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Idrosee: Freizeit, Kultur und Kulinarik jenseits des Gardasees (Teil 1)

Denkt man an die Lombardei, dürften der Gardasee, der Luganersee oder auch der durch Christos Floating Piers bekannt gewordene Iseosee den meisten Touristen zuallererst in den Sinn kommen. Fast schon versteckt aber nicht minder schön, erstreckt sich über gerade mal zehn Kilometer Länge der unbekanntere Idrosee an der Trentino-Lombardei-Grenze...

Während sich im Sommer die Strände und Städte an den benachbarten großen Seen vor Touristen kaum retten können, ist es westlich vom Gardasee, am Idrosee, erholsam ruhig. Eingeschlossen von den Ausläufern der oberitalienischen Alpen, ist der Bergsee mit einer Tiefe von 122 Metern dabei ein Kleinod für Freizeitaktivitäten. Verschiedene Anbieter am See versorgen Interessierte mit Surfbrettern, Kanus oder auch mit Tretbooten.

Anbieter für Stand-Up-Paddling, Kanus oder Windsurfing gibt es direkt am See.
Anbieter für Stand-Up-Paddling, Kanus oder Windsurfing gibt es direkt am See.

 

Windsurfen auf dem Idrosee

Und gerade den Windsurfern bietet sich hier ein klimatisch interessanter Ort, versorgt doch die "Ora" (italienisch ‚Stunde') als Südwind zur Mittagszeit die Surfer auf dem See mit dem nötigen Schwung. Nicht nur dieser thermische Wind bringt die Sportbegeisterten auf die Bretter, sondern auch am Nachmittag, wenn die höchsten Temperaturen an dem auf 368 Höhenmetern gelegen See gemessen werden, spielt die Thermik den Surfern in die Karten. Der "Ander" windet hier konstant, der gerade im Frühjahr und Herbst kräftig bläst und die Segel füllt.

So kommt es nicht von ungefähr, dass sich diverse Wassersportler erst ab der Mittagszeit auf dem See zeigen. Mehrere kleine Surfschulen sind entlang des Idrosees zu finden, meist als Teil der idyllischen Camping- und Glampingplätze die an den Ufern liegen. Nachvollziehbar, dass durch nur eine etwas "größere" Straße (SS237) am Westufer des Sees entlangführend, der Geräuschpegel, gerade auf der Ostseite, entsprechend gering ist. Selbst an der Straße liegende Hotels oder Ferienwohnungen sind somit bedenkenlos zu buchen.

Vor idyllischer Kulisse des Monte Stino: in der Ferne Windsurfer vor einem Campingplatz.
Vor idyllischer Kulisse des Monte Stino: in der Ferne Windsurfer vor einem Campingplatz.

 

Mit dem Rad entlang des Sees

Sollte der Bewegungsdrang über das Windsurfen oder Kanufahren hinausgehen, lohnt zweifelsohne eine Fahrt mit dem Rad entlang des Idrosees. Auch hier gibt es verschiedene Anbieter die u.a. E-Bikes verleihen. Und die Aussicht ist atemberaubend, fährt man mit dem Rad am Westufer mit Blick auf die Berge, vorbei an kleinen Orten und Aussichtspunkten. Verschiedene kleine Lokale laden vom nördlichen bis zum südlichen Teil des Sees ein, einzukehren. Kleinigkeiten von italienischen Speisen bis hin zu wunderbaren Restaurants mit Menüs. Ein vielfältiges Angebot.

Nach der einen oder anderen kleinen Stärkung kann dann die Fahrradtour fortgeführt werden. Vom Norden bis in den Süden nach Lemprat – wahlweise noch auf die Ostseite des Sees, bis in das kleine Örtchen Vesta. Dort ist allerdings dann auch Schluss, denn eine Umrundung des Sees ist nicht möglich. Der Monte Stino ist die natürliche Begrenzung auf dieser Seite des Sees.

Radweg entlang des Idrosees: problemlos zu meistern...
Radweg entlang des Idrosees: problemlos zu meistern...

 

Allerdings dürfte für den einen oder anderen Naturliebhaber erst dort der Spaß anfangen, denn diverse Wandertouren und Trails bieten sich an, erklommen oder befahren zu werden. Bis auf 1466 Meter geht es an der Ostseite hinauf, bietet Sportlern und Wanderern zahlreiche Wege zum Erkunden. Besonders beliebt ist dieser Teil des Sees auch für Mountainbiker. Beliebt - aber wohl auch durchaus gefürchtet: Der lange Anstieg und viele Spitzkehren fordern Bikern eine gute Fahrtechnik ab. Beliebt ist der Trail am Monte Stino besonders wegen des Traum-Panoramas!

Rocca d`Anfo: Blick auf den See

Ein weiteres Traum-Panorama erschließt sich nach einer ganz anderen Art der "Wanderung". Genau gegenüber des Monte Stino liegend, lässt sich die Festung Rocca d`Anfo nach schier unzähligen Stufen erklimmen. Der Militärkomplex aus dem 15. Jahrhundert, erbaut am Monte Censo, wurde später auch von den Truppen Napoleons umgebaut, vergrößert und entsprechend genutzt. Noch bis 1975 nutzte die italienische Armee das Rocca d`Anfo als Lager, seit 2015 gibt es Führungen durch die Festung – den Blick über den See und die Bergregion inklusive!

Blick aus dem Rocca d`Anfo: Aussicht pur!
Blick aus dem Rocca d`Anfo: Aussicht pur!


Impressionen:

Fotos: Michael Schabacker

 

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Zuletzt bearbeitet am 22/09/2021

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