Inle See – der Schlüssel zur Entdeckung der Shan Berge in Myanmar

Hoch oben auf dem Plateau der Shan Berge im Osten Myanmars liegt idyllisch jener See, der zu den landschaftlich schönsten Attraktionen Südostasiens gehört: der Inle See.

All jene Touristen, auf deren Agenda der kleine Flughafen von Heho steht, haben meist nur ein Ziel fest im Auge, den Besuch dieser besonderen Attraktion. Von hier aus sind es noch ca. 45 Minuten mit dem Taxi und die Ufer des Sees sind erreicht. In ausreichender Zahl liegen die kleinen schlanken Motorboote für die Touristen bereit, um sie über den See zu ihrem gebuchten Resort zu fahren. Die traditionsreichste und berühmteste dieser Anlagen ist das Inle Princess. Mit 36 großzügigen Pavillons mit bis zu 71 Quadratmetern Größe, zumeist mit Seeblick in lokalem Teak Holz gebaut und direkt am Ufer gelegen, ist das Inle Princess der Pionier der ersten Stunde und überzeugt mit einem hochmodernen, nachhaltigen und den Anforderungen eines sanften Tourismus ausgerichteten Konzepts.

Die schönste Jahreszeit den See zu bereisen, ist gewiss die Regenzeit, denn den Sommer über bis Oktober steigen die Pegelstände und der See zeigt sich von seiner romantischsten Seite. Eine knappe Viertelstunde braucht der Guide mit seinem Boot, um die Gäste von der zentralen Anlegestelle des Sees bis zum Resort zu fahren. Der letzte Kilometer wird gar gepaddelt und der Motor abgestellt, um weder Gäste noch Tierreich an den Ufern des Resorts zu stören. Von nun an übernimmt das Wohlfühlkommando des Inle Princess die Regie und die kommenden zwei Tage gehören für die meisten Gäste zu den Höhepunkten einer jeden Birmareise.

Schön, romantisch, geheimnisvoll: der Inle See.
Schön, romantisch, geheimnisvoll: der Inle See.

 

Nachhaltigkeit und Authentizität

Min Min, der zum Resorts gehörende Guide, bespricht die Besucheroptionen für die beiden Folgetage, groß ist der See und vielfältig die Alternativen. Das Kanalsystem zur Bewässerung der umliegenden schwimmenden Dörfer des Sees ist derart umfangreich, dass ein ganzer Tag mit dem Besuch der anliegenden Märkte und Pagodenanlagen gefüllt werden kann. Die lokalen Bräuche und Sitten der Dörfer und ihrer Bewohner unterschieden sich bis zum Kleidungsstil selbst untereinander. Einziger gemeinsamer Nenner: alle Männer tragen auch hier ihren Longyi, jenen Wickelrock, der vor vielen Hundertjahren seinen Weg von Indien nach Birma gefunden hat. Touristen sind alleine schon an ihrer Hose von weitem zu erkennen.

Wer genügend Zeit mitbringt, dem sei eine Erkundungsfahrt zum südlichen Ende des Sees empfohlen. Immer wieder zeigen sich Damen des Kayah Stammes, deren Sammlung von Metallreifen um den Hals einmalig in der Welt ist. Meist in eine bunte Tracht gekleidet unterscheidet sich dieser Stamm von den Frauen des Shan Gebirges, die meist ganz in schwarz gehüllt sind, nur mit einem bunten Handtuch als Schutzbedeckung auf dem Kopf drapiert.

Die Märkte an den Ufern des Sees sind außergewöhnlich gut sortiert, viele frische Waren finden täglich aus China ihrem Weg nach Myanmar. Aus lokaler Produktion stammen in erster Linie die vielen Devotionalien und Andenken wie Schmuckarbeiten aus Jade oder Bambuspreziosen in Form von Dosen oder Gefäßen für das Mobiliar zu Hause in der Heimat. Von ganz besonderem Reiz sind die exzellenten Webstuben des Sees, die das vielleicht wertvollste und edelste Garn der Welt spinnen: Lotus. Lotus gilt als neunmal teurer als japanische Seide und ist in Europa kaum erhältlich.

Tradition pur am See.
Tradition pur am See.

 

Lokale Küche der Pa’O und Inthar Kultur

Regen fällt meist, wenn überhaupt, nur über Nacht und die Tage auch in der Regenzeit können in vollen Zügen genossen werden. Wenn in den späten Nachmittagsstunden die Besichtigungen mit der Rückkehr zum Inle Princess ihren Ausklang finden bleibt Zeit, sich in Ruhe der Schönheit dieser Anlage zu widmen. Su, die Gründerin und Eigentümerin des Inle Princess hat eigens zur Aus- und Fortbildung der jungen Belegschaft eine Hospitality Schule gegründet. Es ist bekannt, dass das Bildungswesen in Myanmar jede nachhaltige und verantwortungsvolle Initiative willkommen heißt und es ist in jedem Augenblick eine pure Freude zu sehen, mit wieviel Engagement und Fleiß die jungen Birmesen hier ihre neue Aufgabe ernst nehmen.

Für die Freunde der hocharomatischen, aber nicht scharfen birmesischen Küche seien neben den klassischen Gerichten des Landes vor allem die lokalen Spezialitäten der Shan Küche empfohlen. Im Inle Princess werden zudem exklusive Rezepte der tribalen, am See ansässigen Pa’O oder Inthar Kulturen, angeboten. Sie gehören beide zu jenen offiziellen 135 Ethnien, die die große Diversizität Myanmars ausmachen und von der UNESCO als wichtige Stämme des Landes anerkannt sind.

Private Dinner im Inle Princess.
Private Dinner im Inle Princess.

 

Nach drei erlebnisreichen Tagen wird deutlich, dass der Inle See noch weit mehr Geheimnisse in sich birgt, die allesamt entdeckt werden mögen. Die lokalen Akteure vor Ort bemühen sich nach allen Kräften um eine nachhaltige Ausrichtung eines sanften Tourismus und bedürfen der touristischen Nachfrage aus aller Welt, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Wen mag es da verwundern das sich der weit überwiegende Teil der Gäste noch vor Ort sicher ist, schon recht bald wiederkehren zu wollen.

Info: Reisen in die Shan Berge zum Inle See organisiert mit individuell zugeschnittenem Vor- und Nachprogramm Rose Travel, www.rose-travel.de 
Anreise: Das aktuell beste Preis-Leistungsverhältnis über Bangkok nach Yangon oder Mandalay bietet Thai Airways in der BC. Die Umsteigezeit ist mit ca. 90 Minuten optimal bemessen. www.thaiair.de. Weiterreise lokal nach Heho mit domestic airlines.

 

Impressionen:

Fotos: Inle Princess, Frank Sistenich

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Zuletzt bearbeitet am 24/10/2018

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