Studieren zwischen Sternerestaurants und Yachtclub

Fürstentum Monaco – der zweitkleinste Staat Europas am azurblauen Mittelmeer mit einer Größe von nur zwei Quadratkilometern; schon die Erwähnung setzt blühende Phantasien frei.

Gilt doch diese Enklave als Mikrokosmos  von Reichtum, Luxus und Schönheit als ein begehrter Privatclub vieler Prominenter, wo glamouröser Lifestyle, diskrete Banken und Sicherheit selbstverständlich sind. Aber nicht nur das: Ahnt man hier schon lange, dass dieser Platz an der Sonne auch der langanhaltenden geistigen Gesundheit dient? Nach neuesten britischen Studien wird dem Champagner, der hier bekanntlich in Strömen fließt, eine wirksame Vorbeugung gegen Demenz bescheinigt... Ein Grund mehr, sich hier präventiv bereits im jüngeren Alter niederzulassen – so man es sich leisten kann und sein Geld ererbt oder bereits anderweitig gemacht hat.

Wer hier lebt, will meist nur noch genießen und fühlt sich auserwählt, die begehrte, nicht leicht zu erwerbende Staatsbürgerschaft erhalten zu haben. Ob das dann dekadent erscheint, liegt im Auge des Betrachters. Wer aber als Besucher in das Fürstentum reist, wird beeindruckt sein von der imposanten Kulisse aus Belle Époque, Art déco und mediterraner Noblesse. 300 Sonnentage im Jahr, das milde Klima und fulminante sportliche und kulturelle Events locken, um einem exklusiven Lifestyle zu frönen. Dazu gehört das Beste vom Besten an Hotels, Restaurants, Nachtclubs, Yachten und  Nobelkarossen. Waren es früher Großfürsten mit  Entourage, später Playboys mit Topmodels im Gefolge, sind es heute oft Oligarchen und It-Girls, die in Monte Carlo den perfekten Spielplatz für  einen extrovertierten Lebensstil gefunden haben.

Aber nicht nur die "New Money"-Generation beherrscht das Bild und die Szene. Ob am elitären Yachthafen, der gerade ein spektakuläres Update durch den von Sir Norman Foster entworfenen Yachtclub erfahren hat oder im weltbekannten Tennis Country Club wie auch im Monte Carlo Beach Club tummeln sich in lässiger Toleranz "Alt-und Neureichtum".

Besonders an den exklusiven und traditionsbewussten Stätten, die zur SBM (Société des Bains de Mer) gehören, weiß man mit Stil und Klasse Wohlhabenheit zu zelebrieren. Nunmehr seit 150 Jahren verbirgt sich hinter dem Namen SBM u.a.das berühmte Hotel de Paris, in dem der große Cuisinier Alain Ducasse sein Drei-Sterne Restaurant "Louis XV" betreibt, das altehrwürdig elegante Hotel Hermitage, das Monte Carlo Beach Hotel mit Club  und das Monte Carlo Bay Resort. Der Gast genießt in diesen Häusern wohltuende "Old School"-Tugenden eines diskreten und best geschulten Personals. Auch die legendäre Buddha Bar, wo sich celèbre gestylte Beautys und Beaus dieser Welt treffen und der bereits 1863 eröffnete Belle Époque- Prachtbau des spektakulären Casinos - eine wahre Kathedrale des Glücksspiels -  sind Teil der SBM.

Überrascht es nun, dass man in Monte Carlo nicht nur Luxus leben sondern auch studieren kann? Die International University of Monaco bietet neben klassischen Studiengängen auch einen Master in Luxury an. Das Studium vermittelt Grundlagen des Luxus und Mechanismen des entsprechenden Marketings, um z.B. exklusive Labels zu gründen oder zu pflegen.

Warum nicht mal ein lustiges Studentenleben in Monaco? Voraussetzung: ein opulentes Bankkonto im Hintergrund. Lernen im Beach Club, statt Mensa ins Sterne-Restaurant, statt Nebenjob Shoppen in Edelboutiquen.

Der Monaco-Mythos lebt und wird sich vermutlich auch in Zukunft dem Zeitgeist des potenten Geld-Adels anpassen.

Foto: Fruitpunchline Wikimedia

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Zuletzt bearbeitet am 19/08/2016

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