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Jubiläum mit sagenhaftem Nebbiolo-Schaumwein

1925 erwarben die Parusso das Landhaus Rovella in Bussia, doch noch 1960 wurde hier Viehwirtschaft und Obstanbau betrieben, ehe weiter Weinberge angekauft wurden. Die Wende kam dann 1971, als Armando Parusso, Neffe von Gaspare, damit begann, Wein in Flachen abzufüllen. 1986 schloss dann Armandos Sohn Marco die Weinschule in Alba ab und führt seither mit Schwester Tiziana das Familienunternehmen mit heute 28 Hektar Weinbergen. 1990 wurde dann das Unternehmen Parusso Armando di Parusso Figli gegründet, 2024 das Bauernhaus originalgetreu restauriert, 2016 acht Hektar Weinberge in Alba hinzugekauft. Schließlich traten Tizianas Tochter Giulia und Marcos Sohn Francesco 2019 mit in die Geschäftsführung ein und sollen das Familienunternehmen nun in fünfter Generation führen. 2021 feierte man den 50. Geburtstag der erstmaligne Abfüllung eines Barolo!

Aber natürlich sind im Hause Parusso auch einzigartige Interpretationen des Langhe DOC Nebbiolo, des Barbera d’Alba DOC, des Dolcetto d’Alba und mit dem „Rovella“ auch ein reiner Sauvignon Blanc-Weißwein präsent.

Inspiration durch Thomas Jefferson

Hauptverantwortlich für die allerhöchste Qualität der Parusso-Spitzenweine ist natürlich Marco Parusso, der heute zu einem der besten Barolo-Winzers mit eigenem Stil zählt. Bei ihm müssen Leben, Rebe und Wein mit seinem Modus Operandi übereinstimmen. Auf die Idee, die eh schon bedeutende Barolo-Kollektion mit zwei Metodo Classico-Schaumweinen Extra Brut zu ergänzen, kam er aus dem Wunsch heraus, alte Traditionen wiederzuentdecken und dem Nebbiolo eine unerwartete, raffinierte Gestalt zu verleihen: die eines Schaumweins in zarten Rosé-Nuancen, die an die magischen Sonnenuntergänge in den Langhe erinnern: „Mit dem Nebbiolo sind wir am tiefsten verwurzelt, und er treibt uns an, immer wieder neues auszuprobieren.“ 

Parusso Extra Brut. Foto: Parusso
Parusso Extra Brut. Foto: Parusso

Und: Die Schaumweinerzeugung des Nebbiolo ist alt und gleichzeitig aktuell.“ Dabei half ein Blick in die Geschichte. Denn 1787 befand Thomas Jefferson, damals US-Botschafter in Frankreich, während eines Besuchs im Piemont einen Nebbiolo „so spritzig wie ein Champagner.“

Der Metodo Classico Extra Brut 2019

Und so war es für Parusso keine Frage, dieser Königsrebe der Langhe ein neues Denkmal mit Eleganz, Intuition und Forschung zu setzen. Heraus kamen zwei Schaumweine, die jeweils 36 bzw. 100 Monate (!) auf der Hefe reifen. Neu auf dem Markt ist nun der 2019er Jahrgang, ein langsamer, klassischer Jahrgang mit Ernte Ende August. Für die Herstellung wurde ausschließlich der „mosto fiore“, der Vorlaufmost verwendet, der dann mit autochthonen Hefen vergoren wurde. 36 Monate reifte der Wein, der mit anhaltender Perlage und Noten von Aprikose, Himbeere und Erdbeere aufwartet und durch seine Frische überzeugt.

Poesie der Zeit

Nur in limitierte Auflage von gerade 1300 Flaschen, darunter 100 Magnum, ist diese edle Edition ausschließlich in allerbesten Vinotheken erhältlich. Der Extra Brut, auch er ein hundertprozentiger Nebbiolo, reifte 100 Monate auf der Hefe, bringt im Jahrgang 2015 außergewöhnliche Komplexität und Tiefe mit und prunkt mit einem Bouquet von Rosen und kandierten Früchten. Ein Meisterwerk des Temas um Marco Parusso, der zusammenfasst: „Mit unseren Schaumweinen wollen wir zeigen, was unser am Ende des Sommers gelesener Nebbiolo zum Ausdruck bringt: komplexe Frische, die sich mit der Zeit zu überraschenden Aromen entwickelt.“


Informationen:

Parusso Società Agricola: www.parusso.com/en

Fotos: Parusso

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