The Strand: Glanzvoll in Rangun

Beinahe zwei Jahre war es still an Yangons umtriebiger Strand Road. Intensive Renovierungsarbeiten in allen Bereichen des Hotels lassen das Hotel aus der britischen Kolonialzeit in neuem Glanz erstrahlen.

Birma schrieb das Jahr 1892, Arviet Sarkies, einer jener drei Brüder, die bereits erfolgreich das Raffles in Singapur begründet haben, erreichte mit dem Dampfer Rangun und suchte nach einem angemessenen Standort für ein neues Hotel. Der Erfolg des Hauses in Singapur (eröffnet 1887) brachte das Familienunternehmen der Sarkies auf Expansionskurs. Knapp zehn Jahre später war es dann soweit. Im Jahre 1901 konnte das Strand erstmals seine Gäste empfangen. Schnell wurde das Haus mit seinen 32 Suiten zum "finest hotel east of Suez."

Viel hat sich seither getan, sehr viel sogar. Birma heißt nun Myanmar, Rangon wurde in Yangon umbenannt und das Strand wechselte gleich mehrfach sein Management. Heute leitet die GCP Gruppe das Hotel und mit dem Franzosen Olivier Trinquand konnte ein ausgewiesener Asienspezialist mit europäischen Wurzeln als neuer General Manager gewonnen werden. Die letzte grundlegende Renovierung reichte bis in das Jahr 1991 zurück und so war es an der Zeit, die Pforten zu schließen und dem Mitglied der ‚Leading Hotels of the World‘ eine Schönheitskur zu gönnen.

Die Herausforderung bestand darin, eine Quadratur des Kreises zu leisten. Zum einen durfte der koloniale Esprit nicht verloren gehen, für den Gäste wie Rudyard Kipling, Sir Mike Jagger oder Sir Peter Ustinov das Hotel lieben gelernt haben. Zum anderen sollte das Hotel den Ansprüchen des modernen Reisenden vollauf Genüge tragen, um weiterhin auf Erfolgskurs bleiben zu können. Schon der Eintritt in die großzügige Lobby erfüllt die Erwartungen und lässt den Gast die Seele des Hauses erkennen. Die Wände sind nunmehr in dezentem Grau gehalten, die Inneneinrichtung wurde durch auslandende Chesterfield Sofas und elegante Korbsessel ergänzt und atmet durchweg Eleganz und Distinktion; Antiquitäten aus der Kolonialzeit zieren das ganze Haus. Öffentliche Räume wie auch alle Suiten sind nach einem zusammenhängenden Konzept gestaltet und alles fügt sich nahtlos ineinander.

Die stilvolle Lobby des Hotels.
Die stilvolle Lobby des Hotels.

 

Christian Martena leitet das restaurant gastronomique

Obwohl das Strand schon immer für seine Küche berühmt war, konnte in der Berufung des gebürtigen Südtirolers Christian Martena ein großer Schritt nach vorn gemacht werden. Ohne Zweifel ist das Restaurant heute das beste der Stadt mit dem Ziel, sich unter den Top Adressen Südostasiens zu positionieren, auch ein erster Michelin Stern könnte in greifbare Nähe rücken, wenn das Team um Martena und seine Frau Clara seinen Weg so beständig fortsetzt. Der erfolgsverwöhnte Koch war noch bis vor kurzen einer jener Starköche, der regelmäßig an den Hof in Bangkok gerufen und für seine Leistungen mehrfach ausgezeichnet wurde. Für sein Strand Restaurant verfolgt Martena eine internationale Küche mit asiatischen Anklängen. Vierzig Gedecke leistet die Küche und eine Reservierung sei in jedem Fall empfohlen. Besonders freut den Italiener, dass zunehmend auch lokale Größen der Stadt das Strand aufsuchen und hoch wertschätzen. Das ‚tasting menue‘ ist mit 58,- US$ sehr fair kalkuliert, die Weinkarte bietet eine hervorragende Auswahl weltweit prämierter Tropfen. Für den Imbiss zwischendurch bietet das Bistro Restaurant ‚Strand Café‘ eine preiswerte Alternative, ebenfalls unter Leitung von Martena. Empfohlen sei hier das Nationalgericht ‚Mohinga‘ (delikate Fischsuppe) oder der High Tea nach britischem Vorbild zur Nachmittagsstunde.

Ebenfalls renoviert wurde die Sarkies-Bar des Strands, geblieben aber ist die Happy Hour jeden Freitagabend, zu der sich im Besonderen die Mitarbeiter der umliegenden Botschaften einfinden. Die australische und die englische Botschaft liegen direkt neben dem Hotel. Ein großer Billardtisch garantiert Abwechslung und fördert die Kommunikation zwischen den Gästen.

Da Yangon erst seit jüngster Zeit auf dem Rader der internationalen Reisecommunity seinen Platz etablieren konnte, hat das Hotel zwei optionale Leistungspakete geschnürt, die dem kulturinteressierten Gast dringend ans Herz gelegt werden dürfen. In Kooperation mit dem ‚Yangon Heritage Trust‘ werden halbtägige Führungen (in engl. Sprache) durch Downtown angeboten, die einen Teil der offiziell 189 Kolonialgebäude der Fünfmillionen Metropole besichtigen. Keine andere asiatische Stadt kann auch nur annähernd auf ein derart reichhaltiges und hochwertiges koloniales Erbe verweisen. Der Charme dieser meist im ausgehenden 19. Jahrhundert oder frühen 20. Jahrhundert errichteten Gebäude ist betörend, schließlich ist das Strand ein unverzichtbarer Teil von Ihnen. Eine zweite, ebenfalls halbtägige Tour führt zu den umliegenden Galerien der Stadt. Seit der großen Öffnung des Landes im Jahr 2012 hat sich eine internationale Künstlerschar hier niedergelassen, die bereits im weltweiten Kunstbetrieb erste Erfolge feiert. Diese Führung wird auch in den frühen Abendstunden angeboten.

Die Sarkies Bar im The Strand.
Die Sarkies Bar im The Strand.

 

Pool und Gym eröffnen diesen Herbst

Grund zum Feiern hat das Strand nach seiner erfolgreichen Neueröffnung im letzten Winter zusätzlich in diesem Herbst. Die Arbeiten an einem neu errichteten Pool und einem angrenzenden Gym werden rechtzeitig zur Hochsaison abgeschlossen und die moderne Anlage noch vor Weihnachten Olivier Trinquand, dem französischen General Manager des The Strand, übergeben und eröffnet. Der alte Parkplatz im Hof durfte weichen, um den Ansprüchen eines modernen, wenn auch kolonialen, Fünf-Sterne-Hauses Rechnung zu tragen.

Yangon, die alte, historische Hauptstadt, ist bis heute für die meisten Touristen das Tor zu Myanmar geblieben. Von hier aus gilt es, eines der geheimnisvollsten Länder der Welt zu entdecken. Gleich ob eine anschließende Flusskreuzfahrt auf dem Irrawaddy, einem Besuch auf dem Inle See oder Touren in den Shan Bergen, die Alternativen sind vielfältig und immer lukrativ.

Info: www.hotelthestrand.com 

Anreise:
Die aktuell komfortabelste Alternative mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis in der BC bietet Thai Airways über Bangkok nach Yangon; www.thaiair.de 

Alternative:
Umfassende Leistungsangebote für Yangon und Myanmar mit individueller Betreuung bietet der Asien-Spezialist Rose Travel www.rosetravel.de

 

Impressionen:

 

Fotos: The Strand, CCP Groupe

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Zuletzt bearbeitet am 21/11/2017

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