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Insel Rab – zwischen Geschichte, wunderschöner Landschaft und Hotellerie

Die kroatische Insel Rab, irgendwo mitten in der Kvarner-Bucht zwischen Krk und Pag, ist so etwas wie die charmante Mischung aus Mittelalter-Romantik und Urlaubs-Gelassenheit. Während viele Adriainseln eher karg wirken, zeigt sich Rab erstaunlich grün – fast schon frech grün für eine Insel, die im Sommer ordentlich Sonne abbekommt.

Mit rund 2500 Sonnenstunden pro Jahr zählt Rab zu den sonnenreichsten Gebieten Europas. Pinienwälder, Olivenhaine und versteckte Buchten machen die Landschaft Rabs zu einem perfekten Spielplatz für alle, die zwischen Strandhandtuch und Wanderpfad hin- und herpendeln möchten.

Die Insel hat unzählige Buchten. Foto: Michael Schabacker
Die Insel hat unzählige Buchten. Foto: Michael Schabacker

Doch bevor man sich im türkisfarbenen Wasser suhlt, lohnt ein Blick zurück: Rab hat eine ziemlich bewegte Geschichte. Die ersten bekannten Siedler waren die Illyrer, lange bevor die Römer auftauchten und der Insel einen ordentlichen Schub an Infrastruktur und Bedeutung verpassten.

Damals hieß Rab noch Arba und war ein strategisch wichtiger Ort, was sich an den Überresten römischer Mauern und Fundamenten noch erahnen lässt. Später wechselte die Insel häufiger den Besitzer: Byzantiner, Venezianer, Ungarn, Habsburger – sie alle haben ihre Spuren hinterlassen.

Blick auf das Meer von alten Befestigungsmauern aus vergangenen Zeiten. Foto: Michael Schabacker
Blick auf das Meer von alten Befestigungsmauern aus vergangenen Zeiten. Foto: Michael Schabacker

Wahrzeichen der Stadt

Besonders prägend war die venezianische Herrschaft, und das sieht man Rab-Stadt bis heute an. Die vier markanten Kirchtürme, die wie eine mittelalterliche Skyline über den Hafen wachen, sind das Wahrzeichen der Stadt. Wenn man durch die engen Gassen schlendert, vorbei an kleinen Cafés, in denen Espresso und Meerblick um die Wette duften, spürt man noch etwas vom Geist der alten Seerepublik.

Kirche in der Hauptstadt der Insel. Foto: Michael Schabacker
Kirche in der Hauptstadt der Insel. Foto: Michael Schabacker

Landschaftlich ist die Insel ein kleiner Kontrastkasten: Während der Norden mit seinen Sandbuchten fast freundlich wirkt, zeigt sich der Osten steinig und mondlandschaftlich – ein Ergebnis der starken Bora-Winde. Im Westen dagegen wächst ein üppiger Wald, der zu den ältesten geschützten Naturgebieten Kroatiens gehört. Der Komrčar-Park oberhalb der Altstadt ist ein Beispiel dafür: eine Art mediterraner Chill-out-Bereich mit grandiosen Aussichten.

All-Inclusive-Konzept

Gerade Mal zehn Minuten von dort entfernt, hat sich das Arba Resort von Valamar positioniert und im Mai 2025 einen Maßstab in punkto All-Inclusive-Urlaub gesetzt. Nicht nur, dass es sich um eine der schönsten Lagen auf der Insel handelt, es ist auch bezüglich der Ausstattung wenigstens dem offiziellen Vier-Sterne-Standard angepasst.

Das Arba Resort mit der vorgelagerten Bucht. Foto: Valamar
Das Arba Resort mit der vorgelagerten Bucht. Foto: Valamar

Mit stolzen 14 Zimmerkategorien lockt das Resort die Gäste an die kleine Bucht im Westen der Insel. Wahlweise gibt es Zimmer mit Park- oder auch mit Meerblick. Größentechnisch sind hier kaum Quantensprünge zu erwarten: Die Zimmer starten mit einer Größe von 23 Quadratmetern und finalisieren sich bei 55 Quadratmetern Raumgröße im Superior V Level Suiten Bereich. Positiv: ein Balkon ist in allen Kategorien dabei.

Kulinarisch offeriert das Arba Resort ein All-Inclusive-Konzept, bedeutet, dass zum Frühstück, Mittag- und Abendessen Büffet frei nutzbar sind. Und wenn der „Kleine Hunger“ dann doch Mal durchschlagen sollte, empfiehlt sich immer noch der Snack Bereich an der Lobby am Nachmittag. Von Pastagerichten über Sandwiches sollte man durchaus die Zeit bis zum Abendessen kulinarisch überbrücken können.

V Level Suite mit Meerblick. Foto: Valamar
V Level Suite mit Meerblick. Foto: Valamar

Arba 772 und Emerald

Zwei weitere Restaurants stehen den Gästen im Resort noch zur Verfügung. Das Arba 772 rühmt sich mit der Verwendung von vorzugsweise lokal angebauten Lebensmitteln. Eigentlich, so sollte man meinen, eine Selbstverständlichkeit. Aber oftmals eben dann doch nicht, sehr schön, dass das Hotel dies sinnvoll und bewusst implementiert.

Der Name des Restaurants resultiert übrigens aus dem Pflanzdatum des ältesten Olivenbaums der Insel, vermeintlich aus dem Jahr 772. Experten der Forstwirtschaft sollen dies mit einem Resistographen, also eines Geräts zur Analyse des inneren Zustands von Bäumen, wissenschaftlich belegt haben. Der etwa acht Meter hohe Baum ist also nunmehr stolze 1253 Jahre alt. Aber dann doch im Reigen der ältesten Olivenbäume noch ein Jüngling. In Vouves auf Kreta befindet sich ein 3000 bis 5000 Jahre alter Baum, welcher mittlerweile sogar zum nationalen Naturerbe-Monument erklärt wurde.

Das Restaurant Emerald für V Level Gäste. Foto: Valamar
Das Restaurant Emerald für V Level Gäste. Foto: Valamar

Doch dies dürfte die meisten Gäste des Restaurants weniger interessieren. Interessanter ist da sicherlich die zweite kulinarische Stätte im Hotel, das Restaurant Emerald. Doch hier trennt sich im Hotel dann die Spreu vom Weizen. Das exklusiv für V Level-Gäste eingerichtete Restaurant bietet gerade in den Abendstunden neben veganen dishes, lokalen Rab-Spezialitäten wie Štufad (traditionelles Lamm Gericht) und Štokalj (getrockneter Oktopus) auch eine wechselnde Auswahl an lokalen Fischgerichten. Auch hier gibt es ein Buffet und eine recht umfangreiche Weinkarte.

Pool & Bike

Doch gerade in den Sommermonaten sind natürlich die Bereiche Pool und Strand die vielleicht wichtigsten Orte zum Verweilen. Tatsächlich erfolgt auch hier eine Trennung von Gästen der Standard Kategorie und den Gästen mit V Level-Status. Zwei Pools, aufgeteilt für die genannten Kategorien, befinden auf der dem Meer zugewandten Seite. 

Der Strand des Arba Resort: kostenfreie Sonnenliegen und Handtuchservice inklusive. Foto: Valamar
Der Strand des Arba Resort: kostenfreie Sonnenliegen und Handtuchservice inklusive. Foto: Valamar

Den Strand erreicht man nur gut 100 Meter weiter. Vorbei an einer schönen Bar unter Bäumen, die gerade zur Mittagszeit ordentlich Schatten spendet, ist der kleine Sandstrand der place-to-be. Flankiert von Pinienbäumen springt man hier in das kristallklare Wasser. Kostenlose Sonnenliegen und Handtuchservice inklusive.

Aber auch wer es etwas sportlich mag, ist im Hotel bestens aufgehoben. Das angeschlossene Bike Center bietet die Möglichkeit E-Bikes zu mieten. Eine perfekte Möglichkeit, das Areal des Capo Fronte Discovery Trail zu erkunden. Tatsächlich lässt sich dieser Teil der Insel bestens mit dem Fahrrad durchqueren – und zwar ohne Motorräder oder Autos, die an einem vorbeijagen. Mit den E-Bikes ist Fahrspaß durch den Wald bis hin zu dem Besuch kleiner Buchten der Insel absolut garantiert. 

Mit dem Fahrrad durchquert man den Capo Fronte Discovery Trail. Foto: Valamar
Mit dem Fahrrad durchquert man den Capo Fronte Discovery Trail. Foto: Valamar

Am Ende ist Rab eine dieser Inseln, die sich nicht entscheiden müssen: Sie ist geschichtsträchtig und sonnig, lebhaft und entspannt, felsig und grün. Und gerade diese Mischung macht sie zu einem Ort, an den man gerne zurückkehrt – oder bei dem man zumindest kurz ins Träumen gerät, wenn man wieder zu Hause sitzt und an das Glitzern und smaragdgrüne Wasser des Adriatischen Meeres denkt…


Informationen:

Arba Resort, Valamar Collection: www.valamar.com/de/hotels-rab/arba-resort

Fotos: Valamar, Michael Schabacker

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