Erst 2019 begann dieses neuen Weingutes im zu Radda in Chianti gehörenden Weiler San Fedele a Paterno, von dem man in Zukunft sicher noch viel hören wird. Dort erwarben der Schweizer Urs Burkard und seien italienische Gattin Adriana das in Lagen von 350 bis 470 Meter Höhe derzeit 12,5 Hektar Weinberge und 121 Hektar Wald umfassende Gut Terrabianca. Dort ist – in einer Höhe von 378 Metern und nach Süden ausgerichtet – ein einiger Hektar, der skelett- (Galestro und Alberese), stein- und tonreiche Grund „Vigna Terrabianca“, der seinen Namen auch dem Weingut verlieh und wohl den vielen weißen, wohl auf Schwefel zurückführbaren Einsprengseln verdankt, für den neuen Flaggschiffwein des Gutes reserviert: den „Vigna Terrabianca“ Chianti Classico Gran Selezione 2020!
Die perfekte Basis für diesen Ausnahmewein bilden hier neben dem idealen Terroir die schon 40 Jahre alten Rebstöcke eines ausgewählten Klons (T 29) der Sangiovese-Traube, der ursprünglich aus der Emilia-Romagna kommt. Adriana Burkard: „Mit tiefem Respekt für die Identität dieses Orts haben wir uns entschieden, diesen Namen beizubehalten und ihn unserem repräsentativsten Chianti Classico zu widmen.“
Drei Güter „bio-logisch” – ein Toskana-Theorem
Zwar gab es 2019 schon einen „Terrabianca“ auf dem Markt, doch diese Gran Selezione ist Premiere und Novität zugleich. Aber dazu gleich mehr. Denn zum Gut im Chianti Classicio kamen nun auch die Weingüter Il Tesoro in der nördlichen Maremma und Colle Brezza im UNESCO-Welterbe-Gebiet des Val d`Orcia hinzu. Entstandenen ist ein magisches Dreieck, das jetzt und in Zukunft das Toskana-Theorem der Burkards losen wird. Denn die Burkards verstehen sich als Hüter und Interpreten der Natur, geben dieser Respekt und erhalten dafür Exzellenz!
Mit der Wahl der drei Niederlassungen in diesen önologischen Klassikergebieten der Toskana ist nun gewährleistet, dass Balance und Harmonie jedes einzelnen Terroirs gewährleistet bleiben und doch Synergien für profunde Weine mit einzigartigen Aromen und sensorischen Genüssen entwickelt werden. Die theoretische wie praktische Expertise dazu liefert die Neuinterpretation des zu Rate gezogenen Weinexperten Ruggero Mazzilli, der als Agronom das Pionierkonzept „bio-logisch“ entwickelte. Es bedeutet, den Prinzipien des biologischen Anbaus zu folgen und dabei auf minimalste Weise in den Wachstumsprozess der Reben einzugreifen.
Ideales Mikroklima – perfekte Ernte
Die Umsetzung vor Ort besorgt nun das Önologenteam um Vieri Vannoni. Für die Gran Selezione bedeutete dies, sich zu jeder Zeit angepasst an das hervorragende Mikroklima mit Zeit und Sorgfalt um den Wachstumszyklus zu kümmern. Dabei half das Jahr 2020 mit einem idealen Frühling, dem sonnig heißen Sommer, der in dieser Lage dennoch abkühlende Augustnächte brachte, und die perfekte Reifung bis zur Ernte am 9. Oktober 2020.
Nach sorgfältiger Auslese im Weinberg gingen die Trauben zur Gärung in Edelstahltanks, dann reifte der Wein für 20 Monate in 5-Hektoliter-Tonneaux (teils neu, teils Zweitpassage) aus französischer Eiche, um dann ein weiteres Jahr in der Flasche die Marktreife zu erlangen. Das Ergebnis mit dichter Tanninstruktur und feinen Zitrusnoten besticht – und bekam von der internationalen Weinkritik prompt bis zu 94 Punkte! Vom Chianti Classico DOCG Gran Selezione Vigna Terrabianca 2020 wurden nur 2313 Flaschen und 24 nummerierte Magnumflaschen abgefüllt, die nun ausschließlich in sehr guten Vinotheken erhältlich sind.
Schamanenetikett und Doppelturm-Wappen
Sammler und Enthusiasten sollten sich also sputen! Das Etikett gestaltete der südafrikanischen Künstler Dylan Lewis, dessen Kunst sich dem Spannungsfeld zwischen Mensch und Natur widmet. Die abgebildete Figur – eine seiner ikonischen männlichen Schamanengestalten – ist Teil der Kunstsammlung von Arillo in Terrabianca und steht inmitten der Reben. Und natürlich ist auch das neue Markenzeichen von Arillo in Terrabianca vertreten: Es entstand aus dem Wappen der Familie Burkard, zeigt drei stilisierte Hügel, eine Burg mit zwei Doppeltürmen und darüber zwei Sterne, die für die Söhne Gregor und Ricardo und die Zukunft stehen. Alles umschließt ein Oval, das für den Schatten einer Rebe, lateinisch „arillus“ steht, womit sich der vollständige Gutsname ergibt. Und die dürfte fulminant werden. Denn dazu zählt nicht nur, dass neben der Gran Selezione mittlerweile auch der Chianti Classico Sacello 2022 und die Chianti Classico Riserva Poggio Croce 2021 reüssieren.
Große Neuerungen: das Gesamtkunstwerk 2026
Denn spätestens 2026 wird Arillo in Terrabianca zu einem der Schwergewichte in der ohnehin reichen toskanischen önotouristischen Szene aufsteigen. Dafür sorgen der Bau des neuen Weinkellers durch den Stararchitekten Mario Botta. Diese Cantina soll zeitgleich mit dem neuen Relais mit acht Suiten fertiggestellt sein. Wer hier übernachtet, darf sich dann auch auf gastronomische toskanische Genüsse im Restaurant freuen, die unter Federführung von Starkoch Heinz Becker (La Pergola, Rom) aufgebaut wird.
Nicht genug damit: Zum ambitionierten Projekt gehören auch eine Kunstgalerie und eine Erlebniswelt, die Gäste in die Kultur des Weins, der Harmonie und des Territoriums eintauchen lässt. Keine Frage: Dies neue, inspirierende Gesamtkunstwerk aus Wein, Kunst, Architektur und Gastlichkeit wird große Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und natürlich ist der neue „Vigna Terrabianca” Chianti Classico Gran Selezione 2020 die beste Werbung dafür.
Informationen:
Arillo in Terrabianca: www.arillointerrabianca.com/de
Fotos: Arillo in Terrabianca

