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Oh, wie luxuriös ist Amsterdam! (Teil 2)

Grenzenlos wie die Gastfreundschaft der Niederländer ist das Angebot an Luxushotels, Gourmet-Restaurants und an weltbewegender Kunst in der Grachtenstadt - eine subjektive Auswahl für luxuriöse Tage!

Jedes Amsterdamer Luxushotel ist eine eigene Welt. Mindestens eine Amsterdamer Nacht sollte im "The Waldorf Astoria Amsterdam" an der Herengracht verbracht werden. Als Teil des legendären New Yorker Hotelkonzeptes, das allen Unkenrufen zum Trotz seit der Eröffnung vor wenigen Jahren ein großartiger Erfolg ist. Die eigene Eleganz, die Behaglichkeit und das Stilbewusstsein locken hochkarätige Gäste aus allen Ländern wie beispielsweise den König von Marokko.

Durch die einstige Safetür der Bank "Mees & Hope" betritt man die "Vault" Bar. Ob es der private Zugang zum "The World of Guerlain"-Spa aus der Suite ist oder die erlesene klassische und erstaunlich erschwingliche 2-Michelin-Stern-Kochkunst von Sidney Schutte in dem Restaurant "Spectrum" - jedwedes Detail machen dieser Hotellegende alle Ehre.

Sechs imposante historische Kanal-Häuser in einer Reihe mit jeweils eigenem Namen bilden den Hotelkomplex. Die Innenarchitektur wird jedem Haus gerecht und schafft doch ein einheitliches, vornehm-unkompliziertes Ambiente. Sieben Stufen zum Haupteingang im "Marot" zeugen davon, dass auch dort einst wohlhabende Kaufleute wohnten, war doch einst die Anzahl der Stufen eine Aussage über die Bedeutung der Bewohner. In diesem Frühjahr blühten 7000 Tulpen in dem oasengleichen Garten mit dem Teehaus. Der hochherrschaftliche, kostbare "Maurer Room", der für zwölf speisende Gäste ausgelegt ist, birgt eine herrliche Landschaftsszene im Originalrahmen von Jacobus Maurer. Jährlich überzeugen sich Experten aus dem Rijksmuseum vom Zustand des Bildes, selbstredend bei einem feinen Dinner aus der "Goldfinch Brasserie".

Ein Schmuckstück par excellence: Der
Ein Schmuckstück par excellence: Der "Maurer Room” im The Waldorf Astoria Amsterdam.

 

Für Stammgäste entwickelte das Management mit dem "Maison Cire Trodon" fünf Aromen, die sich dadurch einmal mehr im The Waldorf Astoria Amsterdam stets sofort zuhause fühlen dürfen (meine Wahl ist einwandfrei der mediterrane "Cyrnos"). Gerne wäre ich dabei gewesen, als im "Gouden Eeuw" prächtige Segler aus der ganzen Welt im Amsterdamer Hafen ihre Waren löschten. Hätte den Duft eingesogen von exotischen Gewürzen, Zucker, Tee, Tabak oder Edelhölzern, zugeschaut bei der Anlegung des spektakulären Kanalrings, dem Bau der herrlichen Grachtenhäuser - und Kunstsammler Rembrandt wieder und wieder durch die Jodenbreestraat zu einem Auktionshaus eilen sehen… eine Zeit größten Luxus in Kunst, Bildung und Welthandel.

Kostbares China Bone, Seide, oder exotische Gewürze sind heute problemlos im Luxus-Kaufhaus "De Bijenkorf" zu erwerben, das immerhin 7 x in den Niederlanden vertreten ist und am Dam in dieser Saison sogar sein Dachgeschoss für feine private Meetings und Kunstausstellungen öffnet.

Nebenan bei "GASSAN Diamonds" funkeln in den Auslagen Diamanten, denen die Stadt ebenfalls ihren Reichtum verdankt. Die Juweliere verarbeiten dieses kostbarste Mineral zu betörend schönen Schmuckstücken, für die Menschen aus der ganzen Welt anreisen.

Ein Hauch Downton Abbey feeling

In Nachbarschaft zum Herz der Stadt, dem "Dam" wie auch zu den angesagten Hanf-Kneipen oder besser "Apotheken" thront zwischen zwei Grachten das "Sofitel Legend The Grand Amsterdam". Der eindrucksvolle Bau aus dem 15. Jahrhundert birgt 177 Zimmer inklusive 52 Suiten, er fungierte einst als Hauptsitz der niederländischen Admiralität sowie als Rathaus. Das Hotel kann sich vor Auszeichnungen kaum retten. Die französische Innenarchitektin Sybille de Margerie inszenierte diese grandiose Eleganz, die an keiner Stelle einschüchtert sondern einlädt.

Schiffsförmige Wetterfahnen drehen sich auf dem Dach des Hauptgebäudes nach dem Wind. Sobald man durch das Tor in den Hof tritt, in dem eine Luxus-Limousine neben der anderen steht, eine Pferdekutsche vor- oder abfährt, ist man schon abgeschottet von der turbulenten Umgebung.

Lobby des
Lobby des "The Grand”, wie die Amsterdamer sagen.

 

Betörend schöner Blumenschmuck in allen Fluren und Suiten, auch im sogenannte Hochzeitraum mit den faszinierenden Buntfenstern. Wandfresken rundum zeigen den Lebenslauf eines Paares vom ersten Blick bis zum Großelterntum, der Künstler Chris Lebeau hat sie 1926 gestaltet. In diesem Raum heirateten 1966 Prinzessin Beatrix und Claus von Amsberg.

Für den verwöhnten Gaumen ist es das BRIDGES mit seinen Fischspezialitäten, für die man gern auch eine weite Anreise in Kauf nimmt. Der Garten mit den der Großstadt entrückten grünen Nischen ist eine weitere Stadt-Oase, moderne Skulpturen fügen sich perfekt in dieses einzigartige Ambiente, natürlich liegt auch ein Hotelboot für Ausflüge am Kai.

Ein Meter Schlick, ein Meter Fahrräder und ein Meter Wasser

Die 1200 durchnummerierten Brücken sind aus allen Blickwinkeln eine Augenweide. Hausboote, private Segler, Wassertaxen und die beliebten gläsernen Touristenboote, wegen ihres Glasdesigns gern scherzhaft "Schneewittchensärge" genannt, arrangieren sich auf den Grachten: Von ihnen sagen die Kapitäne gern zur Belustigung der Touristen, sie bestünden aus "Ein Meter Schlick, ein Meter Fahrräder und ein Meter Wasser". Ein Schnack – selbstverständlich hält der Amsterdamer Stadtrat die Kanäle mittlerweile sehr sauber. Bei der regelmässigen "City Swim"-Veranstaltung schwamm sogar die damalige Prinzessin Maxima – und die 2500 Hausboote sind längst alle an Strom- und Abwassersystem angeschlossen.".

InterContinental Amstel.
InterContinental Amstel.

 

Alle Luxushotels der Stadt haben eigene Schiffe und einen eigenen Anleger, so auch das "InterContinental Amstel" am südöstlichen Grachtengürtel. Ein überwältigender Bau im klassizistischen Renaissancestil von 1867, en der Ecke, wo die sehr breite Amstel auf die Singelgracht trifft.

Um in der Lobby die gewaltigen Marmorbögen in voller Pracht zu betrachten, muss man den Kopf weit in den Nacken legen. Am besten lässt man sich von Head Concierge Aad van den Berg durch dieses Haus führen, seit 26 Jahren ist er dort in Amt und Würden. Mit brennendem Herzen erzählt er die Geschichte des Architekten Dr. Samuel Sarphati. Nach dem ihm ist in Amsterdam sogar ein eigener Park benannt.

Diese Geschichte kann danach bei einem speziell servierten Tee, der eine Original-Stroopwaffel warmhält oder im "La Rive"-Restaurant mit der Kunst des Kochens von Rogér Rassin nachklingen. Oder in der "A bar". Dort basieren viele Cocktails auf selbst hergestellten Likören in einer kleinen Amsterdamer Brennerei oder Blumensirup aus der hoteleigenen Küche. Der unvergleichliche "Negroni" ist hier ein besonderer Cocktailklassiker, mit ihm könnte ein luxuriöser Amsterdam-Trip seinen abschließenden, krönenden Höhepunkt finden – oder seinen fulminanten Beginn!

Die berühmte
Die berühmte "A bar” im InterContinental Amstel Hotel.

 

Geflügelter Transport

Für das Gewissen ist es schon ein Unterschied, ob man mit einem herkömmlichen Benzin-Gefährt oder einem eleganten BIOS-groep-Limousinen-Taxi, ein Elektro-Tesla-X mit Flügeltüren samt Chauffeur – im Amsterdamer Dauer-Stau steht.

Gänzlich ohne Stau jedoch kommt man sogar auch nachts zügig mit den perfekten Tram- und Busverbindungen mithilfe der I amsterdam City Card durch Stadt und Umland – das scheint der wahre Luxus zu sein. Die Stadtverwaltung arbeitet mehr als intensiv daran, alle Besucherströme gast- und umweltfreundlich geschickt zu kanalisieren. Damit die Lust auf Amsterdam nie aufhört.

Impressionen:

Fotos: Alexander Sporre, Waldorf Astoria Amsterdam, Sofitel Legend The Grand Amsterdam-Michael Graste, Amsterdam Boats, Uta Petersen

 

Informationen:

ANdaZ. Hyatt Regency Amsterdam,
www.hyatt.com

De L’Europe,
www.deleurope.com

Intercontinental AMSTEL Amsterdam,
www.intercontinental.com

PULITZER Amsterdam LEG, 5 star de luxe
Mitglied von Preferred Hotels & Resorts LVX Collection
www.pulitzeramsterdam.com

SOFITEL Legend THE GRAND Amsterdam,
www.sofitel-legend-thegrand.com

The Waldorf Astoria Amsterdam,
www.waldorfastoria.com/amsterdam

A’DAM Tower MA’DAM Restaurant Barfbijen
www.madamamsterdam.nl

Rijksmuseum
www.rijksmuseum.nl

Buchtipp:
Rembrandt filigran
Rembrandtjahr 2019: Sämtliche Zeichnungen und Radierungen
708 Zeichnungen und 314 Radierungen des Meisters im XXL Format
Peter Schatborn / Erik Hinterding
Hardcover mit Ausklappseite,
29 x 39,5 cm, 756 Seiten, 150 €
www.taschen.com

Amsterdam Boats
Klassische Holzschiffe mit Wohnstubenappeal und gehobenem Catering,
www.amsterdam-boats.com

Luxuskaufhaus "De Bijenkorf”– eines von sieben in Holland,
www.debijenkorf.nl

GASSAN Diamonds B.V.
www.gassan.com

BIOS-groep Taxi
www.biosgroep.nl

Amsterdam Luxury mit amsterdam & partners:
16 Partner aus den Bereichen Luxushotels, Restaurants, Kultur und exklusives Shopping, mit einem feinen Printmagazin, seit 2017,

www.iamsterdam.com/luxury
www.amsterdamandpartners.com

KLM Royal Dutch Airline
www.klm.com

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Zuletzt bearbeitet am 13/07/2019

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Autor

Uta Petersen
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