Gemäß der LMIV muss jede nationale Maßnahme zutreffend, klar und für die Verbraucher:innen leicht verständlich sein. Zudem muss sie verhältnismäßig sein. Das trifft auf die verpflichtende Einführung des Nutri-Score zu: sie ist geeignet, ihr legitimes Ziel zu erreichen – insbesondere die Verbraucher:innen in die Lage zu versetzen, fundiertere Entscheidungen über Lebensmittel zu treffen. Mangels einer einheitlichen EU-weiten Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung ist sie überdies notwendig. Es besteht keine ebenso wirksame und zugleich weniger einschränkende Alternative zur verpflichtenden Nutri-Score-Kennzeichnung.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass der Nutri-Score die verständlichste Form der Nährwertkennzeichnung ist und Verbraucher:innen zu gesünderen Produkten greifen lässt. Verbraucherverbände, medizinische Fachgesellschaften und Ärzt:innen setzen sich deshalb seit Jahren für die verpflichtende Einführung der Lebensmittelampel ein. Laut einer Befragung der Universität Göttingen im Auftrag von foodwatch wünscht sich eine Mehrheit (61 Prozent) der Verbraucher:innen, dass alle Produkte mit der Lebensmittelampel gekennzeichnet sind.
Foto: Nesquik Nutri Score / foodwatch

