Die Champs-Élysées dürfte neben dem Arc de Triomphe, Louvre, dem Place de la Concorde, Montmartre und dem Eiffelturm eine der Hauptanlaufadressen aller Paris Reisenden sein. Kaum ein anderer Prachtboulevard kann sich mit der Dimension und der Anhäufung von hochkarätigen Shops und Bars messen. Auf zwei Kilometern sind so gut wie alle bekannten Luxusläden vertreten: von Dior über Moncier, von Bvlgari, Rolex und Omega bis zu Louis Vuitton.
Und tatsächlich dürfte 2026 für eben letzteres Unternehmen, Louis Vuitton, eines der wichtigsten der Firmengeschichte werden. In einem 1900 für die Weltausstellung erbauten Haus, in direkter Nachbarschaft zum eigenen Store, eröffnet 2026 in einem Art-déco-Gebäude das Hotel von Louis Vuitton. Derzeit noch im Umbau, soll das Hotel, welches während der Umbaumaßnahmen in einem einer Kiste nachempfundenen Holzverschlag vor Blicken geschützt ist, final auf gut 6000 Quadratmetern den Luxus der Marke repräsentieren.
Einziges 5-Sterne-Hotel auf der Champs-Élysées
Nur wenige Meter auf der gegenüberliegenden Straßenseite entfernt hat sich Marriott schon längst einen kräftigen Bissen vom Hotelkuchen der Touristik auf der Champs-Élysées gesichert. Das heutige Marriott Hotel Champs-Élysées, einst ein elegantes Kaufhaus aus dem 19. Jahrhundert, war einer der Orte in Frankreichs Hauptstadt, in dem Mode und Luxusartikel von der Pariser Haute Société erworben wurden.
Das Haus unterlag in der Folge einem steten Wandel: vom einstigen Warenhaus für Luxus-Konsum zum Bürokomplex bis zum Luxushotel. Tatsächlich erstrahlt nach neuester Renovierung sämtlicher Zimmer das Hotel nunmehr in neuem Glanz. Schon beim Betreten des Gebäudes, die kleine Treppe emporgehend und die Lobby vor sich präsentierend, wird deutlich, hier wird standesgemäß genächtigt. Als einziges 5-Sterne-Hotel auf der Champs-Élysées ist schon dieser Fakt ein USP. Allerdings sei auch nicht verschwiegen: in den Nebenstraßen tummeln sich diverse Mitbewerber: vom George V über das Prince de Galles, bis zum Bvlgari und dem Plaza Athénée; die Luxushotellerie hat hier einiges zu bieten.
Aber betrachtet man rein die Anschrift der Luxushotels, kann und darf nur das Marriott Hotel die Champs-Élysées mit in den Briefkopf nehmen. Sicher ein Faustpfand, gerade für Reisende aus den Staaten, die erfahrungsgemäß gerne in Marriott Hotels nächtigen. Zum einen ist als amerikanisches Unternehmen – Marriott eröffnete 1957 in Washington D.C. ihr erstes Hotel – das Vertrauen in die Marke groß, zum anderen bringt das weltbekannte Marriott Bonvoy Bonusprogramm zusätzlich den einen oder anderen Gast an den Rezeptionstresen.
Dreifach verglaste Fenster
Belohnt werden die Gäste mit 192 liebevoll renovierten Zimmern, die sich durch hochwertigste Materialien auszeichnen. Beginnend bei dem Echtholzparkett über die dekorativen Lampen bis hin zu den eleganten Bädern: hier stimmt alles. Eyecatcher pur ist allerdings der Innenbereich an der Rezeption. Das Glaskuppeldach ist ein Lichtspender und Relikt vergangener Zeiten: einfach stilecht und wunderbar anzuschauen.
Im hinteren Teil des Hotels befindet sich der Frühstücks- und Restaurantbereich. Sehr schön ist es hier im Sommer, da fern des Verkehrs der Champs-Élysées die Stille eines Terrassenbereichs in völliger Abgeschiedenheit genutzt wird. Da sich gerade einige Suiten auf der dem Boulevard zugewandten Seite befinden, könnte man meinen, der Straßenlärm störe die Ruhe im Hotelzimmer. Dem ist allerdings nicht so, dreifach verglaste Fenster und Balkontüren sorgen für absolute Ruhe.
Arc de Triomphe und Place de la Concorde
Aber dem Treiben auf der Champs-Élysées vom Balkon aus zu folgen, ist schon Paris-Feeling pur. Emsig ziehen Autos beidseitig der Straße am Hotel vorbei, eine Vielzahl der täglich 300.000 den Boulevard besuchenden Touristen passieren logischerweise auch das Hotel an der 70 Meter breiten Champs-Élysées. Der Grund hierfür liegt nahe: Neben den Luxusshops und Bars zieht es nicht wenige der Menschen zum nur etwa 200 Meter entfernten Arc de Triomphe.
Dieser massige Bogen ist der vielleicht imposanteste Bau für Napoleons Vision. Und die Sehenswürdigkeit dürfte vom Marriott kommend unumwunden auch der erste Touristenmagnet schlechthin sein. Hunderte Menschen stehen davor und machen Fotos, Hochzeitspaare suchen sich die besten Plätze mitten auf der Straße um diesen Moment zu verewigen, und direkt unter dem Arc de Triomphe lässt sich noch der Odem am Grab eines anonymen Soldaten längst vergangener Zeiten spüren.
Genau in der Mitte des vielleicht wichtigsten Straßenkreisels von Paris stehend, mutet es schon etwas surreal an, wie nicht nur Hunderte Menschen auf diesem kleinen Platz stehen, sondern wie zigtausende Fahrzeuge den Arc de Triomphe täglich umkreisen um dann in einer der davon zwölf abgehenden Straßen zu verschwinden.
Die komplette Strecke der Champs-Élysées hinunter an das andere Ende gehend, herrscht ein nicht minder großer Andrang. Dort, am Place de la Concorde, funkelt der ägyptische Obelisk als weiterer Beleg der Geschichte. Heute Fotoobjekt, zu Zeiten der Französischen Revolution noch Standort der täglich „arbeitenden“ Guillotine. Und ebenso wie am Triumphbogen, ist der Autoverkehr auch hier ein bestimmendes Momentum im Straßenbild.
Beefbar
In Laufweite vom Marriott Hotel befindet sich etwa fünf Minuten entfernt die Beefbar, ein Restaurant, welches man unbedingt bei einem Paris Aufenthalt einplanen sollte. Mittlerweile hat sich das in Monte Carlo gegründete Unternehmen weltweit dutzende Restaurants aufbauen können. In allen größeren Metropolen von London bis Prag, von Riad bis Doha oder auch in Sao Paulo: die Beefbar hat sich zu einem recht prominenten Protagonisten in der Restaurant Szene gemausert.
In der Liste der „World`s 101 Best Steak Restaurants“ hat sich Beefbar 2025 den ersten Rang sichern können. Die Beefbar unweit der Champs-Élysées gelegen ist schon rein architektonisch ein Gaumenschmaus. Der hintere große Speisesaal ist ein wunderschönes Beispiel für den gelungenen Mix aus Tradition und Gegenwart. Noch imposanter: Die Bar im Eingangsbereich mit dem Fleischschrank zum „vorbesichtigen“.
Und nach dem Dinner kann in direkter Nachbarschaft noch das „Crazy Horse“ besucht werden – oder es geht zurück in das Marriott Hotel, um an der Bar einen letzten Drink zur Nacht zu nehmen…
Informationen:
Marriott Hotel Champs-Élysées: www.marriott.com/de
Beef Bar: www.beefbar.com/paris
Fotos: Marriott International, Michael Schabacker














