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125 Jahre Louis Armstrong

Seine Karriere führte Armstrong auf die großen Bühnen der Welt. Sein musikalisches Erbe ist jedoch bis heute in New Orleans präsent, etwa im Louis Armstrong Park, im New Orleans Jazz Museum oder beim Satchmo SummerFest.

Wo alles begann

Louis Armstrong wuchs in Jane Alley auf, einem armen Teil von New Orleans nahe der South Rampart Street, wo sich früh in seinem Leben ein Vorfall ereignete, der nicht nur seine Jugend, sondern auch seinen weiteren Weg unerwartet prägen sollte: In der Silvesternacht 1912/13 feuerte Armstrong mit einer Pistole in die Luft – ein Jugendstreich, der dazu führte, dass er in das Colored Waif’s Home eingewiesen wurde, eine Einrichtung für Jugendliche in New Orleans. Dort spielte er das Signalhorn, eine seiner frühesten musikalischen Erfahrungen.

Nach seiner Entlassung fand er schließlich seinen Weg in die Musikszene der Stadt. In den Clubs des damaligen „Black Storyville“, in dem Musik sprichwörtlich aus jeder Tür klang, sammelte er erste Bühnenerfahrungen. Früh spielte Armstrong in Brass Bands und arbeitete mit Musikern wie Joe „King“ Oliver, Bunk Johnson und Kid Ory zusammen. Als Oliver nach Chicago ging, übernahm Armstrong 1919 dessen Platz in der Band von Kid Ory.

Von New Orleans in die Welt

Aus den Anfängen in der Musikszene von New Orleans entwickelte sich eine internationale Karriere. Armstrong nahm für große Plattenlabels auf und spielte in Filmen großer Hollywood-Studios und trat weltweit vor Präsidenten, Königshäusern und anderen Persönlichkeiten auf. Als musikalischer Sondergesandter des US-Außenministeriums reiste Armstrong weltweit und repräsentierte dabei seine Heimatstadt ebenso wie die Vereinigten Staaten. Zu den vielen Auszeichnungen, die er im Laufe seines Lebens erhielt, gehörte auch eine besondere Ehrung in seiner Heimatstadt. Während des Mardi Gras wurde Armstrong zum King of Zulu gewählt. Diese Auszeichnung bezeichnete er selbst als eine der bedeutendsten seines Lebens. Ein Foto von ihm in dieser Rolle erschien 1949 auf dem Titelblatt des Time Magazine.

Ehrenorte

In New Orleans ist die Erinnerung an Louis Armstrong an vielen Orten der Stadt präsent. Sein Geburtshaus nahe der Kreuzung von Tulane Avenue und Broad Avenue wird heute durch eine Gedenktafel markiert. Nur wenige Schritte vom French Quarter entfernt liegt der Louis Armstrong Park. Zum 100. Geburtstag Armstrongs im Jahr 2001 erhielt auch der internationale Flughafen der Stadt seinen Namen und wurde in Louis Armstrong New Orleans International Airport umbenannt. 

Tiefer geblickt

Auch das New Orleans Jazz Museum widmet Louis Armstrong eine eigene Dauerausstellung. „It All Started in Jane Alley: Louis Armstrong in New Orleans“ wurde am 1. August 2024 eröffnet. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Armstrongs frühen Jahren in New Orleans und mit Menschen, die seinen musikalischen Weg beeinflussten. Dazu gehören seine Mutter Mayann, die Familie Karnofsky, sein Musiklehrer Peter Davis und sein Mentor Joe „King“ Oliver. Fotografien, historische Objekte und persönliche Geschichten zeigen Armstrongs frühe Lebensjahre in Jane Alley. Zugleich wird deutlich, welche Rolle New Orleans für seine Entwicklung spielte.

Foto: pixabay

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