Glücksbringer vor der Tür und grandiose Küche: Savoy Boutique Hotel Tallinn

Estlands Hauptstadt Tallinn, einst auch als Hansestadt Reval bekannt, ist längst ganzjährig eines der Top-Reiseziele in Europa. Zu Tallinns besonderen Reizen und Sehenswürdigkeiten gehören aber auch die gehobene Hotellerie und Gastronomie!

Und da wird man in perfekter Lage, direkt an der Altstadt, im Savoy Boutique Hotel gleich doppelt verwöhnt. 2019 heimste das Savoy den World Travel Award als Estlands bestes Boutique Hotel ein, einen Titel, den das illustre Haus schon 2013 bis 2015 führte und nun dem direkten Konkurrenten in Tallins Altstadt, dem "The Three Sisters", wieder abluchste. Nicht genug damit: Mit Starkoch Rene Uusmees bietet das hauseigene Spitzenrestaurant "mekk" auch Nicht-Hotelgästen die perfekte Einführung in die längst berühmte neue estnische Küche.

Eigentlich konnte seit dem 15. Mai 2012 nichts mehr schiefgehen im Savoy Boutique Hotel. Denn da wurde Punkt 10.00 Uhr morgens die nahezu lebensgroße Bronzeskulptur des "Schornsteinfegers" vor dem Eingang zum 2006 eröffneten Haus enthüllt. Und so ein fröhlich vorwärts und rund um die Uhr in Richtung Hoteleingang schreitender Kaminkehrer bringt natürlich eines zu Hauf: Glück! Estlands Star-Bildhauer Tauno Kangro, Jahrgang 1966, schuf diesen längst zur großen Attraktion in Tallinn avancierten Glücksbringer – und verpasste ihm gleich auch noch einige Bronzefußspuren, die der wackere, bestens behutete Handwerker samt seiner Handwerksutensilien aber ohne Mühe hinter sich lässt.

Heute ist Tallinns Bronzemann mit Zylinder vor allem Ziel von Touristen aus aller Welt, die es sich nicht nehmen lassen, hier kurz für ein attraktives Selfie zu stoppen, das dann in alle Welt gemailt wird. Nicht selten legen sie auch ihre Hände auf die längst blank polierten Jackett-Knöpfe oder seine Nase – denn das bringt garantiert das versprochene Glück – und ist beste Werbung für Tallinn wie das Savoy Boutique Hotel zugleich. Wer es sich indes auf der Sommerterrasse des Hotels bequem macht und zum flugs aus der "mekk"-Hotelbar servierten Cocktail oder einem kühlen, blonden Saku-Bier dem munteren Treiben der Passanten zuschaut, entdeckt: Viele Einheimische, vor allem ältere Semester, halten hier offenbar regelmäßig inne, um dem schwarzen Mann ihre Referenz zu erweisen und fest auf das ihm inne wohnende Glück zu hoffen.

Foto-Stopp fürt Touristen in Tallinn: der Bronzemann mit Zylinder.
Foto-Stopp fürt Touristen in Tallinn: der Bronzemann mit Zylinder.

 

Für Hotelgäste ist die kurze Stippvisite am 30 m entfernten Schornsteinfeger natürlich fast obligatorisch. Andererseits: Auch in der Hotellobby begegnet man Vertretern dieses stets adrett gekleideten Handwerks. Da dekorieren diverse historische Ölgemälde die Wände gegenüber der Rezeption, die stets Kaminkehrer in ihren historischen Trachten abbilden. Vielleicht ist dies ein zarter Hinweis darauf, dass in diesem 1890 erbauten großen Haus, das einst gänzlich anderen Zwecken diente und heute 44 wunderbare Doppelzimmer und Suiten anbietet, einmal auch Tallinns Gilde der Schornsteinfeger ihren Sitz hatte. Schließlich hatte zumindest das alte Reval eine lange Gildentradition vorzuweisen, der man heute insbesondere in der Altstadt architektonisch wie museal mühelos und mit Vergnügen nachspüren kann. Glück haben die Gäste des Savoy zudem, weil das komplett im Art Déco-Stil restaurierte Haus mit aus Italien stammendem Mobiliar sie nicht nur mit seinem Innendesign verwöhnt, sondern auch einen überaus freundlichen Fünf-Sterne-Service bietet. Und natürlich werden auch Zimmer für solche Gäste angeboten, die spezielle Bedürfnisse oder Allergien haben. Clou ist schließlich der schon 2016 eingerichtete Art Floor in der obersten Etage.

Drei De luxe-Zimmer wurden mit Staffeleien, Mal- und Zeichenutensilien für jene Hotelgäste ausgestattet, die ihr "Zimmer mit Aussicht" auf Tallinns wunderbare Altstadt perfekt zu Papier oder sogar auf Leinwand festhalten möchten. Zig Gäste haben sich hier bereits erfolgreich als Künstler versucht. Ihre Ergebnisse, oft genug ist es der phantastische Blick aus dem Hotelfenster, kann man heute auch online bewundern. Die Kunstwerke aus dem Art Floor des Savoy sind auf Facebook gepostet (hier...).

Eine herausragende Werbung für sich und Aushängeschild für das Hotel ist schließlich das hoteleigene Restaurant "mekk", das jeder Hotelgast schon beim opulenten Frühstücksbuffet kennenlernt. Der Name des nur 40 Plätze anbietenden, aber mit umso feinerer Küche aufwartenden Gourmet-Restaurants, "mekk", leitet sich von "Moodne Eesti Köök" ab, das für "moderne estnische Küche" steht. Und von ihrer Klasse kann sich ein jeder auch schon zum sehr günstigen Lunch oder bei einem der in der "mekk"-Bar angebotenen Gerichte erfreuen. Tagsüber wie abends steht die gesamte Küchenkunst unter der bewährten Regie von Starkoch Rene Uusmees (46). Denn der am 11.12.1973 geborene Uusmees ist einer jener Begründer dieses neuen, weist über das Baltikum hinaus bekannt gewordenen Kochstils, der stark seine estnischen Wurzeln würdigt, aber auch die schwedischen, dänischen, deutschen, finnischen und russischen Einflüsse nie negiert. Dabei bedient sich Uusmees eigentlich klassischer Methoden: Alle Zutaten müssen absolut frisch und von regionaler Herkunft sein, am besten direkt von nahen estnischen Bauernhöfen.

Das mekk: kulinarische Empfehlung in Tallinn.
Das mekk: kulinarische Empfehlung in Tallinn.

 

Dabei bedient sich Rene nicht selten alter Rezepte, die schon die Großmütter schätzten. Diese aber baut er zu herrlichen neuen Gerichten um und aus. Vielleicht ist es daher auch kein wirklicher Zufall, dass der Ersteröffnungstag des Restaurants, ein 24. Februar, auf Estlands Nationalfeiertag, Den Tag der Unabhängigkeit fällt. Und natürlich können Tallinn-Gäste auch 2020 auf weitere Festivitäten hoffen, die das kleine, aber höchst erfolgreiche Musterland der EU rund um "100 Jahre Estland" derzeit ausrichtet.

Und natürlich musste Rene Uusmees auch anfangs dazu lernen. Da wurde der Champagner gerne mit Gänseleberpastete serviert. Heute stellt er dem edlen Perlwein viel lieber exquisiten Ziegenkäse vom Hof Kolotsi aus dem Kreis Võrumaa bei. Man kann ihn auch beim abendlichen Dinner als Teil der estnischen Käseplatte (18 €) genießen. Aber die Gänseleberpastete gibt es natürlich auch noch. Sie ziert nun als eines der Entrees die Speisekarte und wird mit karamellisierten Thymian-Äpfeln und gebratenem Schinken vom Hof Mooska serviert (12 €). Während die in der "mekk"-Bar servierten Gerichte, die "mekksers", meist Hors d`oeuvre, Salat oder Feinschmeckerplatten a la Rene Uusmees sind, lädt der Chef im Restaurant "mekk" direkt zum Menü.

Das Degustations-Menü ist ohne Wein für 48 € im Angebot, hinzu kommen Kaffee oder Tee (2,50 €). Dabei ist Rene traditionsbewusst, möchte aber auch mit den neuen Techniken der modernen Küche verwöhnen. Das Resultat: Im "mekk" (sch)meckts! Zwei Klassiker sind dabei der cremige Ziegenkäse vom Hof Kolotsi mit marinierter Roter Bete, Apfel-Cider-sauce, in Butter gerösteten Haselnüssen und knusprigem Nuss-Rosmarin-Brötchen (11 €). Wahlweise darf es auch Zander mit Schweinsbraten-Häppchen, Linsensalat, würzigem Sprotten-Kartoffelpüree, Schnittlauch und Apfel-Cider-Sauce sein (20 €). Unter den Startern ist der Tartar vom Weißfisch an Dillgurke mit gebackenem Weißbrot, Butter und Sauercreme mit Dill ein Gedicht (14 €). Es kann aber auch die rosa geräucherte Ente mit Entenleber, Pastinaken, Birnencreme, karamellisierter Birne, luftgetrockneter Tomate und Nuss-Rosmarin-Brötchen sein (14 €). Unter den leichten warmen Gerichten der Hit im "mekk" ist natürlich die klare Fischsuppe "Uhhaa" (16 €) mit Räucheraal, Zander, Kabeljauleber, Petersilienwurzel, Wachtelei, Koriander und Forellenrogen. Vegetarier wählen das Pastinaken-Kartoffelpüree mit Trüffelkäse, gebratenem Kohl, Steinpilz-Brühe und gerösteten Pinienkernen (14 €).

Lecker... Frischer Salat zum Menü.
Lecker... frischer Salat zum Menü.

 

Als Hauptgang sind Lammrücken mit Lammfilet, Kräutern, Tomatenragout, Pastinakenpüree und Rosmarin-Knoblauch-Sauce ein Muss (24 €)! Höchst edel und eine wirkliche Werbung für Estlands Küche ist auch die mit Waldpilzen gefüllte Wachtel mit gerösteter Petersilienwurzel, Karotten und Estragon-Sauce (22 €). Schließlich darf auch ein Dessert nicht fehlen. Da hat es etwa Pflaumenkompott mit Sky-Creme (7 €), handgemachte Schokotrüffel aus hauseigener Produktion (8 €), Schoko-Trüffel-Torte mit Walderdbeeren-Eis (9 €) oder den Klassiker: karamellisierter Apfel (9 €). Und als Absacker nie fehlen darf der vom Sommelier wärmstens empfohlene hauseigene Schnaps, estnisch "Naps" (5 €). Savoy-Qualität vom Feinsten! Das feiern natürlich auch die renommierten Küchenkritiker des White Guide Nordic, die das "mekk" 2018 und natürlich auch 2019 aufnahmen und inklusive der deutlich über dem Durschnitt liegenden guten Weinauswahl würdigten.

Eine Alternative zum Savoy Boutique Hotel ist übrigens nahebei am Freiheitsplatz das zur gleichen Hotelgruppe gehörende Palace Hotel mit dem Gourmetrestaurant "Konrad". Das mit großem Spa und Gym aufwartende Palace Hotel feierte 2017 das 80. Jubiläum, denn es öffnet seit dem 16.1.1937! Hier logierten schon Norwegens Königspaar, Mick Jagger oder Alexius II., Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche. Clou des Palace ist die Ausstattung mit Gemälden des estnischen Künstlers Konrad Mägi (1878 – 1925), dessen Gesamtwerk man auch beim Besuch des nationalen Kunstmuseums KUMU in Tallinns Ortsteil Katharinental nachspürten sollte. Denn das sollte genauso auf dem Besuchsprogramm stehen wie die Altstadt mit ihrem berühmtesten Turm, dem seit alters her so genannten "Kiek in de` Köök".

 

Impressionen:

Information:
Vor der Reise:
Estonian Tourist Board (Enterprise Estonia), Lasnamäe 2, 11412 Tallinn, Estland, Tel. +372 627 97 70, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., www.visitestonia.com/de , http://visitsouthestonia.com/en/
Touristeninformationszentrum Tallinn: Niguliste tänav 2, Kesklinna linnaosa, 10146 Tallinn, Tel. +372 645 77 77, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., www.visittallinn.ee/ger ; Öffnungszeiten: 1.6. – 31.8. Mo – Sa 9.00 – 19.00, So 9.00 – 18.00 Uhr, April/Mai und Sept. Mo – Sa 9.00 – 18.00, So 9.00 – 16.00 Uhr, sonst Mo – Sa 9.00 – 17.00, So 10.00 – 15.00 Uhr
Tallinn Card/Tallin Card PLUS (freier Eintritt in 40 Ausstellungen und Museen; freier Nutzung ÖPNV, viele Rabatte, mit Card PLUS freie Nutzung der Hop on-Hop-off-Busse): Tallinn Card: 24 Std. 26 €, 48 Std. 39 €, 72 Std. 47 €; Tallinn Card Plus 24 Std. 36 €, 48 Std. 49 €, 72 Std. 58 €; Info/Kauf: www.visittallinn.ee/ger/tallinncard

In Tallinn:
Übernachten/Restaurants:
Savoy Boutique Hotel, Suur-Karja 17, 10148 Tallinn, Tel. +372 680 66 88, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., www.tallinnhotels.ee/savoy-boutique-hotel/#/savoy-boutique-hotel/hotel/ ; 44 DZ und Suiten; mit Art Floor (3 DZ de luxe/Suiten); mit mekk Bar (Mo– Do 11.00 – 23.00, Fr, Sa 11.00 – 1.00, So 11.00 – 21.00 Uhr) und
Gourmetrestaurant "mekk" ("Moderne estnische Küche"), Suur-Karja 17, 10148 Tallinn, Estland, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., Tel. +372 680 66 88, www.tallinnhotels.ee/mekk/#/mekk/restaurant-mekk/ ; Öffnungszeiten: Mo – Fr 12.00 – 23.00, Sa 17.00 – 23.00 Uhr, So zu
Das Savoy Boutique Hotel gehört der TallinnHotels OÜ, zu der auch dies Schwesterhotel zählt:
Palace Hotel, Vabaduse väljak (Freiheitsplatz) 3, 10141 Tallinn, Estland, Tel. +372 680 66 50, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., www.tallinnhotels.ee/tallinnhotels/tallinn-luxury-hotels/#/hotel-palace-tallinn/center-hotel-tallinn/
79 DZ und Suiten; mit Gallery Bar/Café, So – Do 8.00 – 23.30, Fr, Sa 8.00 – 0.00 Uhr geöffnet, und Gourmetrest. "Konrad", Vabaduse väljak (Freiheitsplatz) 3, 10141 Tallinn, Estland, Tel. +372 680 66 50, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., www.tallinnhotels.ee/konrad/#/konrad/restaurant-tallinn/ ; Öffnungszeiten: Mo – Fr 11.30 – 22.00, Sa 17.00 – 22.00 Uhr, So zu

(Das Projekt wird unterstützt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.)

Fotos: Ellen Spielmann

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Zuletzt bearbeitet am 30/12/2019

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