felslandschaften mit Übernachtungen in komfortablen Swags oder im historischen Arkaba Homestead. Auch Kamele gehören zur Geschichte und Gegenwart des Outbacks: Anbieter wie Camel Treks Australia & Nomadic Spirit Journeys bieten geführte Kameltreks an, die Reisende entschleunigt durch die Landschaft führen und zugleich an die historische Rolle der Kamele als Transporttiere im australischen Inland erinnern.

Foto: Tourism Australia

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