The Anam – tropisches Hideway abseits des Massentourismus

"No shoes, no news, no stress" – lautet das Motto in "The Anam" an der vietnamesischen Südostküste. Das Luxusresort ist eine Wohlfühl-Oase für Ruhesuchende.

Blühende Frangipani-Bäume, 300 Sonnentage im Jahr, 300 Meter Privatstrand, 3.000 Palmen und drei stilvolle Poollandschaften. Die Zahl 3 hat eine ganz besondere Bedeutung in The Anam, dessen Name sich aus der Landessprache ableitet: "An Nam" ist die alte Bezeichnung für Vietnam.

Vom russisch und chinesisch geprägten Massentourismus im eine gute halbe Stunde entfernten Nha Trang ist hier noch nichts zu spüren. Dschungelbedeckte Berge – und einige größere Hotelbauten – bilden die Kulisse. Üppig begrünt, bietet das tropische Strandresort in landestypischer Bauweise 96 Zimmer und Suiten sowie 117 Villen. Dazu zählen unter anderem zehn zweistöckige Ocean View Pool Villen mit drei Schlafzimmern, großzügigem Wohnbereich, Privatpool und Meerblick sowie zwei Private Pool Villen mit eigenem Spa – jeweils mit Zugang zum Garten oder mit Balkon. Soweit möglich, wurde das im Kolonialstil gehaltene Resort mit nachhaltigen Produkten aus der Region gestaltet. Die Dächer etwa bestehen aus Materialien, die von der Heimatprovinz des Besitzers Pham Van Hien in der Nähe von Hanoi stammen. Auch die Steine stammen aus Nordvietnam.

Pool des The Anam.
Pool des The Anam.

 

Dunkle Holzmöbel, weiße Wände und lokale Kunstwerke an der Wand prägen die Inneneinrichtung. Ein nettes Aperçu: Neben Flip Flops, zwei unterschiedlichen Bademänteln und Slippers befindet sich auch ein traditioneller Non La in den Zimmern. Mit dem traditionellen vietnamesischen Kegelhut fühlt man sich schnell heimisch. Einen Hauch Exotik hält auch das Bad bereit, hinter dessen Glasfront tropische Pflanzen wachsen. Die Badewanne steht vor Fenstern, die sich öffnen lassen, so dass man sich wie bei einem Bad im Garten fühlt.

Fehler sind kein Missgeschick

Das Personal ist ausnahmslos herzensfreundlich, hilfsbereit und zuvorkommend – auch in den Restaurants. Hier führt Executive Chef Ye Chang Sheng Regie, der am liebsten auf den Namen Peter hört und aus China stammt. Seine Eltern führten ein kleines Restaurant, was auch ihn auf den Geschmack brachte. Er beschreibt sich als soften Chef – "bisweilen zu soft", gesteht er lächelnd ein. Den Londoner Sternekoch Gordon Ramsay beneidet er für seinen gleichermaßen umgänglichen wie unnachgiebigen Führungsstil. Fachlich begeistert ihn besonders der mit drei Michelin-Sternen gekrönte Grant Achatz in Chicago. "Fehler sind kein Missgeschick", lautet Peters Motto. Dafür verlangt er von seinen Mitarbeitern hundert Prozent zu geben – und geht selbst mit bestem Beispiel voran. Jedes Produkt soll seinen eigenen Raum auf dem Teller haben, unverfälscht und rein sein eigenes Aroma entwickeln, um schließlich eine harmonische Symbiose mit den anderen Produkten einzugehen.

Der Strand des Hotels...
Der Strand des Hotels...

 

Einige seiner Produkte findet er in Nha Trang, wo er an Wochenenden selbst inspiziert, was gut genug ist, um in den Küchen des Anam Resorts zu landen. Andere Ingredienzen haben einen weiten Weg hinter sich – etwa der Wolfsbarsch aus Patagonien, den er überaus fair kalkuliert servieren lässt. Die Hälfte des Preises für das gesamte Gericht deckt gerade einmal die Kosten für das edle Meerestier, verrät der sympathische Küchenchef.

Er bedauert, dass es Michelin noch nicht nach Vietnam geschafft hat. Gleichwohl hält er es nur für eine Frage der Zeit, wann die Restaurantkritiker auch dieses Land unter die Lupe nehmen. Einen Stern hätte er schon gern – und glaubt auch, ihn verdient zu haben. Überraschen würde es nicht – und zu seinem Ehrgeiz passen, der ihn vorantreibt. "Hungrig sein", lautet sein Credo, das man in diesem Fall durchaus doppeldeutig verstehen darf. Gefragt nach seinem Lieblingsgericht, lässt er nichts über Trüffelpasta und Wantan-Suppe kommen.

Farbenfrohes Food-Erlebnis...
Farbenfrohes Food-Erlebnis...

 

Mit Grand Marnier infusierte Sabayon

Flaggschiff-Restaurant ist "The Colonial", das tagsüber als Club-Lounge für Gäste der Top-Villen dient und morgens als kleines, aber feines Frühstücksrestaurant einen ruhigen Start in den Tag verheißt. Die Mehrheit der Gäste nimmt ihr Frühstück im Indochine ein. Im Colonial können Gäste über das Frühstücksbuffet auch Gerichte aus dem À la carte Menü genießen, die auf Bestellung zubereitet werden: von der traditionellen vietnamesischen Pho-Suppe über Kaviar-Omelett bis zu Burritos mit Guacamole.

Zum Dinner verwandelt sich "The Colonial" in ein veritables Gourmetrestaurant. Herrlich in Optik, Textur und Aromatik der Petersilienschwamm. Eingelegte Rote Bete, Sous-vide zubereitet, und Rote-Bete-Gel überzeugen darüberhinaus zur kunstvollen Farbgebung auf dem Teller bei. Dazu Minze und Orange sowie ein paar Würfel Ziegenkäse, die dieses Gericht zu einer Offenbarung für den Gaumen machen.

Auch die Weinbegleitung lässt keine Wünsche offen. Zum Wolfsbarsch reicht die liebreizende Dame aus dem Serviceteam einen im Holzfass ausgebauten De Bortoli The Accomplice Chardonnay aus New South Wales. Mit seinen Anklängen an feine Tropfen aus Burgund ist er der ideale Begleiter zum tadellos zubereiteten Fisch, der mit Pfifferlingen, auf Holzkohle gegrilltem Babylauch, Sellerie-Püree, Prosecco-Beurre Blanc zum wahren Tellerkunstwerk wird. Mehr als ein Gaumenstreichler ist auch die mit Grand Marnier infusierte Sabayon, diversen Beeren und Biskuit aus gerösteten Haselnüssen.

Relaxen leichtgemacht...
Relaxen leichtgemacht...

 

Vespa-Tour als urbanes Abenteuer

"Lang Viet", heißt das authentisch vietnamesische Restaurant mit seinen hohen, gewölbten Holzbalkendecken und offenen Seiten, in dem sich die Meeresbrise genießen lässt. Es ist der perfekte Ort für Mittag- oder Abendessen. Eine Versuchung ist der Morning Glory-Salat, benannt nach dem Wasserspinat, der am frühen Morgen in Vietnam blüht. Er ist wichtiger Bestandteil der meisten Mahlzeiten. Die hohlen und knusprigen Stile und die Blätter werden gedämpft, ähnlich wie bei Spinat. Rindfleisch, Chili, Nüsse und Kräuter wie Minze und Koriander machen das Gericht zum Aromenfeuerwerk.

Authentisch und unverfälscht geht es mittwochs im "Lang Viet" beim "Mama-Cooking" zu. Dann kommen die Gäste in den Genuss der traditionellen vietnamesischen Küche. Fünf Mütter von Hotelangestellten kochen lokale Gerichte wie daheim. In landestypischer Garküchenkultur werden Klassiker wie gegrilltes Rindfleisch in Blättern, Nudelsuppe mit Rindfleisch, knusprige vietnamesische Pfannkuchen oder grüner Papaya-Salat mit Fleisch an verschiedenen Kochstationen zubereitet. Am anderen Ende des Strandes bietet der Beach Club beim Postkartenblick über das Meer internationale Küche: von Pizza, leckerer Pasta über Burger bis zum saftigen Tomahawk Steak.

Luxus unter Palmen mit Beach view...
Luxus unter Palmen mit Beach view...

 

Täglich zwei kostenlose Shuttles bringen die Gäste ins 20 Kilometer nördlich gelegene Nha Trang, wo sich tagsüber eine halbe Million Menschen tummeln. Ein urbanes Abenteuer ist eine Vespa-Tour – aber bitte nur als Sozius. Denn die unzähligen Mopeds scheinen nur den Gesetzen des Schwarms zu folgen. Der Fahrer navigiert nicht nur sicher durch das Gewimmel, sondern ist gleichzeitig Tour-Guide und versorgt seinen Mitfahrer während der Fahrt mit den wichtigsten Infos.

Fazit: Wer Ruhe, Luxus und gutes Essen sucht, ist in "The Anam" definitiv gut aufgehoben. Mit gutem Grund hat es den Status World Luxury von Worldhotels erhalten und wurde vom Englischen Telegraph zu einem der 50 romantischsten Urlaubsorte weltweit gekürt.

Weitere Infos unter: https://www.theanam.com/

Fotos: The Anam

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