Foodie

La Casaccia di Franceschi: Neuer Rosso di Montalcino 2024

Die Gründung des Weingutes im Jahr 2015 ist Vater Leopoldo Franceschi zu danken, der mit großem Eifer und seiner ganzen Erfahrung auf die Gründung eines modellhaften Agrarbetriebs setzte, der auf dynamische Weise und voller Respekt auf die Errungenschaften moderner Wein- und Landwirtschaftserkenntnisse setzt. La Casaccia besteht sogar aus zwei Gütern: Da ist einmal die Niederlassung in Montalcino. 

Und dann ist da noch das Franceschi-Gut Le Spinaie in der Gemeinde Cinigiano in der Provinz Grosseto. Indes gilt für beide Güter: Auswahlkriterium Numero Uno war die hohe Qualität des Bodens, uralter, kalkhaltiger Erde und vor allem Galestro! Und natürlich sind die Franceschi keineswegs neu im Metier – sie kennen sich bestens aus. Schon Leopoldo repräsentierte die fünfte Generation der Winzerfamilie, nun stehen ihm Flavia und Federico zur Seite und setzen noch eine drauf.

Insgesamt werden heute siebzehn Hektar Weinberge bewirtschaftet. Bei der Fermentierung hat man sich für Stahltanks entschieden, die Reifung erfolgt aber natürlich in Eichenfässern. Und natürlich setzt man hier voll auf biologische Methoden des Weinbaus und versucht so, das ideale Gleichgewicht zwischen Ökologie und finalem Produkt herzustellen. Das Prinzip setzt sich dank Hochtechnologie auch in der Cantina fort. Ins Glas gelangt – nach ausgiebiger Selektion und handgelesen – nur das Allerbeste. 

Rebfläche des Weinguts. Foto: La Casaccia di Franceschi
Rebfläche des Weinguts. Foto: La Casaccia di Franceschi

Und Flavia ergänzt: „Für uns ist das Ziel, Weine hoher Qualität herzustellen, die ein hohes Niveau an Exzellenz erreichen. Dies einmal festgehalten, bringen wir nur Produkte auf den Markt, mit denen wir aus qualitativer Sicht vollständig zufrieden sind. Wenn wir einmal nicht von einem Jahrgang überzeugt sind, bringen wir ihn auch nicht in den Handel.“ 

Limitiertes Portfolio perfekter Weine…

16,37 Hektar Fläche mit dreizehn Hektar Weinbergen besitzt das Anwesen Casaccia in Montalcino, genauer gesagt in Sant`Angelo in Colle. Es liegt in ca. 370 bis 500 m Höhe, geschützt vom Monte Amiata und mit perfektem Mikroklima aufwartend. Weitere 13,5 Hektar Land (darunter 4,8 Hektar Weinberge) befinden sich etwa zwanzig Kilometer entfernt in Cinigiano im Ombrone-Tal in 346 m Höhe über dem Meeresspiegel. Dort werden vorwiegend Carmenère, Cabernet Franc, Merlot und Cabernet Sauvignon angebaut, während sich in Montalcino alles um die Herstellung einer perfekten Brunello di Montalcino Riserva dreht, die wie erwähnt auch nur in allerbesten Weinjahren abgefüllt wird. 

Ihr überaus gelungenes Weindebut feierten die Franceschi 2022 auf dem nationalen und internationalen Weinmarkt – mit Brunello-Weinen und ausgewählten IGT-Weinen der Spitzenklasse.

Der Rossio di Montalcino 2024. Foto: La Casaccia di Franceschi
Der Rossio di Montalcino 2024. Foto: La Casaccia di Franceschi

Da sind erst einmal Rosso di Montalcino, Brunello di Montalcino und Brunello di Montalcino Riserva DOCG. Die Trauben für letzteren reinen Sangiovese, der 2019er erhielt schon 94 Punkte (Falstaff), gedeihen an 2007 gepflanzten Rebstöcken des Weinbergs. Nach der Fermentierung in Stahl erfolgt die Reifung (36 Monate) in Eichenfässern (Allier, 33 Hektoliter Fassungsvermögen). Nach einem weiteren Jahr Reifung in der Flasche darf man sich auf einen rubinroten Wein der Extraklasse mit intensivem Bouquet freuen, der perfekt zu Steaks, Wild und reifem Käse passt. 

Kaum weniger großartig ist der Brunello di Montalcino DOCG (ebenfalls 36 Monate Reifung im 28 Hektoliter fassenden französischen Eichenfass, danach sechs Monate in der Flasche) und sein „kleiner Bruder“, der neue Rosso di Montalcino DOC.

IGT-Weine aus Cinigiano

Eine Offenbarung ist auch der reine San Leopoldo Merlot IGT Toscana der Franceschi aus Cinigiano. Nach zwanzig Tagen in Stahl gelangt er für zwölf Monate in Barriques aus amerikanischer Eiche und weitere sechs Monate in die Flasche, ehe die Marktreife erreicht ist. Mit seinen Noten von Kirsche und Pflaume passt er bestens zu Schweinebraten, Huhn, zu vegetarischen Gerichten mit Pilzen, auch zu Pizza und Käse. Ebenfalls in Cinigiano wachsen die Trauben für Franceschis Blend San Leopoldo IGT Toscana Cabernet Sauvignon & Merlot.

Die Eigentümer des Weinguts. Foto: La Casaccia di Franceschi
Die Eigentümer des Weinguts. Foto: La Casaccia di Franceschi

Auch dieser Wein reift zwölf Monate in Barriques aus amerikanischer Eiche und mindestens sechs Monate in der Flasche. Er passt perfekt zu Lammbraten oder zur Bistecca fiorentina. Eine Überraschung ist dann Franceschis reiner San Leopoldo IGT Cabernet Franc, dessen Trauben seit 2018 an den Rebstöcken in Cinigiano gedeihen. Er reift zwölf Monate in Tonneaux und Barriques aus amerikanischer Eiche und mindestens 18 weitere Monate in der Flasche. Er passt perfekt zu Ente, Reisgerichten oder Schweinebraten. Franceschis IGT-Weine rangieren je nach Jahrgang bei 92 und 93 Punkten.

Und natürlich planen die Franceschi auch für die Zukunft. La Casaccia in Montalcino soll zum Agriturismo mit Übernachtung und Küche ausgebaut werden, die Cantina wird renoviert. Und es ist Flavia, die sich in Zukunft um die Weinherstellung und die Verwaltung kümmert, während Federico für Verkauf und Marketing zuständig sein wird.


Informationen:

Podere La Casaccia di Franceschi: www.lacasacciadifranceschi.it

Fotos: La Casaccia di Franceschi

Teilen: