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Im Auftrag Ihrer Majestät: Mit Aston Martin ins Autokino!

Pünktlich zum Corona bedingt mehrfach verschobenen Kinostart des neuesten James Bond Streifens No time to die, in dem der Geheimagent - trotz Vorruhestand - auch diesmal wieder standesgemäß im Aston Martin auf Schurkenjagd geht, lud die britische Supersportwagenschmiede Journalisten unter dem Motto Heeding the Call zu einer 007-Tribute Tour von Andermatt über Davos und Sölden nach München.

Highlights entlang der Strecke waren dabei unter anderem ein Gala Dinner im legendären ice Q, Drehort mehrerer Schlüsselszenen des James Bond Spektakels Spectre. Außerdem die Deutschlandpremiere des bildgewaltigen Agentenepos – stilecht im eigens angemieteten Drive-In Kino und selbstverständlich hinter dem Lenkrad eines Aston Martin serviert – sowie ein Private Viewing des im Film angeteaserten Valhalla, Aston Martins brandneuem Highend Plug-In-Hybrid in der Münchner Motorwelt.

Tatsächlich sind im jüngsten Bond neben dem Valhalla gleich 3 weitere Aston Martin Modelle zu sehen: der 60er Jahre Klassiker DB5, der in Goldfinger debütierte, der kantige V8 Vantage aus den späten 80ern – als Fahrzeug übrigens deutlich erfolgreicher als der damalige Bond-Mime Timothy Dalton als Schauspieler – und der DBS Superleggera, den Bonds 007-Nachfolgerin Nomi steuert. Doch der Reihe nach.

Aston Martin: Neuvorstellung.
Aston Martin: Neuvorstellung.

 

Zwar konnten wir uns der rund 30 Fahrzeuge starken Aston Martin Karawane terminbedingt leider erst auf der Zwischenetappe Sölden anschließen und verpassten deshalb einige der schönsten Abschnitte der kurvenreichen Panoramastrecke durch die Alpen, doch immerhin erwartete uns im bekanntesten Wintersportort des Ötztals ja gleich am ersten Abend das Gala Dinner auf dem Gipfel des Gaislachkogels – 3048m über dem Meer. Die „Anreise“ mit der Seilbahn hinauf zur Gipfelstation verlief dank des ein oder anderen Gläschens Ruinart bereits ziemlich entspannt. Vor dem Dinner stand aber noch eine Privatführung durch die in den Gipfel integrierte 007 Erlebniswelt Elements auf dem Programm, deren rohe Betonarchitektur selbst ein wenig an das Schurkenhauptquartier aus einem Bond-Film erinnert.

Hier können Gäste multimedial sowie mit Original-Props, z.B. der goldenen Pistole aus The Man with the Golden Gun, in die Geschichte der mittlerweile 25 Streifen umfassenden Filmreihe eintauchen. Uns dagegen begeisterten vor allem die anschließend im ice Q aufgetischten Teller, darunter gebeizter Seesaibling mit Feldgurke und perfekt gebratener Rehrücken mit Ur-Karotten. Vielleicht lag das aber auch an der Höhenluft und diversen Martinis. Beides fördert ja bekanntlich den Appetit...

Übrigens haben die drei Pinot-Spezialisten Matthis Heger aus dem badischen Ihringen, der Österreicher Paul Achs und die Südtiroler Kellerei St. Pauls mit dem Pinot 3000 für das ice Q eigens eine Drei-Länder-Cuvée kreiert, die exklusiv hier oben ausgeschenkt wird.

Das ice Q.
Das ice Q.

 

Am darauffolgenden Morgen hatten wir dann die Qual der Wahl, mit welchem Aston Martin Modell wir die finale Etappe zum Bayerischen Hof in München antreten sollen. Schließlich ist im Rahmen der Tour (fast) alles am Start, was die Briten aktuell im Portfolio haben. Am Ende fällt unsere Wahl dann auf den DBX, Aston Martins Super-SUV und aktueller Verkaufsschlager der Engländer, mit dem wir nach rund zweieinhalb Stunden entspanntem Landstraßen Cruising – abgesehen vielleicht von der Begegnung mit einem quitschgelben Linienbus auf einer einspurigen, kurvenreichen Bergstraße – das erste Etappenziel erreichen, das Seehotel Überfahrt am Tegernsee, bevor der millionenschwere Tross nach dem Lunch mit Trüffelpasta, handgeklopftem Carpaccio und butterzartem Oktopus im Nobel-Italiener Barcaiolo schließlich Richtung München weiterzog. Dort wurden die automobilen Schmuckstücke dann effektvoll vor dem Eingang des Bayerischen Hof aufgereiht – und zogen dabei binnen Minuten mehr Aufmerksamkeit auf sich, als so mancher Hollywood-Star, der hier schon abgestiegen ist.

Absolutes Highlight der Tour aber war der Besuch im Autokino Aschheim, in dem anlässlich der Premiere ausschließlich Fahrzeuge mit dem geflügelten Aston Martin Logo auf der Motorhaube zugelassen waren – Lambo, Ferrari, McLaren und andere Angeber mussten diesmal also draußen bleiben. Am Ende sind es dann fast 350 Fahrzeuge aus ganz Europa, die der Einladung nach München gefolgt sind und damit eines der größten Aston Martin Kunden-Happenings aller Zeiten - Gänsehautfeeling inklusive. Schließlich dürfte der mehrere hundert Meter lange Stau in Richtung Kinogelände eine der teuersten Blechlawinen der Automobilgeschichte gewesen sein.

Ausstaffiert mit einer nachtschwarzen Snackbox im Bonddesign – ein eisgekühlter Virgin-Martini im Shaker samt Kristallgläsern und Olivenspießchen inklusive versteht sich – und auf den traumhaft gepolsterten und angenehm beheizten Sitzen unseres DBX lässt sich das rund drei Stunden lange Actionspektakel dann tatsächlich absolut bondwürdig genießen.

Aston Martins CEO Tobias Moers.
Aston Martins CEO Tobias Moers.

 

Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen direkt weiter zur Münchner Motorwelt, wo uns Aston Martins CEO Tobias Moers im kleinen Kreis persönlich den finalen Entwurf des ursprünglich gemeinsam mit Red Bull Racing entwickelten Valhalla präsentiert, der sich neben dem Rennboliden Valkyrie in die illustre Aston Martin Mittelmotor-Familie einreiht und dessen erste Exemplare 2023 ausgeliefert werden sollen. Für den Vortrieb sorgt ein vier Liter V8-Biturbo mit 750PS von AMG mit 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, dem Dank je eines zusätzlichen E-Motors pro Achse insgesamt 950 Pferdestärken zur Verfügung stehen. Die katapultieren den rund 1,5 Tonnen schweren Boliden in grade mal 2,5 Sekunden von 0 auf 100kmh. Bei Tempo 350 ist der Motor dann elektronisch abgeriegelt. Die Batterieleistung reicht theoretisch zwar für gerade mal rund 15km rein elektrisches Fahren mit maximal 90kmh Spitze, soll aber, neben dem extra Leistungskick, wohl vor allem verhindern, dass die Nachbarn am frühen Morgen beim Starten des Verbrenners vor Schreck aus dem Bett fallen.

Optisch erinnert der Supersportler deutlich an den großen Bruder Valkyrie. Freilich präsentiert sich der Valhalla insgesamt alltagstauglicher, soll seine/n neue/n Besitzer/in aber trotzdem authentisches Renn-Feeling vermitteln. Wer eines der auf 999 Stück limitierten Schmuckstücke sein Eigen nennen will, sollte aber schon mal anfangen zu sparen – der Preis liegt weit jenseits der 500.000 Euro Schallmauer. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.


Impressionen:

Fotos: Aston Martin

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Zuletzt bearbeitet am 05/10/2021

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Autor

Thomas Hauer

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