Mag das „Humboldt Forum“ auch preußisch-prächtig wirken, bald toben hier die Goldenen Zwanziger. Zumindest in der „Baret Bar“, die im wieder aufgebauten Barockbau, einst das Berliner Stadtschloss, zu gehobenen Drinks einlädt. Und nicht nur dort. Über 30 der besten Bars der Hauptstadt nehmen an der „Berlin Cocktail Week, Golden Twenties Edition“ teil, von Freitag, 4 September, bis Sonntag, 13. September. Zur Auswahl stehen immer zwei unterschiedliche Drinks. Für ganze neun Euro pro Glas.
Fast genau 100 Jahre ist es her, dass Berlin als Hauptstadt der Nacht galt: Jazz, Kabarett, mondäne Bars und ein ungebremster Erfindergeist prägten diese Zeit. Und machten die Stadt zu einem der aufregendsten Orte Europas. Genau dieses Lebensgefühl will die „Berlin Cocktail Week“ zurückholen. Ob Klassiker, ob völlig neue Eigenkreationen, alles ist von den goldenen 20er Jahren inspiriert.
So wie der „Strawberry Club“ in der „Baret Bar“. Mit Martin Miller´s Gin, einem Premium Gin aus Großbritannien. Ferner Erdbeer-Basilikum-Cordial, ein fruchtiger Sirup mit feinen Kräuteraromen und leichter Säure. Zudem ein paar Tropfen Peach Bitters, was für Pfirsich- und subtile Gewürznoten sorgt. Zu guter Letzt Saline Solution. Macht das Ganze nicht etwa salzig, sondern mildert die Bitterkeit. Rundet die Säure ab. Und verstärkt die sonstigen Aromen.
Die elegante Hotelbar, die schon lange auf der Liste steht, die Lieblingsbar an der Ecke oder der neue Szeneschuppen im Nachbarkiez: Die „Berlin Cocktail Week“ lädt dazu ein, die Mixology-Szene der Hauptstadt neu zu entdecken. Mit besonderen Kreationen, die auf klangvolle Namen hören. Namen wie „Ruby Kiss“ oder „The Golden Gatsby“, beides wird in der „Golden Hour“ kredenzt.
In der „Basalt-Bar“ trifft man sogar auf Greta Garbo, allerdings nur im Glas. Darin befinden sich unter anderem Angostura Rum, Kaffeelikör und Ananas-Saft. Mindestens so verführerisch wie die leibhaftige Hollywood-Ikone. Sogar frühstücken ist möglich. Allerdings nur in flüssiger Form, in der Bar „Jane and the Jam“. Buffalo Trace Bourbon, Kaffeelikör, Feigen-Sirup, schon ist es fertig, das „Berlin Breakfast“.
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