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San Antonio zwischen antiker Kunst und multidisziplinärem Wissenshub

Das Witte Museum und das San Antonio Museum of Art gehören zu den kulturellen Schwergewichten der Stadt und zeigen eindrucksvoll, wie breit San Antonio in Wissenschaft, Geschichte und Kunst aufgestellt ist. Obwohl beide Häuser nur ein paar Minuten voneinander entfernt liegen, bedienen sie unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte – und genau das macht die Kombination aus naturwissenschaftlichem Zugriff und kunsthistorischer Tiefe so spannend.

Paläontologische Präsentation

Das Witte Museum im Brackenridge Park ist ein multidisziplinärer Wissenshub. Seit seiner Gründung 1926 versteht es sich als Institution, die Naturkunde, Archäologie und Regionalgeschichte miteinander verknüpft. Besucher landen schnell in der Hall of Texas Wildlife, einem groß angelegten Ausstellungsraum voller taxidermischer Präparate, ökologischer Modelle und interaktiver Lernstationen. 

Eindrucksvoll: Schon beim Betreten des Witte Museums zeigt sich die eindrucksvolle paläontologische Ausstellung. Foto: Michael Schabacker
Eindrucksvoll: Schon beim Betreten des Witte Museums zeigt sich die eindrucksvolle paläontologische Ausstellung. Foto: Michael Schabacker

Im South Texas Heritage Center wird es kulturhistorisch: Die Ausstellung dekonstruiert Grenzland-Narrative und arbeitet mit ethnografischen Objekten, oral-history-Beständen und ikonografischen Quellen. Die archäologische Abteilung zeigt Fundkomplexe aus der Region, darunter steinzeitliche Werkzeuge, Siedlungsspuren und rekonstruierte Befunde. Die paläontologischen Präsentationen – inklusive fossiler Dinosaurierfragmente – setzen stark auf Visualisierungstechniken, wissenschaftliche Rekonstruktionen und lebensgroße Modelle. 

Auch die Siedlungsgeschichte wird in einem Teil des Museums dargestellt. Foto: Michael Schabacker
Auch die Siedlungsgeschichte wird in einem Teil des Museums dargestellt. Foto: Michael Schabacker

San Antonio Museum of Art

Nur ein Stück den River Walk hinunter liegt das San Antonio Museum of Art (SAMA). In den ehemaligen Gebäuden der Lone Star Brewery hat sich ein Museum entwickelt, das kunsthistorisch weit über Texas hinaus strahlt. Die Antikensammlung umfasst Keramiken, Skulpturen und Alltagsobjekte aus dem Mittelmeerraum. Besonders beeindruckend sind die Galerien für hellenistische Skulptur sowie die römischen Porträtbüsten.

Verschiedene kulturhistorische Skulpturen sind im SAMA zu sehen. Foto: Michael Schabacker
Verschiedene kulturhistorische Skulpturen sind im SAMA zu sehen. Foto: Michael Schabacker

Die asiatische Kunstsammlung gehört zu den umfangreichsten im Süden der USA: chinesische Ding-Gefäße, Lackarbeiten, buddhistische Ikonografie, japanische Ukiyo-e-Blätter, südasiatische Ritualobjekte – alles in hochwertigen, klimatisch stabilisierten Galerien. Ergänzt wird die Sammlung durch europäische Kunst, amerikanischen Modernismus, lateinamerikanische Kunst und zeitgenössische Positionen, darunter Installationen, Videokunst und Mixed-Media-Objekte.

Kulturelle DNA

Zusammen erzählen das Witte Museum und SAMA eine ziemlich runde Geschichte: Das eine verankert San Antonio in der regionalen Natur- und Kulturgeschichte, das andere öffnet die Stadt zur globalen Kunstwelt. Wer beide Häuser besucht, bekommt einen tiefen, vielschichtigen Einblick in die kulturelle DNA dieser texanischen Metropole – wissenschaftlich fundiert, vielseitig kuratiert und gleichzeitig angenehm zugänglich…

Auch Bilder von Alber Bierstadt, Benjamin West oder auch Skulpturen von Bessie Potter Vonnoh und Fernando Botero stehen im Museum. Foto: Michael Schabacker
Auch Bilder von Alber Bierstadt, Benjamin West oder auch Skulpturen von Bessie Potter Vonnoh und Fernando Botero stehen im Museum. Foto: Michael Schabacker

Informationen:

Witte Museum: www.wittemuseum.org

SAMA: www.samuseum.org

Fotos: Michael Schabacker

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