Die Aprikose, deren botanischer Name Prunus armeniaca auf ihre jahrtausendealte Verbindung mit Armenien und die lange Tradition ihres Anbaus in der Region verweist, gilt als das goldene Symbol des Landes. Sie begeistert mit ihrem intensiven Aroma und wird sowohl frisch als auch traditionell sonnengetrocknet oder zu hochwertigen Konfitüren und Edelbränden verarbeitet. Auch das international renommierte Golden Apricot International Film Festival, das jedes Jahr in Jerewan stattfindet, trägt den Namen dieser ikonischen armenischen Frucht und würdigt herausragende Leistungen des internationalen Filmschaffens. Wer die honigsüßen Aprikosen direkt vom Baum genießen möchte, sollte die Obstgärten im Ararat-Tal besuchen.
Granatäpfel
Der Granatapfel ist tief in der armenischen Kultur verwurzelt und steht als Symbol für Fruchtbarkeit, Fülle, Wohlstand und Glück. In der armenischen Folklore spielt er insbesondere bei Hochzeiten und Familienfeiern eine wichtige Rolle: Das Streuen seiner Kerne gilt traditionell als Segenswunsch für ein erfülltes, glückliches und kinderreiches Leben. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen im Süden Armeniens, insbesondere rund um Meghri, wo das warme Klima besonders aromatische Granatäpfel hervorbringt. Die Früchte werden frisch verzehrt, zu Saft gepresst oder zu Narsharab, einem traditionellen Granatapfelsirup, verarbeitet. Auch charakteristische Granatapfelweine bereichern die vielfältige kulinarische Tradition Armeniens.
Lebendige Marktkultur
Auf den traditionsreichen Märkten des Landes, wie dem bekannten GUM-Markt in Jerewan, spiegelt sich die Fülle des armenischen Erntesegens wider. Die Tische biegen sich unter kunstvoll aufgereihten getrockneten Früchten, Walnussketten in eingekochtem Traubensaft (Sujukh) und erntefrischen Kürbissen, die für das traditionelle Festtagsgericht Ghapama (gefüllter Kürbis mit Reis, Trockenfrüchten und Nüssen) benötigt werden. Die Luft ist erfüllt vom Duft würziger Kräuter, regionalem Käse und frisch gerösteten Nüssen. Der Marktbesuch ist ein wahres Fest für die Sinne.
Foto: armenia travel

