Florida verbinden viele vor allem mit dem pulsierenden Miami, dem besonderen Flair der Keys oder den Vergnügungsparks von Orlando. Doch gerade die noch wenig bekannte Nordwestküste des Sunshine State hält so manche Überraschung bereit. So beginnt vor der Küste von Panama City Beach eine ganz andere Welt: Unter der Wasseroberfläche warten künstliche Riffe, natürliche Kalksteinriffe und zahlreiche Schiffswracks, um die sich im Laufe der Jahre eine artenreiche Unterwasserwelt entwickelt hat. Grouper, Snapper, Barrakudas und Meeresschildkröten sind hier ebenso zuhause wie eine der größten Populationen Großer Tümmler in den USA.
1. USS Strength: Geschichte zum Abtauchen
Die USS Strength verbindet amerikanische Militärgeschichte mit einem besonderen Taucherlebnis. Der ehemalige Minensucher der US Navy war im Zweiten Weltkrieg unter anderem vor Iwo Jima und Okinawa im Einsatz und überstand sowohl einen Angriff eines Kleinst-U-Boots als auch einen Kamikaze-Angriff. 1987 wurde das Schiff vor Panama City Beach als künstliches Riff versenkt. Heute liegt es in weniger als 24 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Nachdem sich der Rumpf im Laufe der Zeit in zwei Sektionen geteilt hat, können Taucher zwischen den beiden Teilen hindurchschwimmen und das Wrack aus unterschiedlichen Perspektiven erkunden.
2. Black Pearl: Piratenfeeling unter Wasser
Ein Tauchgang mit echtem Abenteuerfaktor: Die rund 30 Meter lange Black Pearl wurde erst letztes Jahr als künstliches Riff vor Panama City Beach versenkt. Das eigens dafür gebaute Stahlschiff liegt in rund 15 bis 18 Metern Tiefe und bietet mit Kanonen, Schatztruhe, Planke und Piratenflagge eine ungewöhnliche Kulisse für Taucher verschiedener Erfahrungsstufen. Gleichzeitig übernimmt die Natur zunehmend das Steuer: Fische und andere Meeresbewohner besiedeln das neue Riff und machen es Tag für Tag ein kleines Stückchen mehr zu einem lebendigen Teil des Ökosystems.
3. El Dorado: Vom Kreuzfahrtschiff zum Riff
Die El Dorado hat bereits vor ihrem Leben als künstliches Riff einiges erlebt. Das rund 48 Meter lange ehemalige Kreuzfahrtschiff wurde 2004 während Hurrikan Ivan an Land gespült und wechselte anschließend mehrfach seinen Standort. 2018 wurde es durch Hurrikan Michael erneut beschädigt, bevor es schließlich Teil der künstlichen Riffwelt vor Panama City Beach wurde. Heute entwickelt sich das ehemalige Kreuzfahrtschiff zunehmend zu einem Lebensraum für die Meeresbewohner der Golfküste und macht seine bewegte Geschichte unter Wasser erlebbar.
Foto: Panama City Beach CVB

