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Isaac Israels’ Europa im Kröller Müller Museum

Isaac Israels (1865–1934) nimmt seine Besucher*innen mit auf eine Entdeckungsreise quer durch Europa. Kunst, Literatur und Reisen bestimmen sein Leben und Schaffen. Bereits 1877, im Alter von 13 Jahren, unternimmt er seine erste Zugreise durch Europa, zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester. Diese Erfahrung entfacht eine bleibende Reiselust, die ihn sein Leben lang begleitet. Israels entwickelt eine große Leidenschaft für europäische Literatur und lernt dank seiner beeindruckenden Sprachkenntnisse mehrere Sprachen. Häufig verweilt er nur kurz in Ländern wie Deutschland, Italien, Österreich, Spanien, Dänemark und Schweden. In Paris (1904–1913) und London (1913–1915) bleibt er länger und richtet sich ein Atelier ein. Selbst während des Ersten Weltkriegs reist er mit einem Laissez-Passer durch Europa – sehr zur Verwunderung seiner Freunde. Das Reisen bleibt bis zu seinem Tod eine treibende Kraft und unerschöpfliche Inspirationsquelle für seine Kunst.

Die zahlreichen Eindrücke, die Israels unterwegs sammelt, hält er rasch in Skizzenbüchern oder auf losen Blättern fest. Später verarbeitet er diese flüchtigen Beobachtungen zu lebendigen Impressionen auf Leinwand. Die Ausstellung beleuchtet unter anderem seine Auseinandersetzung mit europäischer Literatur, seine ständigen Reisen und die Migrationsbewegungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die Stellung von Migranten in turbulenten Zeiten, besonders während des Krieges.

Foto: Isaac Israels

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