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Romantische Erlebnisse auf Madeira

Wer früh genug aufsteht, wird auf Madeira mit einem ganz besonderen Naturschauspiel belohnt. Einer der weniger bekannten Aussichtspunkte der Insel ist der Miradouro da Eira da Achada. Hoch über der Gemeinde Ribeira da Janela gelegen, bietet er eine Oase der absoluten Stille. Von hier oben blickt man auf die imposante, tiefgrüne Gebirgslandschaft der Nordküste, die spektakulär in das tiefe Blau des Atlantiks abfällt. Wenn die Sonne im Osten aufgeht, taucht sie die Klippen und die Küstenorte Seixal, São Vicente und Ponta Delgada in ein weiches, goldenes Licht. Inmitten dieser rauen, unberührten Natur und mit Blick auf die markanten Felsformationen im Meer wird der Tagesanbruch hier zu einem stillen, unvergesslichen Moment zu zweit.

Sonnenuntergang vor Calheta

Um die Seele wirklich baumeln zu lassen, lohnt sich ein Ortswechsel – zum Beispiel aufs Wasser. An der sonnigen Südküste bei Calheta ist das Meer dank seiner geschützten Lage das ganze Jahr über besonders mild und klar. Ein Bootsausflug dorthin lässt genügend Zeit zum Treibenlassen, Sonnenbaden und Beobachten der artenreichen Meereswelt. Das eigentliche Highlight wartet jedoch am Abend: Vom Boot aus lässt sich der Sonnenuntergang am westlichen Ende der Insel in absoluter Ruhe erleben.

Picknick an den Klippen

Ganz im Westen der Insel, wo die 290 Meter hohen Klippen von Ponta da Vigia steil in den Atlantik abfallen, fühlt es sich an, als sei man am Ende der Welt angelangt. Seit 1922 markiert der 14 Meter hohe historische Leuchtturm von Ponta do Pargo hier die Grenze zum offenen Meer. Wer den Pfaden durch die raue Graslandschaft folgt, findet absolute Ruhe und blickt weit über den Ozean bis nach Achadas da Cruz. Für einen romantischen Nachmittag an diesem geschützten Kulturerbe braucht es nicht mehr als ein noch warmes Bolo do Caco aus einer lokalen Bäckerei und etwas Wein. Für die Atmosphäre sorgen der Wind, das tiefe Rauschen des Meeres und die Weite des Horizonts.

Foto: Carlos Gouveia

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