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Bredouille – der achtzehnte Fall für Bruno Courrèges

Dieser Mann, der nicht nur alle aus seinem Ort Saint -Denis kennt, immer wieder in Gefahr gerät, so charmant wie sportlich ist, die Ortsjungend in Tennis und Rugby trainiert, sich stets hilfsbereit wie wagemutig verhält, kommt einem Traummann nahe. Er verehrt die holde Weiblichkeit (und sie ihn), bekocht seine Gäste so oft es geht wie ganz nebenbei mit köstlichen französischen Speisen. Jawohl, er backt sogar die Hundekekse für seinen treuen „Basset „Balzac“… in Knochenform.

Auf vielen Seiten läuft der Leserschaft wieder einmal das Wasser im Munde zusammen – es gibt seine Rezepte längst als Kochbücher, die in keiner passionierten Küche fehlen dürfen. Die meisten der Zutaten wie Trüffel, Gemüse, Obst Weine und Kräuter wachsen in seinem eigenen Garten, er hält gar Gänse, weckt auch noch alles Mögliche ein – seine Speisekammer ist gefüllt mit regionalen Spezialitäten. Brunos selbst angesetzter „Vin de Noix“ Wein gehört zu den begehrtesten Geschenken im ganzen Landkreis.

In dieser Folge findet Bruno, chef de police an einem malerischen Aussichtspunkt über dem Vézère-Tal findet Bruno die Leiche einer erfolgreichen Geschäftsfrau. Auf dem Beifahrersitz drei Abschiedsbriefe, der Fall scheint klar. Doch Bruno wird ein ungutes Gefühl nicht los. Gleichzeitig verbreiten sich in Saint-Denis heimtückische Gerüchte, und schon bald ist sein Posten in Gefahr. Trotz allem bleibt Bruno immer Bruno.

Er lässt sich ein köstliches Essen in prickelnder weiblicher Gesellschaft nicht entgehen und macht sich daran herauszufinden, was wirklich mit Monique passiert ist. Alle Charaktere der vielen beteiligten Personen sind wieder einfühlsam beschrieben. Auf diesem spannenden Weg erfährt man auch – ganz nebenbei – viel Wissenswertes über die französische Gesellschaft, die Politik und Erstaunliches aus der Provinz. Michael Windgassen hat das Buch aus dem Englischen in eine feine, anregende und detailgetreue Sprache übersetzt.

Die Menschen im Périgord verstehen sich als Hüter einer der bemerkenswertesten Geschichte auf dem langen Marsch der Menschheit, sagt Martin Walker. Sowohl geologisch, historisch als auch kulinarisch!

Der schottische Erfolgsautor, der seit bald 30 Jahren begeistert im Périgord lebt, aber auch in Washington im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager arbeitet, einen Traum zu Papier gebracht: das Opfer hatte  ein Dienstleistungsunternehmen gegründet, das die ungenutzten und verfallenden Châteaus in dieser bezaubernden Region zu neuem Leben erweckte.

Der Schriftsteller lebt mit seiner Frau Julia Watson, die den Löwenanteil an Brunos außergewöhnlich leckeren Rezepten hat, in dem Dörfchen Le Bugue und kennt die Umgebung aus dem Effeff. Könnte so eine Initiative für seine Wunschheimat eine Aufwertung erfahren?

Möglicherweise hat Martin Walker mit dieser fiktiven Geschäftsidee beim achtzehnten Fall einen entscheidenden Anstoß für das Périgord gegeben. Aufregend!

 

Informationen:

www.diogenes.ch

Foto: Richard Wisdom

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